{"id":132954,"date":"2016-11-25T00:28:02","date_gmt":"2016-11-24T23:28:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sprintefix.de\/?p=132954"},"modified":"2016-12-15T23:07:42","modified_gmt":"2016-12-15T22:07:42","slug":"12-marathon-international-du-beaujolais-am-19-11-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=132954","title":{"rendered":"12. Marathon International du Beaujolais am 19.11.2016"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/gallery\/2016-11-19-12-marathon-du-beaujolais\/IMG_3808.JPG\" alt=\"IMG_3808\"><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/index.php\/nggallery\/galleries\/2016-11-19-12-Marathon-du-Beaujolais?page_id=85990\" target=\"_blank\">Link zur Bildergalerie<\/a><\/p>\n<p>Micha und ich liefen im letzten Jahr erstmalig \u201enur\u201c den Halbmarathon; in den vorhergehenden Jahren war es stets der Marathon gewesen. Jetzt, 2016, waren wir uns aber sehr schnell einig geworden, doch lieber wieder die volle Marathondistanz ab Fleurie in Angriff zu nehmen, denn landschaftlich finden wir beide diese Strecke, die durch etliche Ch\u00e2teaus mit ihren Weinkellern f\u00fchrt, eigentlich viel sch\u00f6ner. Auf der Strecke von Fleurie nach Villefranche-sur-Sa\u00f4ne passieren die L\u00e4ufer neun Ch\u00e2teaus, in denen sich meist auch Versorgungspunkte befinden. Ein gro\u00dfer Teil der Strecke f\u00fchrt direkt durch die &nbsp;Weing\u00fcter des Beaujolais, weiterhin durch einige Waldgebiete, landschaftlich sehr sch\u00f6n und abwechslungsreich.<!--more--><\/p>\n<p>In diesem Jahr hatte Michas Verein, der <a href=\"http:\/\/tsvkuppingen.de\/lauftreff\/site\/\" target=\"_blank\">TSV Kuppingen<\/a>, ebenso wie 2012 eine Vereinsfahrt zum Marathon du Beaujolais geplant. Damals, vor vier Jahren, fuhren wir gemeinsam mit dem Kuppinger Bus. Die Fahrt war bei den Kuppinger Teilnehmern anscheinend noch in sehr guter Erinnerung und es hatte sich offenbar herumgesprochen, dass die Atmosph\u00e4re bei diesem Marathon eine ganz besondere ist. Jedenfalls &nbsp;waren alle 50 verf\u00fcgbaren Sitzpl\u00e4tze im Bus ausgebucht, so dass einige Mitstreiter, so wie Micha und ich, mit einem PKW nachreisen mussten. Das Hotel in der Innenstadt von Villefranche-sur-Sa\u00f4ne war aber f\u00fcr alle vorab gebucht.<\/p>\n<p>Clivia, die Cheforganisatorin des TSV, hatte uns im Vorfeld per Mail mit aktuellen Informationen zur Reise informiert und f\u00fcr alle (auch f\u00fcr Gudrun und mich) spezielle Eventshirts der Kuppinger \u201eMondf\u00e4nger\u201c als \u00e4u\u00dferes Erkennungszeichen aller Teilnehmer beschafft.<\/p>\n<p>Bereits am Donnerstag fuhren Gudrun und ich mit der Bahn von Rostock nach Stuttgart. Wir kamen, bis auf eine kleine Versp\u00e4tung von einer halben Stunde \u201ewegen K\u00fche auf den Gleisen\u201c (so die Info im ICE), relativ p\u00fcnktlich an dem durch die Presse weithin bekannten Stuttgarter Hauptbahnhof an. Micha erwartete uns bereits hier. Abends gingen wir noch einmal zu Michas Lieblings-Griechen und dann war Taschenpacken angesagt.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag machten wir uns nach einem gem\u00fctlichen Fr\u00fchst\u00fcck mit dem Auto in das ca. 600 km entfernte Villefranche-sur-Sa\u00f4ne auf. Zu diesem Zeitpunkt war der Kuppinger Reisebus bereits knapp zwei Stunden unterwegs; er sollte aber voraussichtlich erst nach uns in Villefranche-sur-Sa\u00f4ne sein, denn der Busfahrer musste schlie\u00dflich seine Lenk- und Pausenzeiten einhalten. Au\u00dferdem war f\u00fcr die Busreisenden ein kleiner Abstecher nach Besan\u00e7on eingeplant.<\/p>\n<p>Das Wetter auf der Fahrt war sehr ungem\u00fctlich: st\u00fcrmischer und b\u00f6iger Wind, fast wie an der K\u00fcste, und Regen, der zweitweise wie aus Eimern herunterkam. Die Scheibenwischer schafften es kaum noch. Solch ein Wetter wollten wir beim Marathon am n\u00e4chsten Tag nun wirklich nicht haben!<\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag trafen wir vor dem Reisebus am Hotel in Villefranche-sur-Sa\u00f4ne ein und bezogen unsere Zimmer. Eine knappe Stunde nach uns parkte dann auch der gro\u00dfe Reisebus des TSV Kuppingen vor dem Hotel. Wie uns die Kuppinger erz\u00e4hlten, waren sie in Besan\u00e7on von einem heftigen Regenschauer \u00fcberrascht worden und waren allesamt bis zu den Knien patschnass geworden.<\/p>\n<p>Gegen 18 Uhr fuhren wir alle mit dem Kuppinger Bus zum Expo-Park. Hier war die Startnummernausgabe und Marathonmesse, ab &nbsp;19 Uhr die Pasta-Party stattfinden.&nbsp;<\/p>\n<p>Clivia hatte f\u00fcr den TSV Kuppingen bereits vorab alle Startnummern erhalten und teilte diese nun im Eingangsbereich der Expo aus. In der Halle hatten einige Laufveranstalter, wie z.B. der Marathon du Medoc, ihre St\u00e4nde bezogen und boten, neben Informationen, regionale Weine sowie kleine Snacks zur Verkostung an.<\/p>\n<p>Bevor es weiter zu den anderen Messest\u00e4nden ging, sollte ein Gruppenfoto gemacht werden, nat\u00fcrlich mit den speziellen Kuppinger Laufshirts. Und selbstverst\u00e4ndlich wurde es letztendlich eine ganze Fotoserie.<\/p>\n<p>Lauf-Shirt und Marathonbeutel wurden wie \u00fcblich hier in der Halle an die Teilnehmer verteilt. Neu war, dass es die Flasche \u201eBeaujolais nouveau\u201c ebenfalls heute schon gab. In den Vorjahren wurde diese den Teilnehmern erst nach dem Zieleinlauf \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns als Gruppe war es jedoch anders geregelt: alle Sachen, d.h. Beutel, Shirt und Weinflasche f\u00fcr jeden Teilnehmer, befanden sich bereits im Bus und wurden sp\u00e4ter am Hotel verteilt.<\/p>\n<p>So konnten wir also gleich, ohne weiteres Gep\u00e4ck, gemeinsam zur Pasta-Party einr\u00fccken. Auf der B\u00fchne waren eine S\u00e4ngerin und zwei DJ`s, die auf der B\u00fchne f\u00fcr Stimmung sorgen sollten. Die Tanzfl\u00e4che f\u00fcllte sich recht schnell. Der erste Gang, ein Nudel-Fisch-Salat, wurde derweil serviert und die Gl\u00e4ser mit \u201eBeaujolais primeur\u201c gef\u00fcllt, auf Wunsch mit etwas Cassis gemischt. Naja, der Hauptgang, eine Lasagne, war nicht unbedingt das, was man allgemein unter franz\u00f6sischer K\u00fcche versteht. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Ein paar T\u00e4nzchen wurden noch auf das Parkett gelegt. Gerade, als der Nachtisch serviert wurde, mussten wir leider schon alle aufbrechen, denn f\u00fcr den Busfahrer tickte der Fahrtenschreiber. &nbsp;Mein St\u00fcckchen Kuchen packte ich schnell noch in eine Serviette, w\u00e4hrend bei unserem Ausmarsch gerade \u201eSantiano\u201c auf Franz\u00f6sisch angestimmt wurde.<\/p>\n<p>Vor dem Hotel gab es dann anschlie\u00dfend noch eine kleine Busparty. F\u00fcr uns drei Marathonis, au\u00dfer Micha und mir war es noch Hagen, wurde es aber Zeit ins Bett zu gehen, denn wir starteten bereits um 9:00 Uhr in Fleurie, d.h. wir mussten schon kurz nach sechs Uhr aufstehen. &nbsp;Alle anderen starteten sp\u00e4ter direkt in Villefranche: die Halbmarathonis um 12:00 Uhr, die Starter \u00fcber 12 km um 14:00 Uhr, konnten also ausschlafen.<\/p>\n<p>Morgens fuhren wir zu f\u00fcnft mit Michas Auto direkt nach Fleurie. So ersparten wir uns die Fahrt vom Bahnhof zur Expo und von der Expo mit dem Shuttle zum Marathonstart, war f\u00fcr uns auch etwas bequemer. Neben uns drei Marathonis und Silvia fuhr noch Hagens Frau Katrin, die den ersten Marathonstart ihres Mannes nicht verpassen wollte, mit.<\/p>\n<div id=\"attachment_132959\" style=\"width: 983px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/connect.garmin.com\/modern\/activity\/1453744742\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-132959\" class=\"wp-image-132959 size-full\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-11-19-MarathonDuBeaujolais-connect.jpg\" alt=\"2016-11-19-marathondubeaujolais-connect\" width=\"973\" height=\"702\" srcset=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-11-19-MarathonDuBeaujolais-connect.jpg 973w, https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-11-19-MarathonDuBeaujolais-connect-300x216.jpg 300w, https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2016-11-19-MarathonDuBeaujolais-connect-768x554.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 973px) 100vw, 973px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-132959\" class=\"wp-caption-text\">12. Marathon du Beaujolais von Fleurie nach Villefrance s. Sa\u00f4ne<\/p><\/div>\n<p>Von Gudrun verabschiedeten wir uns vor dem Hotel, machten nat\u00fcrlich noch ein Foto. Jetzt sahen wir noch erholt aus. Mal sehen, wir bei km 35 in H\u00f6he Ch\u00e2teau Talanc\u00e9 aussehen w\u00fcrden. Das war unser n\u00e4chster Treffpunkt. Gudrun hatte sich vorgenommen, mitsamt Fotoausr\u00fcstung bis dahin zu wandern. Dies war auch der Punkt, ab dem die Marathon- und Halbmarathonstrecke zusammenliefen.<\/p>\n<p>Kurz nach acht Uhr trafen wir in Fleurie ein. Ein recht ungem\u00fctlicher Wind bei k\u00fchlen Morgentemperaturen schlug uns entgegen, zumindest regnete es aber nicht. Wir sahen zu, schnell in die warme Sporthalle zu kommen. Hier hielten sich schon viele der knapp 2.000 Marathonis aus mehr als 50 Nationen auf. Es ist also wirklich ein Marathon international du Beaujolais!<\/p>\n<p>Auch Silvia und Katrin schafften es durch die eigentlich als Ausgang vorgesehene T\u00fcr mit in die Sporthalle. Hier herrschte schon eine tolle Stimmung unter den Marathonis. Viele hatten sich aufwendig und originell kost\u00fcmiert. Ganze Gruppen waren beispielsweise als Kellner, Turtels oder Fr\u00f6sche verkleidet, andere Teilnehmer liefen als Clowns, Ritter oder Superm\u00e4nner herum. Und es waren ziemlich viele oder Marilyn Monroes anwesend. Nat\u00fcrlich durfte auch, wie in jedem Jahr, \u201eJesus\u201c mit seinem gro\u00dfen Kreuz nicht fehlen.<\/p>\n<p>Micha und Hagen trugen das Mondf\u00e4nger-Eventshirt; ich dagegen bevorzugte das grellbunte Shirt vom Mitteldeutschen Marathon, denn dieses f\u00e4llt immer besonders gut in der Masse hervor. Meine &nbsp;gr\u00fcne M\u00fctze durfte nat\u00fcrlich auch nicht fehlen. So sollte mich Gudrun auch schon von Weitem sicher erkennen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/gallery\/2016-11-19-marathon-beaujolais-live\/DSC08245.jpg\" alt=\"DSC08245\"><\/p>\n<p>Ca. 20 Minuten vor dem Start brachen wir gemeinsam auf. Auf dem Weg zum Start staunten wir nicht schlecht, dass wir Carla und Frederik mit ihrer kleinen Tochter trafen. Nach einer kurzen Begr\u00fc\u00dfung und einem Foto mit Micha und Silvia gingen wir weiter in Richtung Start. Der Platz war schon gut gef\u00fcllt, von der Trib\u00fcne erklang Musik.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/gallery\/2016-11-19-marathon-beaujolais-live\/DSC08287.JPG\" alt=\"DSC08287\"><\/p>\n<p>Punkt 9:00 Uhr &nbsp;setze sich die Menge langsam in Bewegung. Wir hatten uns bewusst ziemlich weit hinten eingereiht, um nicht vor vornherein das Tempo zu schnell anzugehen.<\/p>\n<p>Hinter der kleinen Wende, kurz nach dem Start, ging es zun\u00e4chst etwas absch\u00fcssig den Weg hinunter und Hagen fragte mich, ob ich irgendwo Katrin und Silvia s\u00e4he. Ich sagte, dass Silvia und Gudrun meist links oben auf der Mauer gesessen hatten, um uns dort zu begr\u00fc\u00dfen und zu fotografieren. So war es dann auch: wenige Meter weiter erblickten wir die beiden und winkten ihnen zu.<\/p>\n<p>Micha lief zu diesem Zeitpunkt kurz hinter uns, hatte aber wenige Meter sp\u00e4ter wieder zu uns aufgeschlossen. Gemeinsam liefen wir nun die ersten drei Kilometer zusammen und versuchten, auf dem schmalen Weg, soweit es m\u00f6glich war, an dem einen und anderen L\u00e4ufer vorbeizukommen, denn das Tempo war selbst mir etwas zu langsam.<\/p>\n<p>Hagen zog als erster von uns das Tempo an und entschwand langsam aus unseren Augen. Ich schlug Micha vor, dass er ruhig sein Tempo laufen solle und auf mich keine R\u00fccksicht nehmen m\u00fcsse, denn ich wollte Micha nicht seine Zielstellung vermasseln. Au\u00dferdem wollte ich selbst den Lauf gut durchstehen und lieber in meinem eigenen Tempo laufen.<\/p>\n<p>So sah ich dann auf den n\u00e4chsten Kilometern, dass sich auch Micha immer weiter von mir entfernte und irgendwann nicht mehr zu sehen war. &nbsp;Ich f\u00fchlte mich gut und genoss die nun langsam herauskommende Sonne. Offensichtlich hatten die Organisatoren wirklich einen guten Draht zu Petrus gehabt: Temperaturen bei angenehmen 10 Grad, Sonnenschein pur und fast absolute Windstille. Was f\u00fcr ein Kontrastprogramm zum vorhergehenden Tag!<\/p>\n<p>Nach knapp f\u00fcnf Kilometern erreichte ich das erste der zahlreichen Ch\u00e2teaus an einer Anh\u00f6he, die vom Regen des Vortages noch ziemlich durchweicht war und z\u00fcckte erst einmal meine Kleinbildkamera, um ein Foto von der sehenswerten Anlage zu machen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/gallery\/2016-11-19-marathon-beaujolais-live\/DSC08301.JPG\" alt=\"DSC08301\"><\/p>\n<p>Nach einer kleinen Erfrischung ging es nun weiter des Weges. Mittlerweile gab es auch kein Gedr\u00e4nge mehr auf der Strecke; jeder konnte nun m\u00fchelos sein pers\u00f6nliches Tempo laufen.<\/p>\n<p>Meinen letzten Marathon hatte ich vor zwei Jahren an gleicher Stelle absolviert und meine Vorbereitungen waren suboptimal gewesen, der l\u00e4ngste Lauf waren mal 26 km vor drei Wochen. Ich ging daher die Strecke mit Respekt an und lief weiter einen Pace zwischen 5:40 und 6 Minuten; lie\u00df mir an den Versorgungspunkten extra Zeit, um in Ruhe zu trinken und etwas Obst zu essen.<\/p>\n<p>Bei km 10 passierte ich dann das wundersch\u00f6ne Ch\u00e2teau de Pizay, welches schon durch die geschnittenen B\u00e4ume im Park besonders ins Auge f\u00e4llt. Klar, dass ich mit der Kamera wieder einige Schnappsch\u00fcsse machte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/gallery\/2016-11-19-marathon-beaujolais-live\/DSC08328.JPG\" alt=\"DSC008328\"><\/p>\n<p>Bis zum Erfrischungspunkt am Ch\u00e2teau de la Terri\u00e8re bei km 15 lief ich weiter gleichm\u00e4\u00dfig mein Tempo von unter 6 min\/km, lie\u00df mir dort zum Trinken viel Zeit.<\/p>\n<p>Im Ch\u00e2teau des Ravatys bei km 17,5&nbsp; probierte ich einige von den zahlreichen Leckereien, die im Weinkeller angeboten wurden. Neben Obst (Bananen, Trockenfr\u00fcchte) gab es K\u00e4se und Salami. Nat\u00fcrlich gab es auch kleine Weinproben, auf die ich aber w\u00e4hrend des Laufes lieber verzichtete.<\/p>\n<p>Jetzt war auch die Halbmarathonmarke bei Village de Charentay erreicht und somit der n\u00e4chste Versorgungspunkt mit dem vollen Verpflegungsprogramm. Langsam kam ich in den Bereich meiner l\u00e4ngsten in diesem Jahr absolvierten L\u00e4ufe und mir wurde langsam klar, dass ich das bisherige Tempo so nicht durchlaufen k\u00f6nnte. So schaltete ich dann bei den n\u00e4chsten Anstiegen lieber in den Sparmodus und genoss die herrliche Landschaft des Beaujolais.<\/p>\n<p>Da auf den folgenden Kilometern bei Lieu dit Charron (km 24), Nuits (km 27) und Arnas (km 30) gleich drei Versorgungspunkte kurz hintereinander folgten, konnte ich jeweils eine kurze Pause einlegen und dann etwas frischer meinen Kurs weiterf\u00fchren.<\/p>\n<p>Mittlerweile hatte sich das Feld schon sehr weit auseinandergezogen. Mitunter sah ich nur einen oder zwei L\u00e4ufer vor mir und staunte, wenn pl\u00f6tzlich in geraden Abschnitten wieder Gruppen von zehn bis zwanzig L\u00e4ufern vor mir auftauchten.<\/p>\n<p>Nach einer Feldweg- und Laubwaldpassage durch die herrliche herbstlich gef\u00e4rbte Landschaft tauchte geradeaus vor mir das Ch\u00e2teau du petite talanc\u00e9 auf. Ich schaute in die Richtung und sah direkt in Blickrichtung Ch\u00e2teau einen Fotografen mit Froschm\u00fctze: das konnte nur Gudrun sein!<\/p>\n<p>Ich lief auf Gudrun zu und begr\u00fc\u00dfte sie kurz. In der Tat war ich nun, sieben Kilometer vor dem Ziel, schon ziemlich geschafft und musste ab und an kurze Gehpausen einlegen. Ich trabte jetzt den Schotterweg zum Ch\u00e2teau langsam weiter; Gudrun lief direkt zum Versorgungspunkt im Schlosshof. So kam es, dass, als ich dort eintraf, Gudrun schon die Kamera in Position gebracht hatte und mich nun am Versorgungspunkt fotografieren konnte. Neben Wasser g\u00f6nnte ich mir jetzt auch ein paar K\u00e4sew\u00fcrfel. Frisch gest\u00e4rkt machte ich mich zur letzten Etappe in Richtung Villefranche-sur-Sa\u00f4ne auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/gallery\/2016-11-19-marathon-beaujolais-live\/DSC08386.JPG\" alt=\"DSC08386\"><\/p>\n<p>Nun stie\u00dfen auch die Halbmarathonis zu uns, die Strecke f\u00fcllte sich mit jedem weiteren Kilometer immer mehr.<\/p>\n<p>Nach einigen H\u00fcgeln ging es nun mehr oder weniger leicht absch\u00fcssig weiter in Richtung Ziel. Meine Beine waren jetzt aber schon schon m\u00e4chtig schwer geworden und die Gehpausen h\u00e4uften sich. Wie schon anfangs geschrieben: ich hatte eine suboptimale Marathonvorbereitung gehabt.<\/p>\n<p>Dort, wo Schlachtenbummler an der Strecke standen und mich mehr oder weniger k\u00e4mpfen sahen, h\u00f6re ich immer wieder \u201eFred, courage!\u201c, was wohl soviel wie \u201eFred, halte durch!\u201c bedeutet. Zumindest habe ich die Rufe so interpretiert. \u00dcbrigens war die Stimmung \u00fcberall an der Strecke einfach super!<\/p>\n<p>Den letzten Versorgungspunkt gab es dann am Lyc\u00e9e Louis Armand. Hier g\u00f6nnte ich mir noch ein St\u00fcckchen Banane und etwas Wasser; dann ging\u2018s gleich weiter. Da das Ziel nun langsam greifbar wurde, raffte ich mich nun noch einmal auf und&nbsp; versuchte die letzten Meter durchzulaufen.<\/p>\n<p>Kurz bevor es in die gut einen Kilometer lange und gerade \u201eRue nationale\u201c ging, wurden an die L\u00e4ufer Luftballons von Brooks mit dem Aufdruck \u201eRun Happy\u201c verteilt und ich griff mir einen. Wenige hundert Meter weiter auf der \u201eRue nationale\u201c standen Kinder am Stra\u00dfenrand und waren ganz erpicht darauf, diese Luftballons von den L\u00e4ufern einzusammeln und ich reichte gerne den Luftballon weiter. Sp\u00e4ter erfuhr ich, dass ich beim Zieleinlauf mit Luftballon ein kostenloses Finisherfoto bekommen h\u00e4tte. Pech gehabt, da nicht aufgepasst! Man bekommt eben nicht alles mit, was so an Aktionen neben dem Marathon l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Wie im letzten Jahr kam mir der Lauf entlang der \u201eRue nationale\u201c einfach endlos vor. Allerdings s\u00e4umten hier, im Herzen von Villefranche-sur-Sa\u00f4ne, tausende Schaulustige und Laufbegeisterte die Strecke und feuerten mich so auf den letzten Metern an. Nach einem kleinen Schwenk war dann endlich auch das Ziel zu sehen und m\u00e4chtiger Trubel ringsum mich. Ich z\u00fcckte meine Kamera und schoss noch ein Bild in Richtung Ziel. Gleich hatte ich meinen ersten Marathon seit zwei Jahren geschafft! Die Zeit von 4:45:40 h laut offizieller Zeitnahme war dabei f\u00fcr mich v\u00f6llig sekund\u00e4r.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/gallery\/2016-11-19-marathon-beaujolais-live\/DSC08391.JPG\" alt=\"DSC08391\"><\/p>\n<p>Im Ziel wurden die Marathonis und Halbmarathonis wieder aufgeteilt, denn die Umkleide- und Versorgungspunkte f\u00fcr beide Distanzen waren an verschiedenen Orten.<\/p>\n<p>Ich durfte gleich in die Tiefgarage unter der Markthalle gehen und bekam auf dem Weg dorthin gleich eine W\u00e4rmefolie, Wasser und, nicht zu vergessen, meine wohlverdiente Marathonmedaille.<\/p>\n<p>Nach etwas Br\u00fche und einer kleinen Verschnaufpause machte ich mich auf den Weg ins Hotel, um mich dort zu duschen und umzuziehen.<\/p>\n<p>Am Abend, nachdem alle Wettk\u00e4mpfe abgeschlossen waren, gab es traditionell vor dem Rathaus eine Lichtershow und ein Feuerwerk. Der TSV KUppingen hatte zudem noch ein gemeinsames franz\u00f6sisches Abendessen organisiert. Hier gab es Gelegenheit, die Erlebnisse des Tages auszuwerten.<\/p>\n<p>Bevor es f\u00fcr die Kuppinger am Sonntag dann wieder in Richtung Heimat ging, gab es vorher noch eine Weinverkostung auf einem Weingut. Hier konnten wir verschiedene Weine aus dem Beaujolais testen und einiges \u00fcber den Wein erfahren. Als Imbiss gab es Baguette, diverse K\u00e4sesorten, Pasteten und Schinken in H\u00fclle und F\u00fclle dazu. Die Weinverkostung war ein gelungener Abschluss!<\/p>\n<p>Der Beaujolais-Marathon war auch in seiner 12. Auflage wieder ein tolles und gut organisiertes Laufevent. Vielen Dank an die dufte Truppe des <a href=\"http:\/\/tsvkuppingen.de\/lauftreff\/site\/\" target=\"_blank\">TSV Kuppingen<\/a> f\u00fcr die Aufnahme ins Team und das gut organisierte Rahmenprogramm!<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" class=\"ytplayer\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/kCZDV1Qo_48\" width=\"380\" height=\"250\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.sprintefix.de%2F%3Fp%3D132954&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px;margin-top:5px;\"><\/iframe>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Link zur Bildergalerie Micha und ich liefen im letzten Jahr erstmalig \u201enur\u201c den Halbmarathon; in den vorhergehenden Jahren war es stets der Marathon gewesen. Jetzt, 2016, waren wir uns aber sehr schnell einig geworden, doch lieber wieder die volle Marathondistanz ab Fleurie in Angriff zu nehmen, denn landschaftlich finden wir beide diese Strecke, die durch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[132],"tags":[122,285,266,155],"class_list":["post-132954","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-berichte-von-laufveranstaltungen","tag-beaujolais","tag-frankreich","tag-marathon","tag-tsv-kuppingen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/132954","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=132954"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/132954\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":148007,"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/132954\/revisions\/148007"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=132954"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=132954"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=132954"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}