{"id":1404,"date":"2010-12-01T18:55:39","date_gmt":"2010-12-01T17:55:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sprintefix.de\/?p=1404"},"modified":"2011-01-17T07:24:36","modified_gmt":"2011-01-17T06:24:36","slug":"darwineum-zaunbau-im-barnstorfer-wald-zerstort-naherholungsgebiet-der-rostocker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=1404","title":{"rendered":"Darwineum &#8211; Zaunbau im Barnstorfer Wald zerst\u00f6rt Naherholungsgebiet der Rostocker"},"content":{"rendered":"<p>Quasi vor unserer Haust\u00fcr geschieht das Unfassbare: Ein kilometerlanger gerade im Bau befindlicher Zaun zerschneidet die Lauf- und Wanderwege im Barnstorfer Wald!<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Das aus Steuer- und Spendengeldern finanzierte Gro\u00dfprojekt <a href=\"http:\/\/www.zoo-rostock.de\/darwineum\/\" target=\"_blank\"><strong>Darwineum<\/strong><\/a> fordert seinen Tribut. Dass sich seit Sommer diesen Jahres etwas im  Barnstorfer Wald tut, hatten wir schon an dem abgeschobenen Waldboden  entlang des Wanderweges in Richtung J\u00e4gerh\u00fctte bemerkt. Jetzt werden  allerdings Tatsachen geschaffen! Ein massiver Zaun zerschneidet das bei  vielen Rostockern beliebte Naherholungsgebiet. Der Zaun wurde fast schon  provokativ mitten auf die Waldwege gesetzt!<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nicht nur Hobbysportler wie wir nutzen seit Jahrzehnten dieses Gebiet. Viele Spazierg\u00e4nger, Walker und L\u00e4ufer haben diese Waldwege seit jeher zur aktiven Freizeitgestaltung genutzt. Ebenso findet man hier viele Leistungssportler (Hansa-Spieler, Triathleten, Short-Tracker etc.), die einen Teil ihres Trainings hier absolvieren.\u00a0 Viele Laufgruppen nutzen den Wald f\u00fcr ihre w\u00f6chentlichen Trainingsrunden.<\/p>\n<p>Am kommenden Sonntag, 05.02.2010, findet bereits zum 10. Mal der Burkhard-Greifenhagen-Gedenklauf in genau diesem Waldst\u00fcck statt. \u00a0Etwa zu letzten Mal an dieser Stelle? Und es ist nicht der einzige Wettkampf, der in hier im Jahr durchgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Auch andere Sportler waren ebenso entsetzt wie wir, als sie von der Zerst\u00f6rung ihrer Trainingsstrecken\u00a0 erfuhren.<\/p>\n<p>Nochmal zur Klarstellung: dass die Gorillas und Orang Utans des Zoos Rostock eine neue Herberge mit mehr Platz und mehr Auslauf bekommen finden wir auch notwendig. Daf\u00fcr wurde seit Jahren bei den Rostockern zur Spendenaktion \u201eSchaffen f\u00fcr die Affen\u201c aufgerufen und sehr viel Geld gesammelt. Auch wir gehen gerne in den Zoo und sind schon lange Jahreskartenbesitzer.<\/p>\n<p><em>Aber muss dieser Gigantismus wirklich sein?<\/em><\/p>\n<p><em>Brauchen die Affen 10 Hektar wertvollen Naherholungsfl\u00e4che die jetzt gerodet und zubetoniert werden sollen?<\/em><\/p>\n<p><em> W\u00e4re nicht auch auf dem bisherigen Zoogel\u00e4nde gen\u00fcgend Platz f\u00fcr die Menschenaffen?<\/em><\/p>\n<p><em>Wurde auch an die zahlreichen Erholungssuchenden au\u00dferhalb des Zoogel\u00e4ndes gedacht? <\/em><\/p>\n<p><em>Muss die Zerschneidung der Wander- und Spazierwege\u00a0 sein?<\/em><\/p>\n<p><strong><em><br \/>\n<\/em>Es muss hier Alternativen f\u00fcr den Erhalt der Laufwege im Barnstorfer Wald geben!<\/strong><\/p>\n<p>Auch die Rostocker B\u00fcrgerschaft scheint nicht viel f\u00fcr Sport \u00fcbrig zu haben. Bereits beim Wohn- und Sportpark am Tannenweg wurden geplante Sportst\u00e4tten zusammengestrichen, die als Ersatz f\u00fcr die durch das neu entstandene Wohngebiet entfallenen Fu\u00dfballfelder urspr\u00fcnglich vorgesehen waren. Jetzt fallen weitere Sportm\u00f6glichkeiten durch das Darwineum ersatzlos weg.<\/p>\n<p>Weiter zum Thema:<\/p>\n<p><strong>Leserbrief an den Blitz-Verlag vom 15.11.2010 &#8222;Zoostadt Rostock&#8220; von Reinhard Wolff:<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><strong><em><span style=\"text-decoration: underline;\">Darwineum f\u00fcr Zoostadt Rostock<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em> <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Mit dem erfolgreichen Motto einer langj\u00e4hrigen PR-Aktion \u201eSchaffen f\u00fcr die Affen\u201c werden die noch derzeitg ann\u00e4hernd tierqu\u00e4lerischen Gefangenschaftsverh\u00e4ltnisse der Gorillas im Rostocker Zoo in den n\u00e4chsten zwei Jahren durch neue Affengehege endlich beendet sein.<\/p>\n<p><strong>Kern-Gegenstand der Initiativen:<\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0 Erweiterung des Rostocker Zoos durch Errichtung eines knapp 27 Mio. \u20ac dotierten Bauprojekts mittels F\u00f6rder-, Kredit- und Spendengeldern auf einer Fl\u00e4che des innerst\u00e4dtischen Barnstorfer Waldes.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0 Es wird eine neuartige Affenzucht entstehen mit attraktiven Tierarten und gro\u00dfz\u00fcgigen Gehegen<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0 in weiteren touristisch hochklassigen Zweckbauten werden Wissensspa\u00df-Animationen vermittelt zur weltweit noch immer hoch emotional diskutierten Evolutionstheorie.<br \/>\nMit Beginn der vorbereiteten Bauma\u00dfnahmen etablierte sich Widerstand in der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p><strong>Kern-Frage:<\/strong> Darf eine innerst\u00e4dtische Waldfl\u00e4che f\u00fcr Baubegehrlichkeiten gleich welcher Art geopfert werden?<\/p>\n<p>Als Ausl\u00f6ser der ersten Proteste gelten Umz\u00e4unungsarbeiten der zu bebauenden Waldfl\u00e4che, in deren Folge durch Wegeabschneidung das Naherholungsgebiet Barnstorfer Wald zerst\u00f6rt wurde.<\/p>\n<p>Die gesamte Rostocker B\u00fcrgerschaft erteilte im Dezember 2010 einstimmig f\u00fcr die innerst\u00e4dtische Waldfl\u00e4che des neu zu errichtenden \u201eDarwineums\u201c Baufreiheit, inklusive Baumf\u00e4llgenehmigung, Betonierung, Umz\u00e4unung und stellte keine Bedingungen (z.B. Ausgleichs-Aufforstung in der Hansestadt, Waldfl\u00e4chen-Nutzungs-Begrenzung f\u00fcr Folgebauten, umgebende Restfl\u00e4chen f\u00fcr Naherholung der Bev\u00f6lkerung aufzuarbeiten etc. etc. ).<\/p>\n<p>Ihre politische und \u00f6kologische Verantwortung f\u00fcr den Erhalt des Waldes ignorierte die B\u00fcrgerschaft damit vollkommen.<\/p>\n<p>Das rechtliche Konstrukt der Waldbaufl\u00e4che zwischen der Hansestadt Rostock als Eigent\u00fcmer und der gemeinn\u00fctzigen Zoo-GmbH (gGmbH), seit 1994 durch Erbbauvertrag als zeitlich<\/p>\n<p>begrenzter Besitzer, spaltet die Meinungen in der Bev\u00f6lkerung (lt. Presseechos, Mangel an Aufkl\u00e4rungabedarf &#8230;).<\/p>\n<p><strong> Hat die B\u00fcrgerschaft im Auftrag ihrer W\u00e4hler richtig gehandelt?<\/strong><\/p>\n<p>Nach einer ersten Online-Umfrage (18.\/19. Dez. 2010, S.10) der regionalen \u201eOstsee-Zeitung\u201c: \u201eSoll das Darwineum gebaut werden?\u201c, entschieden sich\u00a0 \u2154 der Befragten klar daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Allerdings eine zweite Umfrage: \u201eSoll f\u00fcr den Bau des Darwineums eine innerst\u00e4dtische Waldfl\u00e4che geopfert werden?\u201c wurde bisher nicht gestellt !<\/p>\n<p>Die Rostocker B\u00fcrgerschaft hat niemals die Errichtung dieses Bauprojekts an anderer weit besser geeigneter repr\u00e4sentativer Stelle in der Hansestadt (inkl. Stadtteil Warnem\u00fcnde) gepr\u00fcft, um sich sch\u00fctzend vor die Waldfl\u00e4che zu stellen.<\/p>\n<p>Rostocker Sportler, die diese Waldfl\u00e4che als Trainingsst\u00e4tte und Sportvereine als Wettkampfst\u00e4tte mit Hunderten von Teilnehmern nutzten, ergriffen die Initiative und erzwangen\u00a0 mit\u00a0 einer Presseerkl\u00e4rung im Dezember 2010 eine erste ergebnislose Zusammenkunft mit dem Bauherrn.<\/p>\n<p>Sportler und B\u00fcrger sendeten eine erste Adresse an die B\u00fcrgerschaft und den Bauherrn:<\/p>\n<p><strong>Ihre Forderungen: <\/strong> &#8211;\u00a0 Wegeanbindungen wieder herstellen<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0 das gesamte Rest-Umfeld der Wald-Baufl\u00e4che \u201eDarwineum\u201c als Naherholungsgebiet f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung zu erhalten und zu gestalten<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0 Aufforstungs-Ausgleich innerhalb der Hansestadt schaffen<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0die Umz\u00e4unung optimieren und b\u00fcrgerfreundlich neu gestalten<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0 keine weiteren Bauma\u00dfnahmen im innerst\u00e4dtischen Wald mehr zulassen<\/p>\n<p><strong><em>Rostocker Sportler erkl\u00e4rten auf dem Meeting klar und deutlich, sie sind keine Gegener des Bauprojekts \u201eDarwineum\u201c <\/em><\/strong><strong>!<\/strong><\/p>\n<p>Rostocker Sportler sind die kleinste Gruppe der naherholungssuchenden Nutzer des innerst\u00e4dtischen Barnstorfer Waldes.<\/p>\n<p>Ein zweites Zusammentreffen mit dem Bauherrn und den Kritikern dieses Bauvorhabens ist f\u00fcr Ende Januar 2011 vorgesehen.<\/p>\n<p>Bei weiterer Uneinigkeit bahnt sich langfristig eine juristische \u00dcberpr\u00fcfung an.<\/p>\n<p>Der gesamte Komplex der betriebswirtschaftlichen Folgekosten, im Fall negativer Wirtschaftlichkeit, der letztendlich von der Hansestadt aufgefangen werden muss, spielte in der<\/p>\n<p>\u00f6ffentlichen Berichterstattung und Diskussion bisher eine nur untergeordnete Nebenrolle, die Stadtparlamentarier halten sich auffallend bedeckt.<\/p>\n<p>Groteske Formen, f\u00fcr die meisten Rostocker vermutlich unverst\u00e4ndlich, der bisher \u00f6ffentlich bekannten Finanzakrobatik zwangen den parteifreien Oberb\u00fcrgermeister der Hansestadt ein \u201eBremsman\u00f6ver\u201c einzuleiten:<\/p>\n<p>Professionelle Pr\u00fcfer eines externen Wirtschaftsunternehmens, deren Auftragsaufwand 100 000,- \u20ac weit \u00fcberschreiten wird, sollen helfen, permanente Kostensteigerungen f\u00fcr die gesamte Bauphase abzuwehren.<\/p>\n<p><strong>Erstes Fazit: <\/strong><\/p>\n<p>Baufreigabe einer innerst\u00e4dtischen Waldfl\u00e4che in der Hansestadt Rostock durch seine gew\u00e4hlten Stadtparlamentarier d\u00fcrfte deutschlandweit als schwere Pflichtverletzung gebranntmarkt sein und EU-weit heutzutage einen \u00f6kokriminellen Akt darstellen.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgerschaft der Hansestadt Rostock setzt mit dem Bauprojekt \u201eDarwineum\u201c im innerst\u00e4dtischen Wald einen Entwicklungs-Fix-Punkt des Jahrgangs 2010\/2011 f\u00fcr \u00f6kologische Sensibilit\u00e4t, \u00f6kologisches Handeln, politisch-\u00f6kologische Verantwortung \u2026 auch und gerade nach den Protokollen der vielen UN-Weltklimakonferenzen \u00fcber \u2026 Kyoto bis Canc\u00fan \u2026 bei denen Waldschutz\u00a0 jeweils eine herausragende Rolle spielte.<\/p>\n<p>Diese Signale sind im B\u00fcrgerschaftssaal des Rostocker Rathauses bisher nicht angekommen.<\/p>\n<p><em>Zum\u00a0 LINK <\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.tanzdasleben.de\/Darwineum-fuer-Zoostadt-Rostock\/Darwineum-fuer-Zoostadt-Rostock.html\" target=\"_blank\"><strong>http:\/\/www.tanzdasleben.de\/Darwineum-fuer-Zoostadt-Rostock\/Darwineum-fuer-Zoostadt-Rostock.html<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Reinhard Wolff<\/p>\n<p>02. Jan. 2011<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rostock-heute.de\/darwineum-rostock\/\">http:\/\/www.rostock-heute.de\/darwineum-rostock\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ostsee-zeitung.de\/rostock\/index_artikel_komplett.phtml?param=news&amp;id=2965381\" target=\"_blank\">Artikel in der Ostsee-Zeitung vom 24.11.2010 &#8222;Darwineum ist neues Finanzrisiko f\u00fcr die Stadt&#8220;<\/a><\/p>\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.sprintefix.de%2F%3Fp%3D1404&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px;margin-top:5px;\"><\/iframe>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quasi vor unserer Haust\u00fcr geschieht das Unfassbare: Ein kilometerlanger gerade im Bau befindlicher Zaun zerschneidet die Lauf- und Wanderwege im Barnstorfer Wald! 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