{"id":180729,"date":"2017-11-28T06:24:03","date_gmt":"2017-11-28T05:24:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=180729"},"modified":"2017-11-28T06:24:03","modified_gmt":"2017-11-28T05:24:03","slug":"13-marathon-international-du-beaujolais-am-18-11-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=180729","title":{"rendered":"13. Marathon International du Beaujolais am 18.11.2017"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php\/nggallery\/galleries\/2017-11-18-13-Beaujolais-Marathon?page_id=149829\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/gallery\/2017-11-18-13-beaujolais-marathon\/IMG_0459.JPG\" alt=\"IMG_0459\" width=\"1000\" height=\"667\"><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Link zur Bildergalerie<\/p><\/div>\n<p>Schon vier Mal hatte ich den Marathon, der von Fleurie nach Villefranche-sur-Sa\u00f4ne f\u00fchrt, absolviert sowie einmal den Halbmarathon, der damals, vor zwei Jahren, noch in Arnas startete. &nbsp;Nicht nur wegen der zahlreichen Ch\u00e2teaus, Weinkeller und der Streckenf\u00fchrung durch die Weinberge macht der Lauf Spa\u00df; einen weiteren Anteil haben daran auch die vielen L\u00e4ufer, die sich aufw\u00e4ndig kost\u00fcmieren und unterwegs viel Fez machen. Gute Stimmung ist garantiert, die Zeit eigentlich egal. Der Lauf ist, zumindest f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Teilnehmer, eben mehr ein Spa\u00dflauf.<!--more--><\/p>\n<p>Somit war es keineswegs verwunderlich, dass es uns auch in diesem Jahr wieder ins Beaujolais zog. Der Marathon ist \u00fcbrigens eingebettet in die Festwoche f\u00fcr den Beaujolais Nouveau, den ganz frischen Wein des Jahres. Daf\u00fcr ist das Beaujolais auch weltweit bekannt. Auf der R\u00fcckfahrt hatten wir in einer Schweizer Zeitung gelesen, dass sogar in Tokio auf den neuen Beaujolais angesto\u00dfen wurde.<\/p>\n<p>Micha und ich hatten uns diesmal f\u00fcr den Halbmarathon entschieden. Dieser Kurs hatte einen ganz entscheidenden Vorteil: erstmalig lagen sowohl Start als auch Ziel in Villefranche, beides nur wenige Minuten von unserem gebuchten Hotel entfernt. So hatten wir die M\u00f6glichkeit, am Morgen des Laufs richtig auszuschlafen und uns viel Zeit beim Fr\u00fchst\u00fcck zu lassen, da der Bus-Shuttle zum Start entfiel (= Zeitersparnis), und nach dem Lauf gleich die Dusche in unserem Hotelzimmer zu nutzen. Ist doch eigentlich perfekt, oder nicht?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich freuten Gudrun und ich uns auch auf das Wiedersehen mit Silvia und Micha. Am Donnerstag trafen wir bei ihnen zu Hause ein, am folgenden Tag ging es gemeinsam in Richtung Beaujolais weiter: \u00fcber Freiburg im Breisgau, M\u00fchlhausen und Beaune, der Hauptstadt der Bourgogne. Das Reisewetter war, im Gegensatz zum letzten Jahr mit Sturm und Regenschauern, ziemlich optimal. Wir kamen gut durch und trafen am sp\u00e4ten Freitagnachmittag bei Silvias Bruder Wilfried und seiner Frau Laurence ein. Hier munterten wir uns erst einmal mit einem Kaffee auf, bevor wir uns gemeinsam mit Laurence zur Marathonmesse aufmachten, um unsere Startunterlagen abzuholen.<\/p>\n<p>Auf der Messe war, wie \u00fcblich, alles perfekt organisiert und nach einer kurzen \u00dcberpr\u00fcfung der Personalien und der Anmeldeunterlagen hielten wir unsere Startnummern in der Hand. Viel Zeit hatten wir aber diesmal nicht, um uns an den St\u00e4nden umzuschauen und Wein zu verkosten, denn um 19 Uhr war bereits ein Tisch beim Italiener in Villefranche reserviert. Dort stie\u00df dann etwas sp\u00e4ter auch Wilfried zu uns. Wir nutzten die Zeit, um die neuesten Neuigkeiten auszutauschen, denn wir hatten uns eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Wir mussten auch nicht zusehen, dass wir fr\u00fch ins Bett kamen, denn unser Start sollte erst um zw\u00f6lf Uhr erfolgen. Im Vorjahr hie\u00df es f\u00fcr den Marathon, kurz nach sechs Uhr aufzustehen, um den Shuttle in das ungef\u00e4hr 40 km entfernte Fleurie erreichen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Samstagfr\u00fch: Gudrun hatte im Vorfeld die Strecke online studiert und sich einen Plan gemacht, wie sie \u201eihre\u201c L\u00e4ufer (dazu geh\u00f6rten neben Micha und mir auch Laurence, Philippe und Carla) an verschiedenen Standorten erwischen konnte. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck brach Gudrun gleich auf und hatte als Erkennungszeichen wieder die \u201eFroschm\u00fctze\u201c auf. Das ist immer ein gutes Erkennungszeichen, sch\u00f6n auff\u00e4llig. Diese gr\u00fcne Kopfbedeckung, und auch meine Schottenm\u00fctze, hatten wir bei unserem ersten Marathon du Beaujolais auf der Marathonmesse gekauft.<\/p>\n<p>Silvia, Micha und ich schauten uns nach dem Fr\u00fchst\u00fcck zun\u00e4chst einmal den Zielbereich in der N\u00e4he des Rathauses an. Eine Stra\u00dfe weiter war die Startlinie des Halbmarathons. Bereits gegen zehn Uhr wanderten zahlreiche Sportfreunde in Richtung des Startbereiches. Bis zum Start waren es noch fast zwei Stunden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WhatsApp-Image-2017-11-18-at-18.04.06.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-181972\" src=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WhatsApp-Image-2017-11-18-at-18.04.06.jpg\" alt=\"\" width=\"563\" height=\"750\" srcset=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WhatsApp-Image-2017-11-18-at-18.04.06.jpg 563w, https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WhatsApp-Image-2017-11-18-at-18.04.06-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 563px) 100vw, 563px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nachdem wir dann alles in Ruhe inspiziert hatten, gingen wir wieder zur\u00fcck zum Hotel, denn wir hatten uns dort um elf Uhr mit Laurence, Carla und Philippe verabredet. Damit Gudrun mich schon aus der Ferne erkennen sollte, hatte ich mir wieder mein knallbuntes Shirt vom \u201eMitteldeutschen Marathon\u201c \u00fcbergestreift und auch meine Schottenm\u00fctze mit Haaransatz dabei. Bei einigen L\u00e4ufen in der \u00dcbergangszeit hatten sich meine \u00c4rmlinge gut bew\u00e4hrt und da die Temperaturen doch noch recht frisch waren, so um die 5-6 \u00b0C, streifte ich mir diese als W\u00e4rmeschutz \u00fcber.<\/p>\n<p>Als wir dann gegen Viertel nach elf Uhr gemeinsam mit Laurence, Carla und Philippe um die Ecke zum Halbmarathonstart kamen, staunten wir nicht schlecht, denn es hatte sich eine riesige L\u00e4uferschar vor der Kontrollstelle gebildet. Die Sicherheitsvorkehrungen waren hier enorm. An so etwas hatten wir \u00fcberhaupt nicht gedacht. Es ging hier gef\u00fchlt nicht vorw\u00e4rts; erst zwei, drei Minuten vor Zw\u00f6lf, also ganz kurz vor dem Start, passierten wir nach gr\u00fcndlicher Leibesvisitation den Kontrollposten. Bis zur Startlinie waren es allerdings noch einige hundert Meter. Einige L\u00e4ufer waren noch damit besch\u00e4ftigt, ihre Kleiderbeutel abzugeben. Micha und ich nutzen noch die Gelegenheit, die bereitstehenden WC\u00b4s aufzusuchen. Aber trotzdem lief hier alles vollkommen entspannt ab und bis wir dann endlich die Startlinie erreicht hatten, waren bereits sechs Minuten seit dem Start vergangen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WhatsApp-Image-2017-11-18-at-18.06.36.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-181975\" src=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WhatsApp-Image-2017-11-18-at-18.06.36.jpg\" alt=\"\" width=\"563\" height=\"750\" srcset=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WhatsApp-Image-2017-11-18-at-18.06.36.jpg 563w, https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/WhatsApp-Image-2017-11-18-at-18.06.36-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 563px) 100vw, 563px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir waren aber keineswegs die letzten Starter. Auch hinter uns dr\u00e4ngten noch zahlreiche kost\u00fcmierte L\u00e4ufer nach. Dabei schienen der Fantasie keine Grenzen gesetzt zu sein. Sogar ein Trupp sowjetischer Jungpioniere mit wei\u00dfer Bluse und rotem Halstuch war dabei.<\/p>\n<div id=\"attachment_180731\" style=\"width: 675px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/connect.garmin.com\/modern\/activity\/2338294899\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-180731\" class=\"wp-image-180731 size-full\" src=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/2017-11-18-13-MarathonduBeaujolais-Garmin.jpg\" alt=\"Link zum Laufprotokoll\" width=\"665\" height=\"685\" srcset=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/2017-11-18-13-MarathonduBeaujolais-Garmin.jpg 665w, https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/2017-11-18-13-MarathonduBeaujolais-Garmin-291x300.jpg 291w\" sizes=\"auto, (max-width: 665px) 100vw, 665px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-180731\" class=\"wp-caption-text\">Link zum Laufprotokoll<\/p><\/div>\n<p>Nur langsam kamen Micha und ich gemeinsam auf den ersten ansteigenden Kilometern in Richtung Gleiz\u00e9 voran. Insgesamt starteten \u00fcbrigens 5.578 Teilnehmer auf der Halbmarathonstrecke.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich am linken Stra\u00dfenrand mein Gl\u00fcck versuchte, den einen oder anderen L\u00e4ufer zu \u00fcberholen, lief Micha mal vor und mal hinter mir. Anscheinend hatte Micha Probleme mit den Schn\u00fcrsenkeln. Obwohl er sich vor dem Start nochmals die Doppelknoten gebunden hatte, l\u00f6sten sich diese immer wieder mal nach nur wenigen Kilometern.<\/p>\n<p>Micha war dadurch manchmal kurz verschwunden, tauchte dann aber kurz danach wieder neben mir auf. Pl\u00f6tzlich rief er: \u201eAh, da ist Gudrun!\u201c Erwartungsgem\u00e4\u00df hatte sie sich am Versorgungspunkt bei km 4 postiert. Wir nahmen wir uns nat\u00fcrlich etwas Zeit, um unseren gemeinsamen Lauf von Gudrun dokumentieren zu lassen und posierten ein kleines bisschen rum. Jetzt zur Mittagszeit hatte sich auch die Sonne durchgek\u00e4mpft und uns wurde auf den folgenden Kilometern richtig warm.<\/p>\n<p>Nach dem Kopfsteinpflaster auf den ersten ansteigenden Kilometern bei Gleiz\u00e9 ging es \u00fcber eine \u00fcberwiegend asphaltierte Strecke immer wieder mal hoch und dann auch mal wieder runter. Micha und ich hatten das Gef\u00fchl, pausenlos am \u00dcberholen zu sein. Dass wir hinten gestartet waren, wirkte sich nun positiv auf die Psyche aus: Einsammeln anderer L\u00e4ufer macht ganz einfach weitaus mehr Spa\u00df als von anderen laufend \u00fcberholt zu werden.<\/p>\n<p>Am Versorgungspunkt bei km 8 ging es durch ein Weingut, wobei hier das W\u00f6rtchen \u201eging\u201c auch ruhig w\u00f6rtlich genommen werden konnte, denn es bildete sich hier bereits vor dem Eingang zum Geh\u00f6ft eine riesige Schlange. Neben dem Wummern der B\u00e4sse der im Weingut aufgebauten DJ-Anlage schoben wir uns \u00e4u\u00dferst langsam weiter voran. Zu meinem Erstaunen gab es im Weingut wirklich nur Wein als Versorgungstrunk, Wasser war hier absolut nicht in Sicht. Somit mussten wir zwangsweise mit Wein vorliebnehmen. Naja, es ist schlie\u00dflich eben auch ein Weinmarathon\u2026<\/p>\n<p>Zunehmend ging es nun immer fl\u00fcssiger voran. Insbesondere bergab (f\u00fcr mich ideal) konnten wir weiterhin einige Positionen gut machen. Ein franz\u00f6sischer Freund von Micha, Max, hatte uns vorab per Mail mitgeteilt, dass er und seine Frau Michelle am Versorgungspunkt bei km 11 in Denic\u00e9 Wasser ausschenken werden. Max und Michelle kannten wir bereits von den L\u00e4ufen der vergangenen Jahre.<\/p>\n<p>Am Versorgungspunkt in Denic\u00e9 hatte Micha den richtigen Blick und die beiden sofort erkannt. Wir begr\u00fc\u00dften sie mit einem herzlichen \u201eBonjour!\u201c (das Wort klappt perfekt!), nahmen einen Schluck Wasser und weiter ging es dann zun\u00e4chst mal leicht bergab.<\/p>\n<p>Micha sch\u00e4tzte ein, dass es ganz gut l\u00e4uft und wir eventuell mit einer Zeit unter zwei Stunden rechnen k\u00f6nnten. Das w\u00e4re, zumindest f\u00fcr mich, eine pers\u00f6nliche Jahresbestzeit. Allerdings war ich mir da noch nicht so sicher, denn es lagen ja noch so einige Kilometer vor uns und meist werde ich auf der zweiten H\u00e4lfte der Strecke langsamer.<\/p>\n<p>Bei Kilometer 12 folgte dann ein recht langgezogener Anstieg mit einigen H\u00f6henmetern. Mit entsprechend kleinen Schritten konnte ich auch diesen Anstieg ganz gut absolvieren und nahm danach wieder mit Micha Schritt auf.<\/p>\n<p>Nun ging es nach einer kurzen Passage geradewegs nach Talanc\u00e9. Dieser Abschnitt ist mir noch sehr gut aus dem Vorjahr in Erinnerung, wo ich nach 33 absolvierten Kilometern schon ziemlich fertig war. Hier in Talanc\u00e9 treffen n\u00e4mlich die Marathonis und Halbmarathonis zusammen. In diesem Jahr lief ich hier mit Micha nat\u00fcrlich fl\u00fcssiger und mit ganz anderer Wahrnehmung. Am Versorgungspunkt direkt vor einem der zwei dort befindlichen Ch\u00e2teaus g\u00f6nnten wir uns etwas K\u00e4se, Obst und Wasser und weiter ging es die gleiche Strecke wie im Vorjahr weiter.<\/p>\n<p>Auf dem etwas absch\u00fcssigen Abschnitt in Richtung Gleiz\u00e9 konnten wir wiederum etliche L\u00e4ufer \u00fcberholen. Einige Marathonis wanderten hier mehr als dass sie liefen. Sie waren von den vorhergehenden Kilometern durch die Weinberge und -keller offensichtlich ziemlich geschafft. Viel besser hatte ich im letzten Jahr sicherlich auch nicht ausgesehen.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich sahen wir Gudrun auf der linken Stra\u00dfenseite und stoppten kurz ab, damit Gudrun uns nochmal gut auf\u2018s Bild bekommt. &nbsp;An der Schule in Gleiz\u00e9 gab es dann knapp vier Kilometer vor dem Ziel nochmal einen Versorgungspunkt. Ich steuerte diesen sofort an; Micha warf schon einen strafenden Blick auf die Uhr und gab mir ein Zeichen, dass die 2-Stunden-Marke noch in greifbarer N\u00e4he sei. Also flotte F\u00fc\u00dfe!<\/p>\n<p>Allerdings merkte ich aber nun auch, wie langsam die Beine schwerer wurden. Durch die Stadt feuerte und trieb mich Micha immer wieder an. Wir \u00fcberholten immer noch einige L\u00e4ufer\u2026<\/p>\n<p>Entlang der absch\u00fcssigen \u201eRue nationale\u201c, die letzten zwei Kilometern lagen vor uns, sah ich pl\u00f6tzlich Silvia auf der linken Seite der Absperrungen und winkte ihr zu. Micha war schon einige Meter vor mir und trieb mich an: \u201eLos, Beeilung!\u201c<\/p>\n<p>Jetzt nur noch einmal um die Kurve und dann war das Ziel in greifbarer N\u00e4he. Ich blickte kurz auf meine Uhr und sah bereits eine Zwei vor dem Doppelpunkt. Nun ja, wir hatten nicht ganz die Zweistundenmarke geknackt, aber es war auf jeden Fall ein toller gemeinsamer Lauf mit Micha gewesen und w\u00fcrde auch eine Jahresbestzeit f\u00fcr mich werden.<\/p>\n<p>Das Ziel erreichten wir zusammen nach genau 2:01:15 h (netto) und wir wurden beim Zieleinlauf gleich vom \u00f6rtlichen Radiosender als Finisher angek\u00fcndigt. Ehe ich wusste wie mir geschah, hatte ich auch schon ein Mikrofon vor der Nase und auf die Frage \u201eDo you speak english?\u201c nuschelte ich irgendetwas von \u201ea little bit\u201c rum. Jedenfalls sagte ich dann noch \u201eI came from Rostock and Micha from Nurfingen, nearby Stuttgart\u201c und \u201eIt was my sixt Marathon du Beaujolais\u201c, worauf der Moderator eine anerkennende Miene machte. Er war von meinen Sprachkenntnissen sicherlich unheimlich beeindruckt\u2026<\/p>\n<p>Kurz darauf trafen Micha und ich auf Philippe, der etwas entt\u00e4uscht schaute, da er au\u00dfer kaltes Wasser keine weitere Verpflegung im Zielbereich f\u00fcr die Halbmarathonis gefunden hatte. Gab es keine oder war sie einfach gut versteckt? Vielleicht bei den Kleiderbeuteln?<\/p>\n<p>Philippe hatte 1:49 h f\u00fcr den Halbmarathon ben\u00f6tigt und wartete nun noch auf Laurence und Carla. Micha und ich gingen allerdings schon mal in Richtung Hotel, denn nach dem Lauf k\u00fchlten wir doch etwas schnell aus. Wir freuten uns schon auf eine hei\u00dfe Dusche.<\/p>\n<p>Trotz der Zeit kurz \u00fcber zwei Stunden war ich mit dem Lauf zufrieden, denn es war f\u00fcr mich mein schnellster Halbmarathon in diesem Jahr geworden. Insbesondere, wenn man die H\u00f6henmeter und die unverschuldeten Wartezeiten ber\u00fccksichtigt, kam doch eine gute Zeit f\u00fcr mich heraus. Und was au\u00dfergew\u00f6hnlich f\u00fcr mich war: die zweite H\u00e4lfte vom Lauf war ich schneller gewesen als in der ersten! Auch Micha hatte Spa\u00df daran gehabt, mit mir mal wieder gemeinsam zu laufen, obwohl f\u00fcr ihn unter Garantie eine deutlich bessere Zeit drin gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns alle wieder etwas frisch gemacht hatten, trafen wir uns im \u201eAyers Rock\u201c einem australischen Pub direkt neben unserem Hotel. Bei einem Bier tauschten wir uns nun \u00fcber unsere Erlebnisse w\u00e4hrend des Laufes aus. Laurence war leider bei km 15 auf schottrigem Untergrund gest\u00fcrzt und hatte sich an der linken Hand und dem Unterarm etwas Haut abgesch\u00fcrft. Zum Gl\u00fcck gab es keine schlimmeren Verletzungen. Sie km trotz alledem nach guten 2:28 h ins Ziel.<\/p>\n<p>Carla, die ihren ersten Halbmarathon absolviert hatte, finishte in 2:34 h und darauf kann sie wirklich stolz sein! \u00dcbrigens starteten insgesamt 12 Australier beim Beaujolais-Marathon in diesem Jahr.<\/p>\n<p>Auch ansonsten hat der 13. Beaujolais-Marathon einige Rekorde gebrochen. Insgesamt gingen \u00fcber alle Strecken (Marathon, Halbmarathon und 13 km) \u00fcber 17.000 Teilnehmer an den Start. Darunter 1.759 Marathonis, 5578 Halbmarathonis und 5353 13 km Starter. Dazu kamen noch 2.000 L\u00e4ufer beim \u201eBeaujolais Colours\u201c, einem Spa\u00dflauf mit vielen Farbbeuteln.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens wird auf den Urkunden und im Classement leider nur die Bruttozeit (und Platzierung) angegeben. Die Nettozeiten gibt es nur im Classement G\u00e9n\u00e9ral unter <a href=\"http:\/\/www.yaka-events.com\/yaka-chrono\/resultats\">http:\/\/www.yaka-events.com\/yaka-chrono\/resultats<\/a> in der Excel-Liste (Spalte \u201eTemps R\u00e9el\u201c). Auf meiner Urkunde ist lediglich die Bruttozeit von 2:07:00 h vermerkt, netto waren es jedoch 2:01:15 h. Sch\u00f6n w\u00e4re es gewesen, wenn auch diese Zeit auf der Urkunde aufgef\u00fchrt worden w\u00e4re.<\/p>\n<p>Mit Micha bin ich mir schon einig: im n\u00e4chsten Jahr laufen wir hier wieder den Halbmarathon. Beaujolais! Beaujolais!<\/p>\n<p>Offizieller Videolink: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=UuHoQfBYow0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier klicken!<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.sprintefix.de%2F%3Fp%3D180729&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px;margin-top:5px;\"><\/iframe>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon vier Mal hatte ich den Marathon, der von Fleurie nach Villefranche-sur-Sa\u00f4ne f\u00fchrt, absolviert sowie einmal den Halbmarathon, der damals, vor zwei Jahren, noch in Arnas startete. &nbsp;Nicht nur wegen der zahlreichen Ch\u00e2teaus, Weinkeller und der Streckenf\u00fchrung durch die Weinberge macht der Lauf Spa\u00df; einen weiteren Anteil haben daran auch die vielen L\u00e4ufer, die sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[441,122,267,322,266],"class_list":["post-180729","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-13-km","tag-beaujolais","tag-halbmarathon","tag-hm","tag-marathon"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/180729","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=180729"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/180729\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":181978,"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/180729\/revisions\/181978"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=180729"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=180729"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=180729"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}