27. Fünf-Seen-Lauf Schwerin am 02.07.2011

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Nachdem ich in den letzten beiden Jahren beim Fünf-Seen-Lauf die 15-km-Distanz gelaufen bin, sagte mir Jana vor einiger Zeit: „Papa, eigentlich kannst du ja dieses Jahr wie ich die 30 km laufen. Es ist eine schöne Strecke durch den Wald bei Mueß und Consrade!“. Allerdings fürchtete ich etwas die Hitzeschlachten der letzten beiden Jahre. Aber im Wald sollte es ja etwas schattiger sein und warum sollte ich es eigentlich nicht versuchen? In Krakow bin ich auch schon zweimal 30 km gelaufen, dann aber abends…
Jetzt war es soweit. Jana, Matze und ich hatten uns für 30 km angemeldet. Roland nahm sich in bewährter Weise die 15 km vor. Eine riesengroße Überraschung war, dass auch Heiko (30 km) und Juliane (15 km) teilnehmen wollten. Erst vor einer Woche waren wir bei der TEAM-Staffel in Berlin zusammen gestartet!
Da die Anmeldung am Vorabend etwas entspannter abläuft, fuhren Gudrun, Roland und ich nach Schwerin. Auf der Fahrt nach Schwerin fiel uns dann nach und nach ein, was wir alles so vergessen hatten…. Das wichtigste vergessene Utensiel war angesichts der Wetteraussichten ein Regencape für Gudrun.
Vor dem großen Festzelt unweit des Zieles in Lankow trafen wir Jana und Matze, die auch schon angereist und hier mit Pino unterwegs waren. Sie hatten schon ihre Startunterlagen und schauten sich noch etwas an den Verkaufsständen um.
Bei der Startnummernausgabe nahm uns mein Sportsfreund Siegfried vom „SV Post Telekom Schwerin“ in Empfang. Er selbst war für die 10 km gemeldet und half heute bei der Startnummernausgabe aus. Für Heiko und Juliane, mit denen wir uns am Samstag um 9 Uhr im Startbereich verabredet hatten, nahmen wir die Unterlagen auch in Empfang.
Gudrun machte noch einige Bilder von der Szenerie, dann ging es ab nach Peckatel, wo wir bei Schwager und Schwägerin Quartier bezogen. Nachdem wir dann mit unserem Schwager in gemütlicher abendlicher Runde zusammen gesessen hatten und der Schlachtplan für den nächsten Morgen stand, wurde es gegen Mitternacht für uns höchste Zeit in die Falle zu gehen.
Um 7.00 Uhr hatten wir die Wecker gestellt, doch ich war wie gewohnt schon vorher wach. Die ersten Regentropfen prasselten schon auf das Dachfenster. Gestern noch eitel Sonnenschein, heute Regenwetter! Das kann ja noch lustig werden! Auch die Temperaturen lagen jetzt noch bei frischen 12 Grad… Es ist wettermäßig fast wie im April…
Nach einem gemütlichen Frühstück sah die Welt dann, zumindest im Haus, schon ganz anders aus. Wir packten aber sicherheitshalber noch zwei große Müllsäcke als Wärme- und Regenschutz ein, sicher ist sicher.
Kurz vor neun Uhr setzten wir dann Gudrun samt Foto- und Videotechnik und Klapprad in der Nähe des Startbereiches ab. Zusammen mit Schwager und Schwägerin fuhren wir anderen weiter nach Lankow, um unser Auto schon in der Nähe des Ziels abzustellen. Dann ging es mit Schwagers Auto wieder zurück in Richtung Schloss zum Startgebiet. Als wird die Werderstraße zum Schloß hochfuhren, sahen wir Juliane und Heiko mit den beiden Hunden Cooper und Eddie. Wir wendeten bei der nächsten Gelegenheit und wir fuhren den beiden hinterher. Bei unserer Begrüßung mussten wie leider hören, dass Juliane Knieprobleme hat und deswegen vernünftigerweise nicht startet. Gesundheit geht eben vor. Hier noch einmal gute Besserung! Heiko aber machte sich derweil startklar und wir nahmen ihn gleich mit in Richtung Startbereich. Mit Gudrun hatte er per Handy schon einen Treffpunkt für die Startnummernübergabe ausgemacht. Alles klappte perfekt. Jana und Matze tauchten jetzt auch auf und somit war unsere Läuferschar nun komplett. Das einzige Problem war die lange Schlange vor den Dixies…
Punkt 10 Uhr wurden die 10-km-Läufer auf die Strecke geschickt, 10.10 Uhr sollte es dann auch für uns über die 30 km losgehen. Gemeinsam mit Jana stellten wir uns in das Starterfeld relativ weit hinten hinein, Matze dagegen natürlich ganz vorne. Jana, Heiko und ich hatten uns vorgenommen, diesen Lauf in einem Schnitt von 5:10 – 5:20 zusammen anzugehen. Unmittelbar nach dem Start war das Tempo zum langsamen Einlaufen gerade richtig. Während wir noch die Graf-Schack-Allee entlang trabten, konnten wir schon die ersten Läufer auf der Brücke zum Schloss sehen. Matze war unter Garantie auch dabei…
Im Schlossgarten entdeckten wir Gudrun und liefen für das Fotoshooting extra in ihre Richtung ;-). Jana übernahm für uns drei die Aufgabe des Pacemakers. Allerdings musste sie mich einige Male ermahnen, wenn ich mal wieder jemanden überholte und dadurch das Tempo unnötig anzog.
Das trübe, etwas verregnete Wetter hatte aus läuferischer Sicht mehr Vor- als Nachteile. Zwar waren einige Wege etwas rutschig, doch dafür war durch den teilweise feinen Nieselregen und Temperaturen um die 17 Grad für genügend Abkühlung gesorgt. So ging es dann die ersten zehn Kilometer entlang der Wanderwege am Schweriner See über Zippendorf bis nach Mueß.
Bei schmalen Passagen im Wald und entlang der Störwasserstraße, wo man nur hintereinander laufen konnte, wechselten wir in der Führungsarbeit regelmäßig ab, mal Jana, mal Heiko und mal ich. Bei km 13 am Versorgungspunkt Höhe Consrade nahm jeder von uns noch ein Gel ein und spülten gleich mit einem Becher Wasser hinterher 😉 .
Die nächsten drei Kilometer ging es jetzt durch das Waldgebiet „Mueßer Holz“. Bei den teilweise leichten Anstiegen musste ich schon ein-, zweimal etwas abreißen lassen, konnte aber immer wieder zu Jana und Heiko aufschließen.
Bei km 18 ging es durch das Wohngebiet „Neu Zippendorf“ und es gab den nächsten Versorgungspunkt mit Wasser, Tee, Zitronenwasser und Bananenstücke 🙂 .
Nach ca. einem Kilometer über Brücken und Unterführungen durch das Wohngebiet kamen wir wieder am Zippendorfer Strand an. Kurz danach war auch die Stelle erreicht, wo auf dem Hinweg die 15-km-Läufer bereits abgebogen waren. Den Rest der Strecke kannte ich also schon aus den letzten beiden Jahren und wusste genau, was mir noch so bevorstand 😉 .
Bei km 19 durch ein Waldstück, kurz bevor es am „Faulen See“ entlang geht, wurde der Abstand zu Jana und Heiko wieder etwas größer. Nun machte ich aber keine Versuche mehr, zu ihnen aufzuschließen und lief stattdessen völlig entspannt im 5:30er/5:40er Schnitt die letzten Kilometer. Und bekanntermaßen haben es die letzten Kilometer immer so richtig in sich. Also jetzt die Kräfte richtig einteilen.
Nach der Brücke über die Ludwigsluster Chausee gab es bei km 21, kurz vor dem Ostorfer See , die nächste Versorgungsstelle. Hier eine kleine Energiezufuhr in Form einer Banane zu sich nehmen und den Flüssigkeitsverlust ausgleichen. Und schon konnte es frisch gestärkt weiter gehen.
An den Stellen wo sonst viele Leute den Läufern zujubeln, war bei diesem Wetter verständlicherweise kaum jemand zu sehen. Mit Wasserschläuchen musste in diesem Jahr kein Läufer abgeduscht werden. Petrus sorgte schließlich für genügend Wasser von oben 😉 .
Schnell war jetzt der Stadtteil Görries bei km 24 und damit die nächste Verpflegungsstelle erreicht. Ich kam ehrlich gesagt gar nicht dazu, meine eigenen drei Trinkfläschen zu leeren. Verpflegungsstellen gab es wirklich zur Genüge. Das ist wirklich topp organisiert in Schwerin !
Jetzt ging es weiter nach Neumühle, vorbei an Kleingartenanlagen. Der eine und andere Hügel wartete auch hier auf seine Besteigung. Für uns Flachländer heißen diese Hügel aber auch schon Berge 😉 .
Kurz nach km 27 kam jetzt das erste Mal der Lankower See in Sicht. Gudrun wartete dort am Fuße eines Hügels und machte dort von den bergablaufenden Teilnehmern Fotos. Dann ging es die „Lankower Berge“ hoch!
Dieser knapp 2 km lange Abschnitt hat es noch mal so richtig in sich! So geht es über mehrere 10 – 12 Meter hohe Hügel hinauf und natürlich auch wieder hinab. Bergauf kann man entweder nur gehen bzw. sich im Schneckentempo sich laufähnlich bewegen. Dagegen muss man bei den Abstiegen aufpassen, nicht zu schnell zu werden und ins Rutschen zu kommen. Die aufgeweichten und matschigen Pfade machten es nicht gerade einfacher. Und sich auf den letzten Kilometern noch im Schlamm zu suhlen, das will man natürlich auch nicht erleben…
So nebenbei überholte ich auf den letzten Kilometern noch einige Läufer und, nachdem schon der Jubel und die Lautsprecher an Ziel unüberhörbar wurden, hatte ich sogar noch Reserven, um zu einem kleinen Endspurt anzusetzen. Im Ziel wurde dann jeder Läufer nicht nur namentlich angekündigt, sondern auch mit den Angaben zu seinen bisherigen Starts beim Fünf-Seen-Lauf. In dieser Form habe ich das bisher nur hier erlebt! Ich wurde also per Lautsprecher angekündigt, die Zuschauer jubelten und dann war das Ziel erreicht.
2:38:05 Stunden hatte ich für die Strecke gebraucht! Auch wenn es nicht ganz 30 km waren, sondern laut der letzten amtlichen Vermessung nur 29,6 km, ist ein tolles Ergebnis für mich! Und was noch besser war, ich fühlte mich nach der Distanz noch richtig gut!
Roland erwartete mich schon am Ziel und hatte schon den Beutel mit meiner Jacke dabei. Wir gratulierten uns dann gegenseitig zu den guten Ergebnissen. Auch Roland ist eine neue PB mit 1:14:04 Stunden über 15 km, die lt. Vermessung sogar 15,4 km lang ist, gelungen 🙂 !
Nach und nach traf ich jetzt viele Bekannte. Antjes Mann Micha sah ich im Ziel und gratulierte ihm zum Geburtstag! Auch er lief bei seinem ersten 30er mit 2:25:34 h eine Superzeit.
Nun sah ich auch Jana, Juliane und Heiko. Jana kam kurz vor Heiko nach glatt 2:32:00 Stunden ins Ziel und kam damit auf Platz 2 in ihrer AK. Heiko lief nach 2:33:46 über die Ziellinie!
Matze lief zwar eine Klassezeit von 1:48:46 Stunden, belegte in der Gesamtwertung damit aber „nur“ Platz 5. Die Konkurrenz war in diesem Jahr aber wirklich stark! Insgesamt war es also ein recht erfolgreicher Lauf. Das Wetter konnte jedenfalls der Stimmung unter den Läufern nichts anhaben!
Im Anschluss trafen wir uns mit Juliane und Heiko noch im „Zeppelin“, einer Gaststätte in der Schweriner Innenstadt, zur „Nachlese“. Da Heikos Bruder die Gaststätte betreibt, waren wir natürlich schon sehr gespannt darauf. Nach dem Fünf-Seen-Lauf konnten wir jetzt alle eine kleine Stärkung vertragen. Ich bestellte mir das Schnitzel „Zeppelin“ mit Würzfleisch in der Größe „Medium“, d.h. Gewichtsklasse 500g für das Schnitzel. Ich kann sagen, es war sehr lecker und ich war danach mehr als satt. Meine beim Lauf verlorenen Kalorien dürften damit mehr als ausgeglichen worden sein 😉 .
Nachdem wir uns von Juliane und Heiko verabschiedeten hatten, machten wir noch einen kleinen Abstecher bei Matzes Eltern. Nach einem wärmenden Kaffee und einem Stündchen Erzählen ging es weiter nach Rostock, denn unsere Katze wartete bestimmt schon auf uns 😉 .
Nachts gab es dann in Rostock noch ein mächtiges Gewitter. Zum Glück blieben wir während des Laufes davon verschont! Wir hatten wettermäßig also ganz viel Glück gehabt!

Link zu den Ergebnissen: http://www.fuenf-seen-lauf.de/ergebnisse/dynamictest/index.php?jahr=2011

11 Kommentare zu “27. Fünf-Seen-Lauf Schwerin am 02.07.2011

  1. Jana, du hast Recht. Ich habe den Organisatoren mal geschrieben und sie addieren von den 3 schnellsten Einzelläufern der Familie die Gesamtplatzierung (unabhängig von Geschlecht oder Strecke). Wenn man das nachrechnet, kommt es auch hin – bei unserer Family jedenfalls. Herzlichen Glückwunsch an euch für Platz 5!!!

  2. Ich glaube für die Familienwertung werden die Gesamtplatzierungen addiert… zumindest gewinnt ja immer die Familie mit den wenigsten Punkten. Ich bin auch mal gespannt ob wir uns verbessern konnten 🙂

  3. Hallo Fred
    erstmal Gratulation ,das ist ja eine enorme verbesserung von über 5 Minuten seit dem letzten 30 Km-Lauf Bei dieser Superzeit von 2:38:05 hätte mir das Zeppelinschnitzel auch geschmeckt.

  4. […] Bericht      Bilder und Bericht von Fred    und     Matze´s […]

  5. Glückwunsch zur super Leistung! Ich versteh gar nicht wie ihr der Erbsensuppe widerstehen konntet 😉 Bin auch gespannt auf die Familienwertung, aber ihr werdet meilenweit vor uns liegen…
    Lg

    • Hallo Grit! Ohne Quatsch! Die Erbsensuppe (allerdings ohne Würstchen) hatten wir natürlich auch vorher verputzt 😉 ! Bis die Familienwertung fest steht, dürfte erfahrungsgemäß noch einige Zeit vergehen. Wie die Punktezahlen dabei zusammenkommen ist mir jedoch auch noch ein Rätsel! LG Fred

  6. Mal sehen, was uns die Familienwertung in diesem Jahr so bringt…

  7. Glückwunsch zur guten Leistung. Ich bin stolz auf uns alle, dass wir die Teller im Zeppelin alle ratzeputz leer gegessen haben! 😉 Aber die Sonne schien danach trotzdem nicht. 🙁 … Achso, zur tollen Leistung beim WK gratuliere ich natürlich auch!!! *g*

    • Na Matze, zumindest die Familienwertung im Zeppelin hätten wir wohl schon damit gewonnen 😉 .

  8. Gibt es schon einen Termin für den 28. Fünf-Seen-Lauf in 2012 in Schwerin?

    • Hallo Kerstin! Laut Homepage steht der Termin jetzt fest : der 07.07.2012 ! Meldungen zum 28. FSL werden ab dem 01.01.2012 angenommen.

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