8. Rostocker Marathonnacht am 31.07.2010

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Neben dem Rostocker Citylauf ist die Rostocker Marathonnacht das Laufevent in unserer Heimatstadt. Da durften wir natürlich nicht fehlen ;-). Dieses Jahr hatten wir noch besonderen Gast, denn Monika, alias Monschichi, von den AA-Supertalenten hatte sich ebenfalls für die Marathonnacht gemeldet und sich dabei den „langen Kanten“ vorgenommen. Jana, Roland, Matze und mir reichte die halbe Distanz, denn bis auf Roland wir haben ja schon Ulm bzw. Berlin im September im Visier!

So trafen wir uns gegen 17.00 Uhr auf dem Neuen Markt mit Monika und nutzten die knappe Stunde bis zum Start, uns auch mal persönlich etwas kennenzulernen. Punkt 18.00 Uhr erfolgte am Neuen Markt der Start für die Marathonis, die wir natürlich mit Tröten und Rasseln kräftig anfeuerten. Gudrun als begleitende Radfahrerin übernahm wie üblich den Foto- und Videosupport und machte sich mit den Marathonis auf den Weg. Dieser führte der zunächst durch Rostocks City  und am Stadthafen entlang, bevor es dann auf die andere Warnowseite in Richtung Warnowtunnel, wo sich der Start für die Halbmarathonis befand, ging. Wir dagegen begaben uns direkt nach dem Marathon-Start zur Fähre, die um 18.15 Uhr vom Stadthafen in Richtung Oldendorf (unweit des Warnowtunnels) losschippern sollte. Die knappe Stunde Fahrt mit der Fähre macht immer wieder Spaß, denn selbst als Einheimischer sieht man die Stadt mal wieder aus einem anderen Blickwinkel und erfährt gleichzeitig noch einige interessante Dinge zur Geschichte und Gegenwart der Stadt. So verging die Überfahrt wie im Fluge und wir waren zeitig genug im Startbereich für den Halbmarathon an der Mautstelle des Warnowtunnels am östlichen Warnowufer.

Bei unserer Ankunft sahen wir schon das Führungsfahrzeug mit dem ersten Marathoni, der natürlich von allen Anwesenden lautstark bejubelt wurde. Ungefähr die die Hälfte der Strecke lag hier immerhin schon hinter ihm!

Noch einige Bekannte begrüßen, die Kleiderbeutel abgeben und schon setzten wir uns in Bewegung in Richtung Startbereich. Mein Nachbar Uwe war auch mit Familie dabei und sein Schwiegervater gab mit 69 Jahren sein Marathondebüt – alle Achtung! Roland zerstreute meine aufkommenden Befürchtungen, dass ich im Überschwang überpacen würde und meinte, dass ich nach zwei Kilometern mein Tempo gefunden hätte. Schließlich stände ich doch auch gut im Training.

Zum Start gab es kurz vor 20 Uhr zunächst einen echten, laustarken Kanonendonner. Ich hatte wohl die Ansage verpasst, was es mit dem Kanonendonner auf sich hatte. Roland hatte wohl besser zugehört: Der Schall des Kanonendonners sollte genau um 20 Uhr am Markt eintreffen und somit mit unserem Startschuss am Warnowtunnel zusammenfallen. Und genau um 20 Uhr ging es dann auch wirklich los 🙂 ! Gudrun hatte den Warnowtunnel per Drahtesel auch rechtzeitig erreicht und konnte nun für uns wieder Supporter spielen 🙂 !

In der Tunnelröhre, die für die Zeit des Marathons für den Autoverkehr gesperrt war, ging es erst einmal bergab. Die knapp 800 Meter in der Röhre empfand ich als angenehm, da es hier etwas kühler wurde. Aus dem Tunnel raus ging es nach einem Anstieg dann scharf rechts in Richtung IGA-Park. Natürlich war ich für meine Verhältnisse recht schnell unterwegs, denn mein Puls lag eingangs des IGA-Parks schon bei 170. Ich fühlte mich dabei jedoch recht fit, was auch an den zwei vorhergegangenen Ruhetagen liegen mochte. Matze und Jana waren an dieser Stelle schon längst auf und davon und Roland lief hier ca. 100m vor mir.

Bei km 4 gab es den ersten „Hella“-Erfrischungspunkt, der von allen Läufern dankbar angenommen wurde. Trotz des späten Starttermins war die Luft bei immerhin 27 Grad recht schwül.

Nach der Passage des IGA-Geländes liefen wir wieder in Richtung Warnowtunnel. Durch das Auf-und-Ab vor und nach der Tunnelpassage hatte es die Strecke doch ganz schön in sich. Für Bestzeiten ist der Kurs wirklich nicht geeignet! Ich wunderte mich bei km 6, wie viel Läufer hier gegangen sind! Im Tunnel kam mir dann auch Monika entgegen, der ich noch kurz zuwinkte.

Mit km 7 hatten wir wieder die Mautstelle erreicht. Dort wurden wir von Zuschauern, Trommelgewirbel und Musik begrüßt und bekamen so nochmals einen tüchtigen Motivationsschub. Mit dem Getränkestand war auch die notwendige Versorgung mit Wasser gewährleistet ;-). Nun war immerhin schon ein Drittel der Strecke und zudem der anspruchsvollste Bereich des Kurses geschafft!

Ich fühlte mich immer noch fit und merkte, wie ich Roland immer mehr auf die Pelle rückte. An der nächsten Verpflegungsstelle hatte ich Roland dann auch eingeholt. Hier kamen die Helfer gar nicht mehr nach, die Wasserbecher zu füllen. Roland wartete hier, bis ihm der Becher gefüllt wurde. Ich dagegen machte mich lieber  wieder auf den Weg.

Der folgende Streckenabschnitt von Krummendorf in Richtung des alten Villenviertels Gehlsdorf führte entlang der Straße „Up’n Warnowsand“ und ist recht wenig besiedelt. Die Anwohner hatten es sich bei Sekt und Grillwürstchen jedoch im Vorgarten oder an der Straße gemütlich gemacht, sahen sich das Spektakel an und feuerten uns lautstark an. Insbesondere freuten sich die Kinder, wenn sie mit den Läufern einklatschen konnten. (Gudrun hat davon noch ein nettes Video gedreht!)

Begeisterte Kinder beim Einklatschen mit den Läufern:

Ab km 13 verlief die Strecke direkt entlang der Warnow und man konnte beim Laufen einen schönen Blick auf Rostock erhaschen. So ein Panorama hat auch nicht jede Stadt zu bieten! Für mich kam jetzt die Zeit, mir das mitgebrachte Energy-Gel einzuflößen, da auch schon der nächste Verpflegungspunkt in Sicht kam, um mit Wasser etwas nachzuspülen. Ich habe jedenfalls den Eindruck, durch das Gel noch einen kleinen Kick zu bekommen und kann dann immer noch etwas „aufdrehen“.

Bei km 18 näherte ich mich langsam der Petrikirche, nun noch an den Silos am Stadthafen vorbei und dann ab in die City auf die letzten drei Kilometer! Vom Hafen aus ging’s die Grubenstraße und Am Vogelsang nochmal recht steil bergan in Richtung Marienkirche. Hier mussten einige Läufer dem Anstieg Tribut zollen und gehen. Ich hatte jedoch noch ausreichend Kraft auch hier weiterzulaufen.

Gegenüber dem Vorjahr hatte sich die Streckenführung leicht geändert und machte kurz vor dem Ziel noch eine Schleife durch die Breite Straße und die Kröpeliner Straße. Kurz vor dem Kröpeliner Tor ging es dann über die Kröpi, der Hauptgeschäftsstraße Rostocks, zum Ziel am Neuen Markt. Auf dem Rückweg hielt ich nach Roland Ausschau, konnte ihn jedoch nicht sichten. Jetzt waren schon die Musik und der Lärm vom Neuen Markt zu vernehmen und ich mobilisierte nochmals meine Kräfte für einen kleinen Endspurt. Jetzt noch die Arme hochreißen für Zielfoto und nach 1:51:50 war’s für mich geschafft! Im letzten Jahr bei ähnlichen Wetterverhältnissen hatte ich 1:54:40 für den HM gebraucht und war danach vollkommen fertig. Erst mal schnell was trinken und auf Roland warten. Beim Warten traf ich überraschend Monika, die ich eigentlich noch auf der Strecke wähnte. Sie hatte leider unterwegs Probleme bekommen und musste nach 28 km enttäuscht den Wettkampf abbrechen. Vielleicht gibt es ja nächstes Jahr einen neuen Versuch und ein Wiedersehen in Rostock!

Roland kam mit einer Zeit von 2:00:53 mit einem üblichen furiosen kleinen Endspurt ins Ziel. Er hatte zwischenzeitlich zu hohe Pulswerte und hatte dementsprechend das Tempo gedrosselt, was sehr vernünftig war! Nachdem wir uns an den Getränkestanden erst einmal erfrischt hatten, sahen wir uns jetzt nach Jana und Matze um, die natürlich weit vor uns ins Ziel gekommen waren ;-). Gudrun als rasender Reporter war auch wieder da und berichtete uns, dass Matze die HM-Konkurrenz in einer Zeit von 1:16: 31 mit 4 Minuten Vorsprung souverän gewonnen hatte! Jana kam als siebte Frau nach 1:40:48 ins Ziel und war mit dem Ergebnis für ihren ersten offiziellen HM-Wettkampf ebenfalls sehr zufrieden. Matze war nach seiner Superzeit jetzt völlig fertig und kaum ansprechbar. Gut dass die Siegerehrungen noch etwas auf sich warten ließen!

Während Jana, Matze und Roland sich erst einmal verschnauften, holte ich zusammen mit Gudrun die Urkunden und die offiziellen Finisherfotos im Rathaus ab. Auf dem Marktplatz spielte derweil Livemusik von den „Crazy Boys“ aus Rostock. Mit zünftiger Rock’n’Roll-Musik machten die „Crazy Boys“ mächtig Stimmung und hielten das Publikum am Markt fest. In den Musikpausen gab es dann die Siegerehrungen. Kurz vor Mitternacht war es dann endlich soweit: Die letzte Siegerehrung, die des Halbmarathons, stand an und Matze durfte auf’s Treppchen 🙂 .

Weitere Berichte: Jana’s Blog , Matze’s Blog

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  1. Weitere bildhafte Eindrücke zu dieser Laufveranstaltung sind auf meiner Internetseite zu sehen unter:

    http://reutershagen.de/marathon/

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