{"id":16322,"date":"2014-08-02T12:12:11","date_gmt":"2014-08-02T10:12:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sprintefix.de\/?p=16322"},"modified":"2014-08-02T12:14:18","modified_gmt":"2014-08-02T10:14:18","slug":"aktion-edelweiss-ein-gastbericht-von-klaus-kinski","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=16322","title":{"rendered":"Aktion Edelwei\u00df &#8211; ein Gastbericht von Klaus Kinski"},"content":{"rendered":"<p><div id=\"attachment_16324\" style=\"width: 508px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Klaus-Davos2014.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-16324\" class=\"wp-image-16324\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Klaus-Davos2014.jpg\" alt=\"Klaus-Davos2014\" width=\"498\" height=\"374\" srcset=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Klaus-Davos2014.jpg 800w, https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Klaus-Davos2014-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 498px) 100vw, 498px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-16324\" class=\"wp-caption-text\">Andy, Klaus und J\u00f6rg vor dem Start zum Swissalpine in Davos<\/p><\/div><br \/>\n\u201eDer Swissalpine ist nun langsam mal f\u00e4llig\u201c, meinte mein Lauffreund Andy vor einiger Zeit.<br \/>\nAlso fuhren wir hin zur 29. Auflage des legend\u00e4ren Swiss-Alpine-Marathons ins schweizerische Davos.<br \/>\nJ\u00f6rg, ein Lauffreund und Trainingspartner aus meinem Ort kam ebenfalls mit. Beide meldeten sich f\u00fcr die K\u00f6nigsdistanz, den K78 mit 78 km L\u00e4nge und bis zu 2700 m H\u00f6he.<!--more--><br \/>\nSchade, da\u00df J\u00f6rgs Frau aufgrund dienstlicher Belange ihre Teilnahme absagen musste, jedoch nach der Gr\u00f6\u00dfe seiner Reisetasche zu urteilen, muss er sie wohl doch mitgehabt haben.<br \/>\nIch fuhr als Coach mit und wollte beide auf den ersten Kilometern laufend begleiten, hatte ich doch vor einigen Jahren den K78 sechs Mal infolge absolviert. Mir alles nochmal in Ruhe anzusehen, das war meine Absicht, denn als Wettk\u00e4mpfer ist das nur eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Als h\u00e4tte der Starter um 07.00 Uhr Ortszeit ein Loch in den Himmel geschossen, begann es zu regnen und es war kalt, keine 10\u00b0C und auf dem Berg noch weniger. Das Tante-Emma-Badewetter der Vortage war verschwunden.<\/p>\n<p>Schon auf der Dorfrunde nach vier Kilometern stellte ich fest, da\u00df ich mit J\u00f6rg nicht mithalten konnte und lie\u00df ihn laufen, wollte er doch eine Zeit unter zehn Stunden schaffen, jedoch in erster Linie aber den Lauf \u00fcberhaupt \u00fcberstehen.<br \/>\nDie Strecke verlief hinter Davos anders als zu meiner Zeit. Es ging gleich ins Gel\u00e4nde.<br \/>\nIch wartete auf Andy. Er f\u00fchlte sich gut und war zuversichtlich. Ich machte einige Fotos von ihm und der L\u00e4uferschar, die sich wie ein Lindwurm durch die imposante Bergwelt schl\u00e4ngelte.<\/p>\n<p>In Monstein, bei Kilometer 18, sprang ich in den gerade ankommenden Zug der Rh\u00e4tischen Bahn und war froh, dem Regen und der K\u00e4lte entronnen zu sein und fuhr zur\u00fcck in die Unterkunft nach Davos. Eine hei\u00dfe Dusche erweckten meine Lebensgeister wieder.<br \/>\nDabei dachte ich an J\u00f6rg und Andy, die unter sich unter widrigen Bedingungen durch die Bergwelt k\u00e4mpften.<br \/>\nDurch den SMS-Service des Veranstalters war ich \u00fcber ihre jeweilige Position halbwegs informiert.<br \/>\nGegen 14.00 Uhr ein leises Klopfen an der Zimmert\u00fcr: Andy begehrte Einlass. Halb erfroren und v\u00f6llig durchn\u00e4sst stand er vor mir. Die Bedingungen zwangen ihn, sich f\u00fcr den C42, den Marathon, werten zu lassen. Er hatte einfach \u201eumgebucht\u201c. Mir erging es 2003 ebenso und es war eine vern\u00fcnftige Entscheidung im Interesse der Gesundheit und Sicherheit.<br \/>\nAndy erholte sich schnell und wir dachten an J\u00f6rg. Wie mag es ihm inmitten der Bergwelt des Piz Kesch ergehen? Die letzte Meldung durch den Service kam von der Keschh\u00fctte. Also war er bereits oben. Ausgehend von meiner damaligen Laufzeit rechnete ich mit seiner Zielankunft gegen 18.00 Uhr.<br \/>\nAls ich gegen 17.00 Uhr ins Stadion kam h\u00f6rte ich bereits den Stadionsprecher seinen Namen rufen. Mit knapp \u00fcber 10 Stunden lief er durchs Ziel. Klasse! Klasse, den Lauf unter diesen Bedingungen \u00fcberhaupt \u00fcberstanden zu haben.<\/p>\n<p>2015 erlebt der Swissalpine, der gr\u00f6\u00dfte und h\u00e4rteste Ultraberglauf der Welt, seine 30. Auflage. J\u00f6rg und Andy werden laufend dabei sein.<\/p>\n<p>Ach ja, unser Abenteuer benannten wir nach einem hochalpinen Gew\u00e4chs, dem Edelwei\u00df, das wir jeder als Andenken an dieses Erlebnis mitbrachten.<\/p>\n<p>Es ist gut, da\u00df man solche Abenteuer und Erlebnisse nicht einfach kaufen kann. Sie zu erleben erfordert eine ganz bestimmte Pers\u00f6nlichkeit, die am langj\u00e4hrigen Training bei Hitze, K\u00e4lte, Wind und Regen nicht gescheitert ist. Von Einhundert schaffen das vielleicht zwei oder drei, so wie J\u00f6rg und Andy.<\/p>\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.sprintefix.de%2F%3Fp%3D16322&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px;margin-top:5px;\"><\/iframe>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDer Swissalpine ist nun langsam mal f\u00e4llig\u201c, meinte mein Lauffreund Andy vor einiger Zeit. Also fuhren wir hin zur 29. Auflage des legend\u00e4ren Swiss-Alpine-Marathons ins schweizerische Davos. J\u00f6rg, ein Lauffreund und Trainingspartner aus meinem Ort kam ebenfalls mit. 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