{"id":22781,"date":"2014-09-25T00:00:42","date_gmt":"2014-09-24T22:00:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sprintefix.de\/?p=22781"},"modified":"2014-09-28T20:47:22","modified_gmt":"2014-09-28T18:47:22","slug":"32-fiducia-baden-marathon-in-karlsruhe-am-21-09-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=22781","title":{"rendered":"32. Baden-Marathon in Karlsruhe am 21.09.2014"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/index.php\/nggallery\/galleries\/2014-09-21-baden-marathon-karlsruhe?page_id=5825\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none alignnone\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/gallery\/2014-09-21-baden-marathon-karlsruhe\/IMG_6018.JPG\" alt=\"IMG_6018\" width=\"497\" height=\"331\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/index.php\/nggallery\/galleries\/2014-09-21-baden-marathon-karlsruhe?page_id=5825\" target=\"_blank\">Link zur Fotogalerie<\/a><\/p>\n<p>und hier ein kurzes Video vom Lauf \ud83d\ude09<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"32. FIDUCIA Baden-Marathon Karlsruhe am 21.09.2014\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/_I77tnmTqKE?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Viermal, in den Jahren von 2010 bis 2013, war ich bereits beim Berlin-Marathon. Die Organisation und die Stimmung beim Lauf waren eigentlich immer gut, es hat Spa\u00df gemacht.<!--more--><\/p>\n<p>Im letzten Jahr startete Micha vom TSV Kuppingen bereits zum 21. Male (!) und sein Startplatz war damit kostenfrei als \u201eJubil\u00e4umsrunner\u201c. F\u00fcr mich war dies ein Grund, ebenfalls wieder dort laufen. Bei der Anmeldung hatte ich jedoch gerade noch mit Ach und Krach in der letzten Preiskategorie einen Startplatz ergattert. Nach mal knapp vier Stunden waren die Startpl\u00e4tze bereits ausverkauft. Das war irgendwie alles ganz sch\u00f6n \u00e4rgerlich. F\u00fcr Gudrun und mich stand eigentlich da schon fest, dass wir uns den Berlin-Marathon in den kommenden Jahren schenken werden. Es gibt gen\u00fcgend andere Herbstmarathons, die man dann mit einem Kurzurlaub verbinden kann.<\/p>\n<p>Die Startpl\u00e4tze f\u00fcr dieses Jahr wurden verlost. In die Lostrommel habe ich mich erst gar nicht begeben, war mir zu bl\u00f6d. Die Planung f\u00fcr dieses Jahr sah daher von vorherein etwas anders aus: Baden-Marathon in Karlsruhe, eine Woche vor Berlin. Da kann man sich sogar f\u00fcr die letzten f\u00fcnf Kilometer einen \u201eMarathon-Engel\u201c mieten, mit dem man dann zusammen ins Ziel l\u00e4uft (habe ich aber nicht gemacht). Ein paar Tage Urlaub drumherum war gleich mit eingeplant. Die Gegend kannten wir schlie\u00dflich noch nicht.<\/p>\n<p>Auf der Hinfahrt machten wir f\u00fcr einen Tag Zwischenstopp in Hannover. Von der Strecke Rostock-Karlsruhe her ist es ungef\u00e4hr Halbzeit und Hannover kannten wir bislang nur von der CeBIT, d.h. Hauptbahnhof, Messebahnhof und Messegel\u00e4nde in Laatzen. Das Wetter war sch\u00f6n und so erkundeten wir bei angenehmen Temperaturen die Stadt. Ein Blick vom Rathausturm (dort geht es mit einem Schr\u00e4gaufzug hinauf) ist \u00fcbrigens sehr zu empfehlen. Um den Maschsee h\u00e4tte man noch eine Runde laufen k\u00f6nnen, viele L\u00e4ufer und Skater waren hier unterwegs. Das lie\u00dfen wir aber heute sein und lie\u00dfen es uns stattdessen in einer Freiluftgastst\u00e4tte bei sommerlichen Temperaturen gut gehen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag schauten wir noch in Herrenhausen vorbei. Laut unserem Baedicker-Reisef\u00fchrer von 1998 sollten die Herrenh\u00e4user G\u00e4rten sehr sch\u00f6n, aber das dortige Schloss im Krieg vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt und heute nicht mehr vorhanden sein. Im Rathaus hatten wir jedoch die Info bekommen, dass das Herrenh\u00e4user Schloss aufgebaut und im letzten Jahr wieder neu er\u00f6ffnet worden ist. Also auf nach Herrenhausen, bevor es nach Karlsruhe weitergehen sollte. Der Besuch hat sich auf alle F\u00e4lle gelohnt.<\/p>\n<p>Gegen Abend erreichten wir dann das im Zentrum von Karlsruhe gelegene Hotel &#8222;Erbprinzenhof&#8220;. Bei einem kleinen Stadtrundgang vertraten wir uns erst einmal die F\u00fc\u00dfe und verschafften uns einen kleinen Eindruck von der City. Wir staunten nicht schlecht \u00fcber das nahezu s\u00fcdl\u00e4ndische Flair dieser Stadt, denn am sp\u00e4ten Abend waren die umliegenden Gastst\u00e4tten noch sehr gut besucht und es herrschte um Mitternacht noch Volksfeststimmung auf etlichen Stra\u00dfen von Karlsruhe.<\/p>\n<p>Umso erstaunter war ich, dass von den &#8222;Gemurmel&#8220; auf den Stra\u00dfen im Zimmer selbst bei ge\u00f6ffnetem Fenster nichts zu h\u00f6ren war. Vielleicht waren wir einfach zu geschafft oder es lag tats\u00e4chlich an der Innenhoflage der Fenster.<\/p>\n<p>Samstagsfr\u00fch reisten dann auch Micha und Silvia aus Stuttgart an und wir erkundeten gemeinsam bei einer gef\u00fchrten zweist\u00fcndigen Stadtrundfahrt die &#8222;F\u00e4cherstadt&#8220;, die im kommenden Jahr 300 wird. Karlsruhe ist also eine vergleichbar junge Stadt. Vom Durlacher Turmberg hatten wir eine weite Sicht ins Land und auf Karlsruhe. Bislang war uns Karlsruhe nur vom KSC und als Sitz des Bundesverfassungsgerichts bekannt.<\/p>\n<p>Am Nachmittag ging es zur Marathonmesse vor der Europahalle, um unsere Startunterlagen abzuholen. F\u00fcr alle Teilnehmer war im Startpreis bereits ein blaues Funktionsshirt mit dem aufgedruckten Slogan des Baden-Marathons &#8222;Befl\u00fcgelt laufen&#8220; (Hinweis auf die \u201eMarathon-Engel\u201c) inbegriffen. Die Shirts wurden nat\u00fcrlich gleich anprobiert: passten wunderbar und sahen wirklich gut aus!<\/p>\n<p>Vor der Halle hatten einige Marathonveranstalter der Region ihre St\u00e4nde aufgebaut, wie z.B. der Bottwartal-Marathon oder der Heilbronner Trollinger-Marathon. Hier gab es sogar noch einen Trollinger, den namensgebenden Wein, zum Probieren. Auch in Deutschland gibt es also Wein-Marathons, nicht nur in Frankreich! Micha war nat\u00fcrlich bereits den einen oder anderen Marathon schon gelaufen und lieb\u00e4ugelte schon mit einem Halbmarathon-Start beim Bottwartal-Marathon am 19.Oktober. Dieser Marathon hat sogar einen eigenen \u201eBottwartal-Marathon\u201c-Song!<\/p>\n<p>Wir verschafften uns noch einen Eindruck vom Stadion und dem davor gelegenen Startbereich f\u00fcr den Marathon und anschlie\u00dfend fuhren wir wieder mit der Bahn in die Innenstadt. Im Hotelpreis war eine Dauerfahrkarte f\u00fcr den st\u00e4dtischen Nahverkehr von Karlsruhe gleich mit inbegriffen. Das ist wirklich ein toller Service und ersparte uns zudem das Studieren des regionalen Tarifsystems. In manchen St\u00e4dten kann so etwas manchmal kompliziert sein. Wir nutzten unsere Karten w\u00e4hrend unseres Karlsruhe-Aufenthaltes regelm\u00e4\u00dfig und brauchten das Auto prinzipiell gar nicht. Heute machten wir uns noch einmal nach Durlach auf. Durlach ist ein Stadtteil Karlsruhes und 800 Jahre \u00e4lter als Karsruhe selber. Mit der Bergbahn fuhren wir hoch auf den Turmberg. Bei der Stadtrundfahrt hatten wir daf\u00fcr leider keine Zeit. Vom Turm aus, der auf dem Turmberg steht, genossen wir die herrliche Aussicht in aller Ruhe, bevor wir uns in Durlach auf der Suche nach einer Pizzeria machten. Auf dem ehemaligen Pfaff-Werksgel\u00e4nde wurden wir dann auch f\u00fcndig.<\/p>\n<p>Am Sonntag, dem &#8222;Race-Day&#8220;, reisten noch einige Vereinskameraden vom TSV Kuppingen an. So sollte es dann auch ein Wiedersehen mit Sebastian und Nina, die wir bereits in Berlin kennengelernt hatten, sowie mit Enrico geben. Enrico hatte ich damals in Rostock bei &#8222;Matzes Lauftreff&#8220; kennengelernt. Nun lebt er in Stuttgart und l\u00e4uft beim TSV Kuppingen und ist oft mit Micha bei Wettk\u00e4mpfen unterwegs. So klein ist die Welt!<\/p>\n<p>Nach einer, wie vor gr\u00f6\u00dferen Wettk\u00e4mpfen \u00fcblich, unruhigen Nacht fr\u00fchst\u00fcckten wir kurz nach sieben Uhr im Hotel und fuhren mit der Bahn bis zum Europastadion. Die Kuppinger Sportfreunde waren bereits vor Ort und so konnte nach der Begr\u00fc\u00dfung das obligatorische Gruppenfoto von unserer Truppe (Sebastian, Micha, Enrico, Albrecht und ich) gemacht werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Enrico war es heute sein erster Marathon \u00fcberhaupt. Sebastian war zwar f\u00fcr den Marathon gemeldet, wollte aber von vornherein der M\u00f6glichkeit Gebrauch machen nach der &#8222;H\u00e4lfte&#8220; aussteigen, da er momentan nicht voll im Training steht. Micha meinte jedoch: \u201eWir haben ja f\u00fcr den Ganzen bezahlt.&#8220;<\/p>\n<p>Langsam wurde es dann auch Zeit zum Start zu gehen. W\u00e4hrend Micha, Enrico und Albrecht sich im Block B positionierten, blieben Sebastian und ich im Block C. Dort, in der N\u00e4he der 3:45er Pacemaker, f\u00fchlte ich mich ganz gut aufgehoben. Mal sehen, wie es laufen w\u00fcrde\u2026<\/p>\n<p>Wettertechnisch sollte das Gl\u00fcck trotz aller Vorhersagen (Regen, Gewitter) auf unserer Seite bleiben, denn nachdem es in der Nacht und am Morgen geregnet hatte, blieb es jetzt trocken. Allerdings hatte ich keinen genauen Plan f\u00fcr das Rennen. Der letzte Marathon in Berlin lag ein Jahr zur\u00fcck. Damals lief ich 4:30 h und hatte danach noch einige Wochen Probleme beim Gehen, beim Laufen sowieso. Allerdings bin ich in diesem Jahr schon einige Drei\u00dfiger und Halbmarathons ohne Probleme gelaufen, habe allerdings aber auch kein gezieltes Marathontraining durchgezogen.<\/p>\n<p>Punkt neun Uhr erfolgte der Startschuss und ganz gem\u00e4chlich setzte sich der Pulk aus \u00fcber 1.000 Marathonis sowie mindestens doppelt soviel Halbmarathonis und Staffell\u00e4ufern in Bewegung.<\/p>\n<p>Eine Besonderheit, neben den \u201eMaraton-Engeln\u201c, sind bei diesem Stadtmarathon die zahlreichen Tanzgruppen am Streckenrand. Insgesamt waren laut Veranstalter \u00fcber 1.500 T\u00e4nzer aus \u00fcber 100 Karlsruher Tanzgruppen an der Strecke und sorgten f\u00fcr Stimmung unter den L\u00e4ufern und Zuschauern.<\/p>\n<p>Ich lie\u00df mich zun\u00e4chst einfach mit dem Strom der L\u00e4ufer durch Karlsruhe treiben, auf den ersten Kilometern mit dem 3:45er Luftballon in unmittelbarer Sichtweite. Zun\u00e4chst ging es mal durch die Karlsruher S\u00fcdweststadt vorbei am ZKM , dem Zentrum f\u00fcr Kunst und Medientechnologie Karlsruhe.<\/p>\n<div id=\"attachment_23376\" style=\"width: 482px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.polarpersonaltrainer.com\/shared\/exercise.ftl?shareTag=e7b86c53ae9ef5ffaced56483d2e95cd\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-23376\" class=\"wp-image-23376\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2014-09-21-32-Baden-Marathon-Karlsruhe.jpg\" alt=\"2014-09-21-32-Baden-Marathon-Karlsruhe\" width=\"472\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2014-09-21-32-Baden-Marathon-Karlsruhe.jpg 1118w, https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2014-09-21-32-Baden-Marathon-Karlsruhe-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/2014-09-21-32-Baden-Marathon-Karlsruhe-1024x763.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 472px) 100vw, 472px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-23376\" class=\"wp-caption-text\">32. Baden-Marathon Karlsruhe am 21.09.2014 Quelle: Google-Earth<\/p><\/div>\n<p>Wie ich von Micha erfahren hatte, war dort gerade vor einer Woche anl\u00e4sslich des 25-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums des ZKM die Gruppe Kraftwerk aufgetreten! Das w\u00e4re noch etwas gewesen! Aber was soll`s, die Karten waren sowieso schon lange vergriffen&#8230;<\/p>\n<p>Rechts ab ging es nun bis km 3 entlang der Kriegsstra\u00dfe. Laut Auskunft unserer Stadtf\u00fchrerin vom Vortag lag diese Stra\u00dfe fr\u00fcher au\u00dferhalb der Stadt. Hier wurden fr\u00fcher die Truppen, die in den Krieg zogen, entlang gef\u00fchrt, um nicht das normalen Stadtleben der Einwohner zu st\u00f6ren. Karlsruhe ist seitdem gewachsen und diese Stra\u00dfe liegt mittlerweile innerhalb der Stadt. Heute wurden nun wir hier entlanggef\u00fchrt und es ging gleich durch Unterf\u00fchrungen hindurch, bis wir dann in die Ludwig-Erhard-Allee einbogen. Immer weiter ging es jetzt in Richtung Durlach. Bei km 5 am Ostring musste ich unwillk\u00fcrlich an Monthy Pyton\u00b4s Episode &#8222;Marathon der Inkontinenten&#8220; denken, denn so einige L\u00e4ufer schlugen sich hier in die B\u00fcsche.<\/p>\n<p>Zwischen km 6 und 7 ging es \u00fcber die Autobahn A5, bevor es in Durlach kurz hinter km 7 rechts ab in die Ernst-Friedrich-Stra\u00dfe ging. Auch hier gab es wieder Musik und verschiedene Tanzgruppen an der Strecke. Eigentlich hatte ich hier unsere Supporter Silvia, Nina und Gudrun erwartet, aber nichts zu sehen von den dreien. Offensichtlich war die Stra\u00dfenbahnverbindung w\u00e4hrend des Marathons nach Durlach wohl doch etwas eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Bei km 9 liefen wir direkt am Sitz des Titelsponsors \u201eFiducia AG\u201c vorbei und auch hier waren rockige Kl\u00e4nge von einer Musiktruppe zu h\u00f6ren. Wenige Meter weiter gab es einen Versorgungspunkt mit Wasser und Obst und ich g\u00f6nnte mir das erste meiner drei mitgebrachten Gels.<\/p>\n<p>Unter der A5 hindurch f\u00fchrten die n\u00e4chsten Kilometer durch den Wald vorbei an einem kleinen See. Kurz hinter der Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke zwischen km 13 und 14 in der Rastatter Stra\u00dfe warteten dann Gudrun, Nina und Silvia am Streckenrand auf uns und feuerten uns an. W\u00e4hrend Gudrun fotografierte, filmte Silvia das Streckengeschehen (siehe Video).<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Kilometer ging es nun linker Hand an einer Schrebergartenanlage vorbei, bei km 16 erreichten wir den Ortsteil Weiherfeld. Auch hier waren viele Anwohner an der Strecke und motivierten uns mit lautstarken Anfeuerungsrufen. Hier waren gleich zwei Eisenbahnschranken hintereinander zu passieren, die gl\u00fccklicherweise beide ge\u00f6ffnet waren. Im letzten Jahr sollten einige L\u00e4ufer an dieser Stelle an den geschlossenen Schranken zehn Minuten gewartet haben m\u00fcssen\u2026<\/p>\n<p>Langsam merkte ich, dass mir die Beine etwas schwerer wurden und auch der 3:45er Pacemaker war schon l\u00e4ngst weit davon gezogen. Nach zwei weiteren Kilometern durch ein W\u00e4ldchen erreichten wir bei km 19 den Ortsteil Beiertheim-Bulach. Zwischen den Anfeuerungsrufen war nun immer \u00f6fter zu h\u00f6ren: &#8222;Gleich geschafft!&#8220;. Ja, f\u00fcr die Halbmarathonis war tats\u00e4chlich das Ende schon in Sichtweite ger\u00fcckt und f\u00fcr einen klitzekleinen Moment kam auch bei mir der &#8222;innere Schweinehund&#8220; hoch, der mir einfl\u00fcsterte: &#8222;Bieg doch einfach rechts ab ins Stadion\u2026&#8220;. Allerdings hatten wir ja f\u00fcr den &#8222;Ganzen&#8220; bezahlt (Michas Worte hallten mir noch in den Ohren) und raffte ich mich auf, weiter geradeaus in Richtung City zu laufen und die zweite Runde in Angriff zu nehmen. Au\u00dferdem hatte ich mich ja gerade auf die Passage durch die Innenstadt, vorbei am Schloss gefreut!<\/p>\n<p>Allerdings waren auch gerade kurz vorher die 4-Stunden-Pacemaker lockeren Fu\u00dfes an mir vorbeigezogen. Adieu, Traum von den Sub-Vier-Stunden!<\/p>\n<p>Realistisch gesehen, war es bei meinem Trainingszustand und der gerade \u00fcberstandenen leichten Erk\u00e4ltung aber auch nicht zu erwarten, hier eine neue PB zu laufen. Also schaltete ich jetzt einen Gang zur\u00fcck in den &#8222;Genu\u00dfmodus&#8220;. Ich wollte nun noch m\u00f6glichst viel von dem Stadtkurs und den zahlreichen Tanzgruppen in der Stadt mitnehmen.<\/p>\n<p>So ging es Kilometer um Kilometer weiter durch Parks, Gewerbegebiete, Kleingartenanlagen und unter oder \u00fcber Autobahnbr\u00fccken. Und immer wieder sah man Tanzgruppen und Versorgungspunkte an der Strecke.<\/p>\n<p>Mittlerweile lief ich in einer kleineren Gruppe und nach und nach n\u00e4herten wir uns bei km 31 dem historischen Kern der 299-j\u00e4hrigen City von Karlsruhe. Nach der Knielinger Allee ging es nun rechts ab auf die Willy-Brandt-Allee. Das absolute Highlight der Strecke, der Schlossplatz mit dem zentral stehenden Schloss Karlsruhe, kam in Sicht. Hier rechnete ich auch fest mit Gudrun und Silvia, denn ein besseres Fotomotiv findet sich wohl beim Baden-Marathon kaum: L\u00e4ufer mit repr\u00e4sentativen Schloss im Hintergrund.<\/p>\n<p>Bei km 33 f\u00fchrte die Strecke geradewegs auf das Schloss zu, danach weiter am linken Fl\u00fcgel des Schlosses vorbei in den Schlosspark. Bis wir wieder am Schloss waren und dann in die Gegenrichtung vom Schloss Richtung City liefen, waren knappe vier Kilometer durch den sch\u00f6n gelegenen Schlosspark zu absolvieren. Da auch der KSC am Nachmittag gerade ein Bundesligaspiel gegen N\u00fcrnberg zu bestreiten hatte, war hier an einigen Passagen mit Fu\u00dfballfans zu rechnen, die gerade zum Spiel in das Wildparkstadion pilgerten.<\/p>\n<p>Aber alles war durch die Organisatoren bestens vorbereitet und so klappte auch die Schleusung der Fussballfans perfekt. Info nebenbei: Der KSC gewann \u00fcbrigens sp\u00e4ter das Punktspiel 3:0.<\/p>\n<p>Gudrun sah ich jetzt vor dem Schloss, ungef\u00e4hr bei km 37. Sie brachte gerade ihre Kameras in Position. Offensichtlich hatte Sie schon eher mit mir gerechnet.<\/p>\n<p>Nun lagen nur noch f\u00fcnf Kilometer durch die City von Karlsruhe vor mir. Bei km 38 liefen direkt in der Erbprinzenstra\u00dfe an unserem Hotel vorbei. Nach einigen Haken durch die Stadt ging es nun auf den letzten Kilometern immer auf der Beiersheimer-Allee entlang. Den letzten Kilometer kannte ich dann schon wieder von der ersten Stadionpassage. Auf den letzten Metern, direkt vor dem Stadion, sah ich dann wieder Gudrun und ich brachte sogar die Kraft f\u00fcr einen kleinen Endspurt im Stadion auf. Geschafft!!!<\/p>\n<p>Mit einer Nettozeit von 4:29:41 h kam ich ins Ziel und war gl\u00fccklich, alles so gut geschafft zu haben! Im Ziel wurde mir auch gleich die Medaille mit dem ungew\u00f6hnlichen Motiv eines Bauarbeiters \u00fcberreicht. Der Bauarbeiter ist eine Anspielung auf die vielen, vielen Baustellen in der Stadt, die es wegen des Baus der U-Bahn gibt.<\/p>\n<p>Im Stadion herrschte eine tolle Stimmung und auch die Sonne hatte sich wieder hinausgewagt. Nach einigen Bechern Wasser g\u00f6nnte ich mir ein frisches Alkoholfreies sowie einen Apfel und nach einer kurzen Verschnaufpause machte ich mich auf die Suche nach Gudrun, Silvia und Micha.<\/p>\n<p>Gudrun entdeckte ich zuerst. Sie war ebenfalls gerade aus dem Stadion gekommen und hatte sich dort das bunte Treiben angeschaut. Das war ein super Timing!<\/p>\n<p>Ich ging noch einmal los zur Kleiderbeutelr\u00fcckgabe. Hier war alles auf Zack und so wurde mir gleich meine Tasche \u00fcbergeben, ohne dass ich nur eine Sekunde suchen musste. Prima! Frisch geduscht traf ich mich dann wieder mit Gudrun am vereinbarten Treffpunkt.<\/p>\n<p>Wir g\u00f6nnten uns im Verpflegungszelt noch Maultaschen als erste kleine Mahlzeit nach dem Rennen. Micha und Silvia fanden uns kurze Zeit sp\u00e4ter auch. Micha hatte tats\u00e4chlich noch den dritten Platz in seiner AK belegt und daf\u00fcr neben der Urkunde noch eine Flasche Wein und einen Gutschein von 100 \u20ac f\u00fcr ein Sportgesch\u00e4ft erhalten. Wir freuten uns nat\u00fcrlich mit Micha und nach einer kurzen Laufauswertung fuhren wir dann gemeinschaftlich in die City.<\/p>\n<p>Am Abend g\u00f6nnten wir uns dann gemeinsam, gewisserma\u00dfen als Marathonausklang, ein Theaterst\u00fcck der besonderen Art, n\u00e4mlich &#8222;The Rocky Horror Show&#8220; mit allem Drum und Dran, d.h. Toilettenpapier, Konfetti, Time Warp\u2026<\/p>\n<p>Am Montag zeigten uns Silvia und Micha noch ein sch\u00f6nes St\u00fcck Schwarzwald. Wir fuhren \u00fcber Baden-Baden auf der kurvenreichen Schwarzwaldhochstra\u00dfe entlang bis zum Mummelsee, wo wir bei knapp 8 \u00b0C (gef\u00fchlte 2 \u00b0C!) schon mal einen Vorgeschmack auf den kommenden Winter bekamen. Hier hielten wir uns daher nicht allzu lange auf und fuhren weiter nach Sassbachwalden. Hier unternahmen wir noch eine kleine Wanderung zu den Gaish\u00f6ll-Wasserf\u00e4llen. Der R\u00fcckweg von den Wasserf\u00e4llen in den Ort wieder zur\u00fcck f\u00fchrte den \u201eSchnapswanderweg\u201c entlang. Hier gibt es an einigen Stellen sogenannte &#8222;Schnapsbrunnen&#8220;, an denen man sich per \u201eKasse des Vertrauens\u201c bedienen kann.<\/p>\n<p>Am Dienstag machten wir uns wieder auf in Richtung Heimat, wo wir am sp\u00e4ten Nachmittag ohne Staus auf der Strecke wieder ankamen.<\/p>\n<p>Ein sch\u00f6nes Marathonwochenende lang nun hinter uns \ud83d\ude42 .<\/p>\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.sprintefix.de%2F%3Fp%3D22781&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px;margin-top:5px;\"><\/iframe>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Link zur Fotogalerie und hier ein kurzes Video vom Lauf \ud83d\ude09 Viermal, in den Jahren von 2010 bis 2013, war ich bereits beim Berlin-Marathon. 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