36. Inselseelauf in Güstrow am 09.06.2012

09. Juni 2012 von Fred · 4 Kommentare · Laufberichte

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Am ersten Juniwochenende fand in Güstrow alljährlich der Inselseelauf statt, nunmehr bereits zum 36. Mal! Der Lauf hat also bereits eine lange Tradition. Auch meine Schwiegereltern, alte Güstrower Urgesteine, waren schon bestens informiert, wann und wo es in diesem Jahr los geht. Gegenüber den Vorjahren wurde der Start- und Zielbereich vom Schabernack (so heißt ein Güstrower Ortsteil in den Heidbergen) zur „Oase“, dem Güstrower Spaß – und Erlebnisbad, hin verlagert.

Während Gudrun mit der Oma im Rollstuhl per pedes die Plauer Chaussee bis zur Oase ging und beide so einen kleinen gemeinsamen Ausflug machten, sammelte ich Opa mit dem Auto ein und war so kurz nach neun Uhr an der „Oase“. Die Parkplätze waren bereits gut gefüllt und die ersten Sportfreunde hatten ihre Startnummern abgeholt. Das macht ja für uns Post-Telekom-Läufer in altbewährter Weise unser Horst.

Auch das Wetter meine es mit angenehmen 20 Grad und Sonnenschein gut mit uns Läufern. Zuvor hatte ich morgens auf meine Ergebnisse der Vorjahre geschaut. 2010 lief ich am Inselsee eine 1:46er und 2011 eine 1:47er Zeit. Wo ich dieses Jahr nach dem Rennsteig und den Wettkämpfen der letzten Wochenenden landen würde, war ich mir absolut nicht sicher. Die Zeit bis zum Start verging wie im Flug, denn ich traf wie üblich noch so einige Sportsfreunde aus Schwerin, Laage, Güstrow, Neubrandenburg, Stralsund… Auch Edge-Bert traf ich kurz vor dem Start. Insgesamt gingen über 260 Sportsfreunde über die Distanzen 5 km, 10 km und 20 km auf die Strecke. Die Zeitnahme erfolgte dieses Mal ohne Chip durch manueller Erfassung der Startnummern. Pünktlich um zehn Uhr erfolgte der gemeinsame Start über alle Distanzen. Da ich etwas seitlich stand, war ich im vorderen Bereich des Starterfeldes. Natürlich spurteten die Läufer, die über die kürzeren Distanzen von fünf und zehn Kilometer liefen, gleich ab. Ich ließ mich zunächst einfach mal mitziehen.

Bereits nach einem Kilometer erreichten wir das Kurhaus, welches direkt am Inselsee liegt. Durch den aufkommenden Wind war die Wasserfläche des Sees richtig aufgewühlt. Früher ging der Lauf tatsächlich um den gesamten Inselsee. Das liegt aber schon einige Jahre zurück und weit vor meiner “aktiven“ Zeit. Damals hätte man mich mit Laufen „jagen“ können. Zeiten ändern sich und jetzt kann ich es mir ohne Sport gar nicht mehr vorstellen! Das regelmäßige Laufen ist mittlerweile ganz selbstverständlich geworden.

Jetzt ging es weiter vorbei am Barlach-Atelierhaus (für Ernst Barlach ist Güstrow weltweit bekannt!) zur „Grenzburg“, einem alten und auch heute noch beliebten Ausflugslokal. Gudruns Eltern (beide fast 90 Jahre jung) waren in ihren eigenen Kindertagen, also vor mehr als 80 Jahren, mit ihren Eltern auch schon oft zu Besuch dort gewesen.

Während sich unser Feld langsam der Waldsiedlung näherte, hatten die 5-km-Starte bereits die Wendeschleife erreicht und das Läuferfeld lichtete sich etwas. Wir anderen liefen durch den Wald in Richtung Kirch Rosin. Die Strecke selbst ist hier überwiegend gepflastert bzw. asphaltiert. Das Starterfeld hatte sich mittlerweile recht weit auseinandergezogen. Am Getränkepunkt bei km 5 hinter Kirch Rosin „verabschiedeten“ sich die 10-km-Starter von uns und bogen rechts ab für den Rückweg zur „Oase“ und wir liefen links weiter in Richtung Bellin auf einem asphaltierten Weg durch den Wald. Die zahlreichen langgestreckten Hügel zehrten mächtig an den Kräften. Von wegen Flachland!

Hier trat mein leidiges altes Problem wieder zum Vorschein. Fast bei jedem Anstieg (so etwas liegt mir absolut nicht!) kamen Läufer an mich heran gelaufen, die ich dann beim darauffolgenden Bergablauf auch nicht mehr “abschütteln” konnte. Ich muss wohl doch mehr das Berglaufen trainieren… Zumindest bot sich so die Gelegenheit, mit René vom SV Warnemünde und Roy von der FHSG Stralsund kurz über Training und Wettkämpfe zu reden, bevor die beiden letztendlich an mir vorbeizogen. Nach so einigen An- und Abstiegen mit dem ständig wiederholendem Spiel, überholt zu werden und selbst zu überholen, kamen mir die ersten 20-km-Läufer, die sich nunmehr bereits auf dem Rückweg befanden, entgegen. Bellin, und damit die Wendeschleife nach 10 km, konnte also nicht mehr so weit weg sein. Gudruns Kollege Lars lief anscheinend dieses Mal ein für ihn lockeres Läufchen, denn als er mir entgegenkam zückte er seinen Fotoapparat und machte noch ein Foto von mir :-) .

Am Getränkepunkt an der Wendeschleife in Bellin holte ich das mitgebrachte Gel aus der Tasche, in der Hoffnung, damit den Rückweg gut durchhalten zu können. Allerdings fühlte ich mich auch ohnehin noch ganz gut, bis auf meine altbekannten Probleme hangaufwärts . Jetzt, selber auf dem Rückweg, konnte ich sehen, wer die Wendeschleife in Bellin noch nicht erreicht hatte und somit hinter mir war. So grüßte ich dann Edge-Bert als auch Egon vom SV Post Telekom Schwerin noch kurz beim Entgegenlaufen.

Jetzt kam noch einmal das gleiche Spiel an den Hügeln. Mit einem Güstrower Sportfreund wechselte ich mich auf den nächsten Kilometern bergauf, bergab immer wieder in der Führungsarbeit ab. Schnell war so auch der Verpflegungspunkt bei km 15 erreicht und nun musste auch das zweite Gel dran glauben. Wir liefen den geschotterten Weg am Waldrand zurück in Richtung Mühl Rosin. Bis auf einige wenige Läufer, die sich langsam an mir vorbeischoben, passierte nicht mehr allzu viel. Von Mühl Rosin war an es wieder dieselbe Strecke in Richtung Güstrow, also vorbei an der Grenzburg und an der Badestelle am Inselsee. Ein Streckenposten sagte mir sogar genau den 85. Platz als momentane Platzierung an, wenn das nicht ein guter Service für Läufer ist!

Kurz vor der Plauer Chaussee bogen wir noch einmal scharf links auf einen Radweg ab, bevor es die letzten Meter zur „Oase“, dem Ziel, ging. Hier sah ich dann auch schon Gudrun und neben ihr René, der, wie sollte es auch anders sein, schon einige Minuten vor mir im Ziel war. Jetzt mobilisierte ich noch einmal alle Kräfte für die letzten Meter bis zum Ziel. Hier wurde jeder Läufer per Mikrofon angekündigt. Ich lief nach 1:44:17 h über die Ziellinie! Persönliche Bestzeit beim Inselseelauf!!! Mit der Zeit konnte ich somit für die anspruchsvolle Strecke ganz zufrieden sein.

Sieger über die 20 km war Nils Schmiedeberg ( Tri Fun Güstrow )in 1:13:50 h vor Karl Magnus Westphal (TC FIKO Rostock) in 1:14:03 h und Carsten Tautorat in 1:14:08 h. Also ein recht knapper Einlauf!

Über die 10 km Distanz siegte Christoph Haak aus Güstrow in 40:48 min vor Holger Püschel vom FSV Leezen 41:27 min und Torben Schlinke (SC Laage) in 41:34 min.

Bei dem 5 km Rennen siegte Tim Borgwardt und Tim Gabriel (beide TC Mühl Rosin) zeitgleich in 20:35 min vor Maximilian Heise (SC Laage) in 21:08 min.

Nachdem ich mich wieder etwas akklimatisiert und geduscht hatte, machten wir uns gemeinsam mit Oma und Opa auf zur „Grenzburg“ auf. Vorbeigelaufen war ich dort heute zwar schon einmal, jetzt sollte es aber zum Essen hingehen, so wie bereits vor zwei Wochen nach der Landesmeisterschaft auf der Bahn.

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4 Kommentare bis jetzt↓

  • Fred

    Vielen Dank, Gabi!
    Ja, Gudrun sorgt immer für ganz tolle Fotos und damit für eine nahezu lückenlose Dokumentation unserer Läufe :-) !
    Ich habe das Dankeschön weitergegeben ;-) !

    Viele Grüße
    Fred

  • Gabi K.

    Ich gratuliere dir zu dieser Topzeit! Finde es jedes Mal toll, wie du solche Zeiten läufst. Deiner Frau ein großes Dankeschön für die FOTOS.

  • Micha

    Gratulation für die Persönliche Bestzeit , dass kommt bestimmt noch vom Rennsteig-Marathon mit seinem knackigen
    Höhenprofil .

  • Rene

    Ich habe die Berge auch gemerkt, vorallem am nächsten Tag………..

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