31. Berliner Halbmarathon am 3.04.2011

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Video vom Lauf:

Im Februar überzeugte mich Heiko, dass ich in diesem Jahr unbedingt  den Berliner Halbmarathon laufen müsste. Das wäre ein ganz tolles Event und es wäre zudem eine super Gelegenheit uns mal wieder zu einem gemeinsamen Lauf zu treffen. Im letzten Jahr lernten wir uns beim Hamburger Marathon persönlich kennen (bis dahin kannten wir uns lediglich über den Blog bei Achim). Der Burgenlauf von Burg Penzlin nach Burg Stargard folgte und im November kam mit der 18. Berliner Marathon-Staffel der krönende Abschluss. Heiko und ich starteten in einer gemeinsamen Staffel! Machte richtig Spaß!

Viel Überzeugungsarbeit musste Heiko als nicht investieren. Jetzt war es soweit und wir machten uns  wie im November einen Tag vorher zu Heiko und Juliane nach Neuruppin auf. Damals blieb leider keine Zeit, um Neuruppin noch etwas näher kennenzulernen. Jetzt sollte es dann klappenJ. Allerdings hatte Gudrun am Morgen noch als Competitor Steward bei der Shorttrack-Landesmeisterschaft M-V gemeinsam mit Jana zu schiedsrichtern. Zum Glück fing der Wettkampf sehr früh an und hörte auch relativ früh auf . Und so schafften wir es tatsächlich bis kurz nach Zwölf nach Neuruppin :-)!

Nach einem Begrüßungskäffchen machten wir uns zu einem kleinen Stadtbummel durch die Heimatstadt von Fontane und Schinkel auf. Juliane und Heiko haben uns so einen ersten Eindruck von Neuruppin mit der schönen Lage am Ruppiner See vermittelt. Für ein Eis beim Lieblingsitaliener blieb keine Zeit mehr, denn wir mussten noch nach Berlin und uns unsere Startunterlagen rechtzeitig abholen. Die Schlange vor der Eisdiele war einfach zu lang (das alleine spricht schon für die Qualität der Eisdiele!). Den Test des Spekulatius-Eises heben wir uns für das nächste Kommen auf 😉 .

Also jetzt erst einmal nach Berlin! Kurz nach Vier waren wir dann auch auf der Messe. Jens und die anderen Helden vom KSWM, die wir dort eigentlich noch treffen wollten, waren schon wieder in Richtung Hotel aufgebrochen. War aber nicht so schlimm, denn  wir wollten wir uns abends sowieso zur Pasta-Party treffen.

Die Startunterlagen waren schnell in Empfang genommen. Das klappte  wirklich reibungslos. Bei den Teilnehmer-Shirts, die sowieso sehr groß ausfielen, sah es nicht ganz so gut aus:  ein Karton mit Restbeständen Größe „M“ und ansonsten nur noch L, XL und XXL . Mir passte die „M“ prima (passiert mir selten), Juliane dagegen hätte sich ihr Shirt bald zweimal umwickeln können 🙁 .

Nun gesellte sich wie verabredet Diana zu uns. Gemeinsam bummelten wir noch etwas über die Messe. Allerdings verfiel trotz einiger interessanter Angebote niemand in einen Kaufrausch 😉 .

Zusammen machten wir uns  zur Pasta-Party beim Italiener auf. Bahram, Matthias und Ron waren schon da und genossen an einem Tischchen vor dem Lokal die sommerlichen Temperaturen. Das Zusammenstellen der Tische vor dem Lokal  (Rons Idee) fand das Personal nicht so gut, also erst einmal ein Anpfiff abgefaßt  🙁 .  Dann eben nicht und so nahmen wir unseren bestellten Tisch im Lokal ein.

Kurz kamen dann auch Jens , Andreas, Claudia (Schnittchen) und ihr Mann Norbert. Es macht immer wieder Spaß, die Leute aus der Community auch mal persönlich kennenzulernen :-). Die Frage von Jens nach meiner Wunsch-Zielzeit beantwortete ich mit: „Na, ja so zwischen 1:45 – 1:50.“.  So ungefähr hatte er sich auch die gleiche Zeit  vorgenommen.

Nebenbei  im Gespräch fand Gudrun heraus, dass sie und Norbert fast zeitgleich in Dresden die gleiche Fachrichtung (Informationstechnik) an unterschiedlichen Hochschulen (TU, HfV) studierten und  in direkt benachbarten Studentenwohnheimen gewohnt haben. Ist irgendwie schon irre, wie klein die Welt ist… Die Zeit verging wie im Flug und gegen neun Uhr wurde es für alle Zeit, denn am morgigen Tag wollten wir doch alle noch Heldentaten vollbringen 😉 . Es war wirklich ein sehr netter Abend unter „Laufverrückten“ .

Den Abend ließen wir  in Neuruppin mit dem Video von der 8.KSWM ausklingen.  Jens und Sohn Jonas haben wirklich ganze Arbeit geleistet!

Am Sonntag, dem Tag des Wettkampfes, klappte alles wie am Schnürchen. Nach dem leckeren Frühstück mit Jules selbstgemachter Marmelade (wirklich 1a!) machten wir uns auf. Dazu kamen noch Heikos Schwester Gudrun, die auch lief, und Jules beste Freundin Monika, die mit der anderen (also meiner) Gudrun das Supporter-Team bildete.  Monika bekam von Gudrun gleich die Videokamera überreicht und wurde als Kamerafrau kurz eingewiesen 😉 .  Als Supportpunkte legten wir die Kilometer 3 und 17 fest. Ein Smiley-Luftballon mit Schmetterlingsaufkleber war das Erkennungszeichen 🙂 !

Bei unserem Eintreffen im Start-Ziel-Bereich stellten wir fest, dass wir nahezu ideal geparkt hatten. Wir  entschieden uns deswegen dafür, die Kleiderbeutel einfach im Auto zu lassen und dann Handys, Papiere, Schlüssel etc. unseren beiden  Supporterteam-Frauen zu übergeben. Nach dem Lauf wollten wir uns dann alle bei den Autos wieder zusammenfinden.

Wir schauten noch, ob wir Jens & Co. noch entdecken könnten. Gudrun hatte aber mittlerweile schon unsere Freunde vom SC Laage getroffen und einige Bilder gemacht. Die Jungs kamen jetzt gemeinsam mit Gudrun vorbei und wir wünschten uns noch gegenseitig viel Spaß und Erfolg!

Am vereinbarten Ort, links in Laufrichtung zwischen den Blöcken C und D, konnten wir niemand entdecken.  Also  liefen wir uns noch etwas ein. Die Startblöcke hatten sich bereits mächtig gefüllt. Wir schoben uns noch schnell in den Block C und nach wenigen Minuten wurde dann auch die erste Welle gestartet. Ich lief gemeinsam mit Heiko und seiner großen Schwester Gudrun los. Schnell waren wir bei km 3 am Brandenburger Tor und tatsächlich haben wir noch Gudrun (meine 😉 ) und Monika entdeckt und zugewinkt.

Der strahlende Sonnenschein tat sein Bestes, um die Temperaturen in die Höhe schnellen zu lassen und  gegen elf Uhr war die Hitze fast unerträglich. Irgendwie erinnerten mich die Temperaturen an den Fünf-Seen-Lauf in Schwerin. Bis zur ersten Verpflegungsstelle bei km 7 lief ich gemeinsam mit Heiko und seiner Schwester Gudrun einen 5er Schnitt. Nun musste mich jedoch etwas erfrischen.

Ich hatte nun die beiden ca.100 m vor mir und konnte sehen,  wie sie nach mir Ausschau hielten. Zu einem schnellen Heranlaufen fehlte mir aber schon jetzt die Energie.  Irgendwie hat so eine lange gerade Laufstrecke auch etwas Zermürbendes…

Die zwei setzten sich immer mehr von mir ab. Bei km 9 am Schloss Charlottenburg ging es dann scharf links in die Schlossstraße. Hier war zum Glück  etwas Schatten und die Luft war dadurch etwas angenehmer.

Nach km 11 ging führte die Strecke am  Ku’damm entlang. Irgendwie merkte ich, wie meine Beine immer schwerer und schwerer wurden. War ich doch etwas zu schnell angegangen, hatte mich von Heiko und Gudrun mitreißen lassen???

Plötzlich tauchte Gudrun, Heikos Schwester, wieder hinter mir auf und rief mir zu „Hallo Fred“ und schloss schnell zu mir auf. Ihr Tempo konnte ich jedoch nicht lange mithalten und so zog sie wieder auf und davon. Der Ku‘damm bis zur Gedächtniskirche bei km 14 kam mir jetzt endlos vor. Ich merkte, wie ich immer etwas langsamer wurde.

Jetzt musste ich schon an den vereinbarten km 17 denken, wo unsere Supporter auf uns warten sollten. Ich  versuchte mich mental darauf einzustellen und irgendwie ein Lächeln hinzubekommen. Immer häufiger waren jetzt auch schon die Sirenen von Krankenwagen zu hören, die die erschöpften Läufer einsammelten.

Endlich km 17! Doch wo waren die Supporter??? Hatte ich die Beiden etwa übersehen oder hatten sie es nicht rechtzeitig geschafft? Dafür gab es kurz hinter dem Potsdamer Platz einen Erfrischungspunkt J.

Kurz vor km 18 sah ich an der Rechtsabbiegung Leipziger Straße in Richtung Finanzministerium plötzlich Monikas Luftballon! Ich lief geradewegs auf die Beiden winkend zu, damit sie mich auch ja nicht übersehen konnten.

Kurz darauf überholte mich ein Läufer vor mir: lange blonde Haare, hochgewachsene Figur und den Namen „Achim“ auf der Skinfit-Shorts. Na, hat einer Ahnung, wer das wohl war?  😉

Nun erwachte doch noch einmal kurz mein Kampfgeist – dranbleiben! Doch Achim hatte sich das Rennen anscheinend besser eingeteilt und entfernte sich langsam, aber stetig, immer weiter.

Nach dem Spittelmarkt kam langsam das Ziel näher. Zumindest konnte ich meinen kleinen zwischenzeitlichen Einbruch wieder etwas abfangen und so absolvierte ich die letzten Kilometer in einem 5:30er Schnitt. Auf den letzten Metern dann noch ein kleiner Endspurt im 5er Schnitt hinlegen und das war’s dann auch. Geschafft!!!

Die Uhr zeigte eine Bruttozeit von 1:59:09 an.  Netto war es exakt die Zeit, die auch meine Garmin nach dem Hochladen anzeigte:  1:54:11. Für die Verhältnisse noch ein annehmbares Ergebnis!

Nach dem Blick in die Ergebnislisten habe ich dann gesehen, dass Jens fast zeitgleich, nämlich eine Sekunde vor mir, über den Zielstrich lief. Gesehen habe ich ihn aber leider nicht.

Im Ziel gab’s  in der Reihenfolge Medaille, Wasser, Wasser…Wasser, Tee, Banane und ein Erdinger. Danach dann ging es mir wieder gut 🙂 .

Zurück beim  Auto sah ich schon von Weitem Heiko locker beim Auslaufen. Auch seine Schwester Gudrun war bereits da und gemeinsam warteten wir auf Juliane und unsere beiden Supporterinnen.

Bis auf Heikos Schwester waren wir alle „handyfrei“, da wir zuvor alle Wertgegenstände bei unseren beiden Supporterinnen abgegeben hatten. Nach Jules Eintreffen wurden wir langsam ungeduldig, was wohl mit unserer Presseabteilung los ist, denn von den Beiden war weit und breit nichts zu sehen…  Gudrun (Heikos Schwester) versuchte auf Heikos Handy (das hatte Monika) anzurufen und hatte irgendwann Glück und hatte die andere, also meine, Gudrun am anderen Ende der Leitung: „Alles klar, wir sind gleich da!“.

Nach einer weiteren (gefühlten) Ewigkeit setzten wir uns ohne Supporter-Team langsam in Richtung „jk-Running“- Treff,  einem Steakhouse in der City,  in Bewegung. Heiko übernahm die undankbare Aufgabe, weiter auf Gudrun und Monika zu warten.

Im Steakhouse sahen wir dann einige bekannte Gesichter und einige, die man bislang nur aus der Community kannte. Der Coach Jens Karras begrüßte alle Neuankömmlinge persönlich und fand auch für Jeden einige aufmunternde Worte,  wirklich ein sehr netter und sympathischer Typ!

Auch unser Jens (Chefcoach der KSWM) und Andreas waren schon da und machten sich über einen leckeren Cheeseburger her! Im Normalfall ist das nicht so mein Ding,  aber jetzt konnte ich auch etwas Kräftiges vertragen. So bestellten wir schon mal in der Hoffnung, dass ja irgendwann auch Heiko mit den Supporterinnen eintreffen müsste.

Kurz danach waren wir wirklich vollständigJ! Gudrun hatte auch noch René getroffen und gleich mitgebracht. Nun wurden erst mal die Eindrücke vom Lauf ausgetauscht. Viele hatten nach dem schnellen Temperaturanstieg so ihre Probleme gehabt.

Das Treffen nach dem Lauf hatte sich wirklich gelohnt. Und sogar zu einer Begegnung mit dem „Pony“  aus Irland kam es noch 🙂 . Dann hieß es aber wieder Aufbrechen und es ging zurück nach Neuruppin. Heiko und Juliane sind wirklich ganz liebe Gastgeber. Beim Käffchen werteten wir noch den Lauf bei der Sichtung von Gudruns Gigabytes an Fotos aus. Eine „kleine“ Auswahl haben wir wieder auf unserer Site zusammengestellt.

Nach einer herzlichen Verabschiedung machten wir uns am Abend wieder auf den Weg nach Rostock auf.  War der Tag supersonnig gewesen, so gab es jetzt, wettertechnisch gesehen, das totale Kontrastprogramm! Auf der Autobahn fing es mächtig an zu regnen und der Himmel wurde immer dunkler.

In zwei Wochen gibt es dann das Wiedersehen auf dem Darß.  Wir freuen uns schon drauf 🙂 !

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