{"id":209542,"date":"2018-11-28T06:35:03","date_gmt":"2018-11-28T05:35:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=209542"},"modified":"2018-11-28T07:10:30","modified_gmt":"2018-11-28T06:10:30","slug":"14-marathon-international-du-beaujolais-in-villefranche-sur-saone-am-17-11-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=209542","title":{"rendered":"14. Marathon International du Beaujolais in Villefranche-sur-Sa\u00f4ne am 17.11.2018"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/index.php\/nggallery\/galleries\/2018-11-17-14-MarathonduBeaujolais?page_id=185357\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/gallery\/2018-11-17-14-marathondubeaujolais\/IMG_0376.JPG\" alt=\"IMG_0376\" width=\"1000\" height=\"666\"><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Link zur Bildergalerie (auf das Foto klicken!)<\/p><\/div>\n<p>Wie schon im Vorjahr hatten Micha und ich uns f\u00fcr den Halbmarathon beim 14. <a href=\"https:\/\/www.marathondubeaujolais.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Marathon du Beaujolais<\/a> angemeldet. Mittlerweile ist dieser Lauf f\u00fcr uns schon zur Tradition geworden. In diesem Jahr startete ich bereits zum siebten Mal hier.<br \/>\nNach einer sehr gemischt und eigentlich mehr oder weniger suboptimal verlaufenen Saison war dies ein sch\u00f6ner H\u00f6hepunkt des Laufjahres. Eine Bestzeit war, in Anbetracht der mangelnden Vorbereitung, nicht zu erwarten und wurde von mir daher erst gar nicht angestrebt. Ich wollte den Lauf, die Stimmung und die Landschaft einfach nur genie\u00dfen. Naja, und auch ein wenig den Wein\u2026<!--more--><br \/>\nUnsere erste Station f\u00fchrte uns aber zun\u00e4chst in die N\u00e4he von Stuttgart, wo Silvia und Micha wohnen. Hierhin fuhren wir ganz entspannt mit der Bahn. Am n\u00e4chsten Tag sollte es dann mit dem Auto nach Frankreich weitergehen. In diesem Jahr hatten wir bereits den einen fr\u00fchen Zug gebucht (war preiswerter und hatte eine bessere Auswahl an Platzkarten) und waren so bereits vor 15 Uhr an unserem Zwischenziel. So hatten wir diesmal Zeit, das kleine St\u00e4dtchen Herrenberg mit seinen vielen alten Fachwerkh\u00e4usern erstmals am Tage in Augenschein nehmen. Wir schafften es auch auf die alte Burg und hatten so noch einen sch\u00f6nen Blick auf das St\u00e4dtchen am Rande des Naturparkes Sch\u00f6nbuch.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen brachen wir dann zu viert nach Frankreich auf. Neben unseren pers\u00f6nlichen Utensilien hatten wir nat\u00fcrlich unsere Laufsachen (kurz und lang) sowie einige Mitbringsel f\u00fcr Laurence und Wilfried dabei. Insbesondere hatten im letzten Jahr die Segelgl\u00e4ser der St\u00f6rtebeker-Brauerei bei Wilfried Eindruck hinterlassen. Die passenden Biere hatten wir nat\u00fcrlich ebenfalls mit. Auf der R\u00fcckfahrt w\u00fcrde der im Koffer freigewordene Platz dann durch Weine aus dem Beaujolais ersetzt werden&#8230;<br \/>\nDie gut 600 km Fahrt bis zur \u201eHauptstadt des Beaujolais\u201c, Villefranche-sur-Sa\u00f4ne, verlief ohne Probleme und so erreichten wir bereits am Nachmittag noch im Hellen unser Ziel. Dass das Hotel in der N\u00e4he von Start und Ziel des Halbmarathons liegt, hatte f\u00fcr uns am Tag des Laufes den enormen Vorteil, dass wir hinterher gleich im Hotel duschen konnten.<br \/>\nAm Abend ging es dann aber erst einmal zur Marathonmesse in ein am Stadtrand liegendes Gewerbegebiet. In diesem Jahr hatte das Motto etwas mit au\u00dfergalaktischen Lebensformen zu tun. Das Thema ist wichtig, damit die L\u00e4ufer wissen, wie sie sich zu kleiden haben. Kost\u00fcmierung ist typisch f\u00fcr einen Weinmarathon. Man sieht daran schon, dass der Spa\u00df im Vordergrund stehen soll. So ist es auch nicht verwunderlich, dass auf der Messe und auch beim Lauf der frische \u201eBeaujolais Nouveau\u201c und andere Weine zur D\u00e9gustation, d.h. zur Verkostung, angeboten werden.<br \/>\nNeben einem im Vorraum der Messehalle geparkten blinkenden UFO befand sich ein Thron, auf dem man sich entsprechend ausstaffieren und fotografieren lassen konnte. Diese Gelegenheit lie\u00dfen wir uns nat\u00fcrlich nicht entgehen.<br \/>\nIn der Halle war bereits alles f\u00fcr die gro\u00dfe Pasta-Party, die gegen 19 Uhr beginnen sollte, hergerichtet. Gleich nebenan konnten wir unsere Startunterlagen abholen. Auf dem Weg dorthin lief uns Alain, der Pr\u00e4sident der \u201eBeaujolais-Runners\u201c und Cheforganisator des Marathons, \u00fcber den Weg. Micha und Alain kennen sich bereits seit dem ersten Marathon, der mit nur wenigen hundert Teilnehmern gestartet war. Mittlerweile sind es etliche Tausende.<br \/>\nUnsere Startnummern und auch die T-Shirts hatten wir bald und Gudrun machte vor der Marathon-Sponsorenwand noch einige Bilder von uns.<br \/>\nWie in den letzten Jahren hatten wieder diverse Marathonveranstalter, Laufshops und auch einige Weinerzeuger ihre St\u00e4nde aufgebaut und luden so zum Verweilen ein. Nachdem wir uns das bunte Treiben eine Weile angeschaut hatten, mal hier und dort Wein probiert sowie einige Souvenirs erworben hatten, brachen wir in Richtung Hotel auf.<br \/>\nZum Abendessen w\u00e4hlten wir, nachdem der Versuch bei einer kleinen Pizzeria mangels vorheriger Reservierung gescheitert war, das Saladier, welches wir bereits aus dem Vorjahr kannten. Dieses etwas versteckte Restaurant hatte uns Michas franz\u00f6sischer Freund Max letztes Jahr empfohlen. Hier hatten wir dank fr\u00fchzeitigem Erscheinen noch das Gl\u00fcck, vier Pl\u00e4tze zu ergattern. Das Essen war, ebenso wie im vergangenen Jahr, wieder sehr gut.<br \/>\nDie Startzeit um 12 Uhr am Samstag war ungewohnt, aber f\u00fcr uns im Prinzip sehr komfortabel. So konnten wir am Morgen in aller Ruhe fr\u00fchst\u00fccken und uns anschlie\u00dfend startklar machen. Gegen\u00fcber dem Marathon ist dies doch sehr entspannt, denn dort h\u00e4tten wir bereits vor sechs Uhr aufstehen und die gut 40 km zum Start mit dem Shuttle-Bus nach Fleurie fahren m\u00fcssen.<br \/>\nGudrun, die sich, wie schon im letzten Jahr, wieder per Pedes auf den Weg machen wollte, musste allerdings schon vor uns aufbrechen, damit sie uns bei km 13 in H\u00f6he Talanc\u00e9 aufs Bild bekommen konnte. Ein paar Fotos von Micha und mir vor dem Lauf machte sie noch kurz, bevor sie dann in Richtung Talanc\u00e9 aufbrach. Die Froschm\u00fctze hatte sie als Erkennungszeichen wieder mit dabei. Silvia \u00fcbernahm in diesem Jahr wiederum die Videokamera, um einige Impressionen von der Strecke einzufangen und nat\u00fcrlich Micha und mich beim Lauf zu filmen.<br \/>\nWir hatten nun noch etwas Zeit zur Entspannung und verabredeten uns, gegen viertel zw\u00f6lf gemeinsam in Richtung Start aufzubrechen. Denn, obwohl der Start nur ca. acht Minuten vom Hotel entfernt ist, hatten wir doch im letzten Jahr durch die sich lang dahinziehenden Kontrollen am Checkpoint m\u00e4chtig zu tun, um noch rechtzeitig in den Starterblock zu kommen.<br \/>\nLauftechnisch entschieden wir uns in diesem Jahr f\u00fcr lange Laufsachen, denn mit 5 \u00b0C war es doch recht frisch am Morgen. Damit Gudrun mich schon aus der Ferne erkennen sollte, hatte ich wieder mein buntes Shirt vom \u201eMitteldeutschen Marathon\u201c \u00fcbergestreift; es ist so herrlich kunterbunt und auff\u00e4llig. Eine dem Weinmarathon entsprechende Kopfbedeckung hatte ich nat\u00fcrlich auch dabei. Ich war also gut ger\u00fcstet.<br \/>\nAuf dem Weg zum Start machte Silvia ein paar Videoaufnahmen von dem Geschehen und den zahlreichen Kost\u00fcmierungen der L\u00e4ufer. Am Checkpoint sah es in diesem Jahr wirklich gut aus: kein gro\u00dfer Auflauf und eine \u00fcberraschend z\u00fcgige Abfertigung. Silvia machte noch ein Foto und filmte uns als wir durch die Kontrolle gingen.<br \/>\nDa wir keine Sachen mehr abzugeben hatten, schauten wir uns alles in Ruhe an. Wir hatten jetzt noch gute 20 Minuten bis zum Start. Auf einer B\u00fchne sorgten ein DJ und einige Vort\u00e4nzer f\u00fcr gute Stimmung unter den \u00fcberwiegend originell kost\u00fcmierten Teilnehmern.<br \/>\nSo sahen wir u.a. zahlreiche \u201eAu\u00dferirdische\u201c, eine laufende Zapfs\u00e4ule mit Beaujolais und anderen Weinsorten mit entsprechenden Literpreisen. Das war eindeutig eine Anspielung auf die gerade in Frankreich laufenden Autobahnblockaden durch die \u201eYellow Vests\u201c, die gegen die Erh\u00f6hungen der geplanten Benzinsteuern in Frankreich demonstrieren. So etwas ist in Old Germany kaum vorstellbar. Da sind die Franzosen wesentlich schneller auf den Barrikaden.<br \/>\nLangsam wurde es Zeit in den Startblock zu gehen. Mit Micha hatte ich mich im Vorfeld schon verst\u00e4ndigt, dass er in diesem Jahr sein eigenes Tempo laufen und nicht auf mich warten m\u00fcsse. Nach den langen Trainingsausf\u00e4llen wollte ich einfach den Lauf und die Landschaft genie\u00dfen, ganz ohne Zeitdruck. Im letzten Jahr liefen wir gemeinsam die recht anspruchsvolle Strecke in etwas \u00fcber zwei Stunden, wobei auch einige (un)freiwillige Stopps an den Verpflegungspunkten der Ch\u00e2teaus nat\u00fcrlich einzurechnen sind.<br \/>\nNach einer \u201eLa-Ola-Welle\u201c, bei der alle L\u00e4ufer zuvor in der Hocke sa\u00dfen, und entsprechend aufputschender Startmusik ging es Punkt zw\u00f6lf Uhr auf die Strecke. Offensichtlich hatten wir in diesem Jahr den richtigen Zeitpunkt erwischt, um in den Startblock zu kommen, denn hinter uns war pl\u00f6tzlich die gesamte Stra\u00dfe voller Laufenthusiasten.<br \/>\nLangsam setzte sich die L\u00e4ufer-Karawane in Bewegung, vorbei an der kleinen Ehrentrib\u00fcne, auf der Alain allen L\u00e4ufern viel Erfolg und Spa\u00df w\u00fcnschte.<\/p>\n<div id=\"attachment_209544\" style=\"width: 754px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/connect.garmin.com\/modern\/activity\/3171863054\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-209544\" class=\"wp-image-209544 size-full\" src=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-11-17-Marathon-du-Beaujolais-2018-HM.jpg\" alt=\"\" width=\"744\" height=\"627\" srcset=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-11-17-Marathon-du-Beaujolais-2018-HM.jpg 744w, https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-11-17-Marathon-du-Beaujolais-2018-HM-300x253.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-209544\" class=\"wp-caption-text\">Link zum Laufprotokoll<\/p><\/div>\n<p>Im Gegensatz zum letzten Jahr ging es nun auf den ersten ansteigenden Kilometern in Richtung Gleiz\u00e9 recht z\u00fcgig voran. Bereits auf den ersten Kilometern setzte sich Micha immer weiter von mir ab. Es herrschte ein recht dichtes Gedr\u00e4nge, so dass ich ihn schnell aus den Augen verlor.<br \/>\nIch versuchte einfach mein Tempo zu finden und m\u00f6glichst gleichm\u00e4\u00dfig durchzulaufen. Da wir die Strecke schon im letzten Jahr gelaufen waren, gab es nat\u00fcrlich zahlreiche D\u00e9j\u00e0-vu Erlebnisse. Dort, wo Gudrun uns im letzten Jahr bei km 4 fotografierte, war mir schon m\u00e4chtig warm geworden. Ich nahm daher meinen Buff vom Hals und wickelte ihn mir um den Arm.<br \/>\nIch dachte daran, wie hier im letzten Jahr die Sonne durchgebrochen war und uns auf dem Rest der Strecke begleitet hatte.<br \/>\nNach dem Kopfsteinpflaster auf den ersten ansteigenden Kilometern bei Gleiz\u00e9 ging es nun mal hoch und dann mal wieder runter \u00fcber eine \u00fcberwiegend asphaltierte Strecke. Da ich in diesem Jahr alleine lief, ohne meinen Pacemaker und Antreiber Micha, wurde ich im Gegensatz zum letzten Jahr immer weiter nach hinten durchgereicht. Damit konnte ich allerdings gut leben. Wie bereits gesagt, ich wollte den Lauf einfach nur genie\u00dfen.<br \/>\nAm Versorgungspunkt bei km 8 ging es durch ein Ch\u00e2teau. Der kleine R\u00fcckstau am Eingang des Geh\u00f6fts bot mir, ebenso wie im letzten Jahr, eine kurze und \u00e4u\u00dferst willkommene Gelegenheit zum Verschnaufen. Ich nahm mir Zeit f\u00fcr ein Schl\u00fcckchen Beaujolais Nouveau, denn Wasser war an dieser Stelle sowieso nicht in Sicht.<br \/>\nWeiter ging es \u00fcber h\u00fcgeliges Terrain durch die wundersch\u00f6ne Landschaft des Beaujolais, immer entlang der zahlreichen Weing\u00fcter. Leider war die Sicht in diesem Jahr durch den Herbstnebel etwas eingeschr\u00e4nkt, aber eigentlich typisch daf\u00fcr, was dem grauen November nachgesagt wird. Nichtdestotrotz habe ich die Landschaft bei ruhigem Tempo richtig genie\u00dfen k\u00f6nnen. Am Versorgungspunkt bei km 11 hielt ich nach Max und seiner Frau Michelle Ausschau. Hier waren sie im letzten Jahr gewesen. Und tats\u00e4chlich sah ich beide gleich am Versorgungspunkt Wasser verteilen.<br \/>\nMit \u201eBonjour\u201c, einem der wenigen franz\u00f6sischen Vokabeln, die ich beherrsche, begr\u00fc\u00dfte ich sie. Zum Gl\u00fcck kann Michelle wenigsten ganz gut Deutsch sprechen. Beide sind auch sehr gerne in Deutschland unterwegs; besonders Bad Schandau hat es Ihnen angetan. Leider haben sich meine eigenen Franz\u00f6sischkenntnisse gegen\u00fcber dem Vorjahr nicht verbessert. Ein guter Vorsatz ist gefasst: Unbedingt Franz\u00f6sisch \u00fcben!!!<br \/>\nEinen Kilometer sp\u00e4ter folgte dann ein recht langgezogener Anstieg mit einigen H\u00f6henmetern. An diesem Anstieg konnte ich mich noch sehr gut erinnern. Ich lief mit kleinen Schritten zwar langsam, aber kontinuierlich den Anstieg hinauf.<br \/>\nNach einer kurzen Passage ging es nun geradewegs in Richtung Talanc\u00e9. Der Abschnitt kurz vor dem Ch\u00e2teau Petit Talanc\u00e9 f\u00fchrt \u00fcber eine Wiese und der dort gefallene Regen der letzten Wochen hatte den Weg ordentlich durchweichen lassen. Es wurde daher nun eine ungemein rutschige Angelegenheit. Eingangs des umfriedeten Gel\u00e4ndes des Ch\u00e2teaus sah ich Gudrun am Tor stehen und winkte ihr zu. Nach einer kurzen Begr\u00fc\u00dfung sagte Gudrun mir, dass Micha bereits seit ein paar Minuten durch ist und er ihr zugerufen hatte: \u201eFred braucht noch ein bisschen.\u201c Damit hatte er nat\u00fcrlich vollkommen recht gehabt.<br \/>\nDirekt am Versorgungspunkt dr\u00e4ngten sich jetzt ungemein viele L\u00e4ufer um die dort deponierten Wasserbecher. Ich hatte keine Lust auf das Gedr\u00e4nge. Gudrun deutete mir an, dass ich weiterlaufen solle und Sie mir hinter dem Ch\u00e2teau einen Becher Wasser reichen wolle. Das klappte dann auch perfekt!<br \/>\nDirekt am Schild f\u00fcr 14 km posierte ich f\u00fcr ein Foto und trabte dann weiter zum Ch\u00e2teau Grand Talanc\u00e9. Gudrun legte mit der Fotoausr\u00fcstung einen Sprint ein, um mich einzuholen und mich nochmals zu fotografieren.<br \/>\nJetzt vermischte sich unser Halbmarathonfeld mit dem der Marathonis, die an dieser Stelle bereits gute 33 km in den Beinen hatten. Wer Marathon lief und wer auf der Halbmarathonstrecke unterwegs war, das war nun unschwer zu erkennen, denn einigen der Marathonl\u00e4ufer sah man die Strapazen der vergangenen Kilometer m\u00e4chtig an. Ich wei\u00df noch gut genug, wie ich mich bei meinem letzten Marathon f\u00fchlte! Ich war damals an dieser Stelle schon fix und alle.<br \/>\nIn Richtung Gleiz\u00e9 wurde die Strecke zu meiner Freude etwas absch\u00fcssig. Pl\u00f6tzlich sah ich Silvia mit der Videokamera in der Hand auf der linken Seite der Stra\u00dfe und lief winkend auf sie zu. Zu sp\u00e4t bemerkte sie, dass sie, als sie mich sah, auf \u201ePause\u201c gedr\u00fcckt hatte. Das \u00e4rgerte sie selbst am meisten. Aber gem\u00e4\u00df dem Motto \u201eEin sch\u00f6ner R\u00fccken kann auch entz\u00fccken\u201c filmte sie mich dann aber beim Davonlaufen. So bin ich immerhin nun auch auf das Video gekommen!<br \/>\nIn Gleiz\u00e9 habe ich jetzt \u00fcbrigens eine weitere franz\u00f6sische Vokabel \u201egelernt\u201c: Handball hei\u00dft sowohl im Franz\u00f6sischen als auch im Deutschen einfach nur Handball! Dass es im Englischen W\u00f6rter deutscher Abstammung gibt, das kennt man ja schon (z.B. Kindergarten); ich h\u00e4tte aber vorher nicht gedacht, dass auch deutsche W\u00f6rter den Weg in die franz\u00f6sische Sprache gefunden h\u00e4tten. Man lernt halt nie aus\u2026<br \/>\nEin St\u00fcckchen weiter machten Figuren aus Star Wars mit \u00d6lfasstrommeln ein riesengro\u00dfes Bambule. Weiterhin waren Meister Yoda, Klonkrieger und Chewbacca, der sich beim Anfeuern der L\u00e4ufer richtig schaffte, da. Das bereits auf der Marathonmesse gesichtete UFO lag jetzt hier am Wegesrand und beschoss die L\u00e4ufer mit einer Schaumkanone. Dementsprechend sah auch die Stra\u00dfe aus! Am Stra\u00dfenrand stand ein gelbes Schild, auf dem der wohl ber\u00fchmtesten Satz aus Star Wars (\u201eJe suis ton P\u00e8re!\u201c) verewigt war. Eine wirklich nette Idee der Organisatoren.<br \/>\nBei km 17 erwartete uns ein weiterer Versorgungspunkt. Ich nahm diesmal einen Schluck Wasser und lief gleichm\u00e4\u00dfig weiter in Richtung Innenstadt von Villefranche-sur-Sa\u00f4ne hinein. Das Ziel n\u00e4herte sich.<br \/>\nAls ich in die Rue Nationale einbog, wusste ich, bald ist es geschafft! Nur noch ungef\u00e4hr ein lumpiger Kilometer lag vor mir! Zudem ist die Stra\u00dfe in Richtung Ziel weitestgehend absch\u00fcssig. Das fand ich richtig super!<br \/>\nHier s\u00e4umten nun zahlreiche Schaulustige links und rechts der Absperrungen den Weg und riefen mir \u201eAllez! Allez!\u201c zu und Kinder streckten die H\u00e4nde entgegen. So ein Zieleinlauf macht einfach Spa\u00df!<br \/>\nAuf den letzten 200 Metern sah ich schon in der Zielgeraden eine Zeit von 2:13:xx auf der gro\u00dfen Anzeigetafel leuchten. Ich lief gleichm\u00e4\u00dfig weiter bis ins Ziel, verzichtete auf einen Endspurt und hielt nebenbei nach Micha Ausschau. Er war allerdings kurz zuvor zum Hotel gegangen, da ihm schon kalt geworden war. Wir hatten uns aber wirklich nur um Minuten verpasst, denn Micha, der nach 1:51 h die Ziellinie \u00fcberquert hatte, hatte nach seiner Ankunft noch gute 20 Minuten auf mich gewartet.<br \/>\nUnabh\u00e4ngig von der Zielzeit war ich froh und gl\u00fccklich, den Lauf so gut und mit so viel Spa\u00df absolviert zu haben. Micha hat ein ganz starkes Rennen abgeliefert. Und ich betone nochmals: die Strecke hat es in sich!<br \/>\nNun hie\u00df es auch f\u00fcr mich erst einmal ab ins Hotel und duschen. Auf Gudrun musste ich nicht warten. Wir hatten abgemacht, dass wir uns im Hotel treffen. Nach einer Verschnaufpause klopften Silvia und Micha an die Zimmert\u00fcr. Gemeinsam gingen wir zum \u201eAyers Rock\u201c, einem australischen Pub, der sich gleich neben dem Hotel befindet. Und wie der Zufall so will, kam Gudrun just in diesem Augenblick ebenfalls an. Das war absolutes Timing!<br \/>\nBei einem Bier und einer Kleinigkeit zum Essen tauschten wir uns \u00fcber unsere Erlebnisse w\u00e4hrend des Tages und entlang der Laufstrecke aus.<br \/>\nAm Abend fuhren wir zu Laurence und Wilfried, wo uns die ganze Familie erwartete und wir gemeinsam den Abend verbrachten. Wie in jedem Jahr kamen wir zu der Erkenntnis, dass es doch \u00e4u\u00dferst sinnvoll w\u00e4re, unsere Franz\u00f6sisch-Kenntnisse auf Vordermann zu bringen. Aber irgendwie ist ein Jahr immer allzu schnell vorbei\u2026<br \/>\nAm Sonntag machten wir zun\u00e4chst Halt in einem der zahlreichen Weing\u00fcter in R\u00e9gni\u00e9-Durette. Hier gab es, wie \u00fcberall im Beaujolais, heute eine D\u00e9gustation. Nachdem wir uns durch die verschiedenen Jahrg\u00e4nge durchgekostet hatten, kauften wir noch etwas Wein vom Originalerzeuger ein. Platz im Koffer hatten wir schlie\u00dflich noch\u2026<br \/>\nAbends machten wir einen gemeinsamen Abstecher nach Lyon ins \u201eHardrock-Cafe\u201c, was allen sehr gut gefallen hatte.<br \/>\nAm Montag traten wir dann die R\u00fcckreise an. Spontan entschieden wir uns, einen Abstecher nach Strasbourg (Stra\u00dfburg) zu machen. \u00dcberall waren hier die Weihnachtsvorbereitungen in vollem Gange und die Gesch\u00e4fte in der Innenstadt versuchten gegenseitig, sich in der weihnachtlichen Ausgestaltung ihrer Fassaden zu \u00fcbertreffen. Die ganze Innenstadt scheint ein einziger gro\u00dfer Weihnachtsmarkt zu sein, aber alles ohne gro\u00dfe Fahrgesch\u00e4fte. Aber auch allein das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stra%C3%9Fburger_M%C3%BCnster\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stra\u00dfburger M\u00fcnster<\/a>&nbsp;ist allemal eine Reise wert.<br \/>\n\u00dcbrigens: Wie wir sp\u00e4ter erfuhren, hatte Micha es doch tats\u00e4chlich noch auf den dritten Platz seiner AK geschafft! Eine starke Leistung und nochmals unseren Gl\u00fcckwunsch!<\/p>\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.sprintefix.de%2F%3Fp%3D209542&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px;margin-top:5px;\"><\/iframe>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie schon im Vorjahr hatten Micha und ich uns f\u00fcr den Halbmarathon beim 14. Marathon du Beaujolais angemeldet. Mittlerweile ist dieser Lauf f\u00fcr uns schon zur Tradition geworden. 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