{"id":29697,"date":"2014-11-28T06:30:21","date_gmt":"2014-11-28T05:30:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sprintefix.de\/?p=29697"},"modified":"2014-11-29T20:25:47","modified_gmt":"2014-11-29T19:25:47","slug":"10-marathon-du-beaujolais-in-villefrance-frankreich-am-22-11-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=29697","title":{"rendered":"10. Marathon du Beaujolais in Villefrance-sur-Sa\u00f4ne (Frankreich) am 22.11.2014"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/index.php\/nggallery\/galleries\/2014-11-22-10-beaujolais-marathon?page_id=5825\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none alignnone\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/gallery\/2014-11-22-10-beaujolais-marathon\/IMG_3634.JPG\" alt=\"IMG_3634\" width=\"482\" height=\"321\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/index.php\/nggallery\/galleries\/2014-11-22-10-beaujolais-marathon?page_id=5825\" target=\"_blank\">Link zur Bildergalerie<\/a><\/p>\n<p>\u00dcber 500 Fotos vom Jubil\u00e4umslauf beim<a href=\"http:\/\/www.marathondubeaujolais.org\/en\/\" target=\"_blank\"> 10. Marathon du Beaujolais<\/a> (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Villefranche-sur-Sa%C3%B4ne\" target=\"_blank\">Villefrance-sur-Sa<span dir=\"auto\">\u00f4<\/span>ne<\/a>)!<\/p>\n<p>Im September war ich bereits bei einem Herbstmarathon, dem Baden-Marathon in Karlsruhe, gestartet. Diesen hatte ich sozusagen \u201eaus dem Stand\u201c, d.h. ohne gezieltes Marathontraining, absolviert. Die langen L\u00e4ufe im Vorfeld hatte ich so \u201enebenbei\u201c bei Wettk\u00e4mpfen gemacht. Ansonsten hatte ich wegen muskul\u00e4rer Probleme immer mal ein paar Trainingspausen einlegen m\u00fcssen.<!--more--><\/p>\n<p>Und nun stand f\u00fcr mich ein weiteres besonderes Highlight auf dem Terminkalender: der \u201e10. Marathon international du Beaujolais\u201c am 22. November. Er wird auch oft als der \u201ekleine Bruder des Medoc-Marathon\u201c bezeichnet. Damit d\u00fcrfte jedem klar sein, dass es sich hierbei um einen Weinmarathon handelt, also der Spa\u00df im Vordergrund stehen w\u00fcrde \ud83d\ude09 . Trotz allem Spa\u00df bleibt die Strecke eben doch 42,195 km lang und die muss erst einmal, wie bei jedem anderen Marathon auch, gelaufen werden.<\/p>\n<p>Die Trainingsvorbereitung auf meinen dritten Beaujolais-Marathon verlief, ebenso wie die Vorbereitung auf den Karlsruher Marathon, alles andere als optimal. Tja, und immer diese L\u00e4uferzipperleins! Zun\u00e4chst plagte mich der R\u00fccken, weswegen ich auf einen Start beim R\u00fcckenbr\u00fcckenlauf in Stralsund und beim Hubertus-Lauf in Neuruppin verzichtete und auch trainingsm\u00e4\u00dfig etwas k\u00fcrzer trat. Die zwei Laufcup-L\u00e4ufe in Lubmin und Bad Doberan waren dann auch eher k\u00fcrzere Strecken, so dass letztendlich mein letzter langer Lauf der Baden-Marathon vor zwei Monaten war\u2026<\/p>\n<p>Allerdings ging es Micha auch nicht viel anders, denn auch er hatte mit einer Verletzung zu k\u00e4mpfen und konnte sich daher ebenfalls nicht optimal vorbereiten.<\/p>\n<p>Trotz alledem freuten Gudrun und ich uns schon sehr auf das Wochenende und die Tage in Frankreich und Stuttgart. Die erste Etappe auf dem Weg ins Beaujolais machten wir am Donnerstag von Rostock nach Stuttgart mit der Bahn, hatten 1. Klasse f\u00fcr insgesamt 9 \u20ac Aufpreis zur 2. Klasse gebucht. Wir reisten also sehr komfortabel <span style=\"font-family: Wingdings,serif;\">\uf04a<\/span> . Ausnahmsweise war die Bahn sogar auf die Minute p\u00fcnktlich und auch von Streiks blieben wir gl\u00fccklicherweise verschont. Mittlerweile muss man, so haben die letzten Wochen gezeigt, bei langfristig geplanten Reisen schon immer das Schlimmste bef\u00fcrchten, f\u00e4hrt die Bahn oder f\u00e4hrt sie nicht\u2026<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag fuhren wir gemeinsam mit Micha und Silvia mit dem Auto nach Frankreich, ungef\u00e4hr 600 km lagen vor uns. Allerdings hatten wir in diesem Jahr echtes Gl\u00fcck mit dem Wetter. Die Sonne und mit 16 Grad herrschten geradezu fr\u00fchlingshafte Temperaturen.<\/p>\n<p>Am Nachmittag trafen wir dann bei Laurence und Silvias Bruder Wilfried ein. Bereits 2011 waren wir gemeinsam mit Micha und Silvia bei ihnen zu Gast gewesen und wir freuten uns auf ein Wiedersehen.<\/p>\n<p>Bis auf Wilfried wollte dieses Jahr fast seine ganze Familie beim Beaujolais-Marathon an den Start gehen, nicht alle auf der vollen Distanz. W\u00e4hrend Laurence, ihr Sohn Frederic und seine Frau Carla sich f\u00fcr die 12 km entschieden hatten, wollte Philippe seinen allerersten Marathon wagen. Philippe hatte sich f\u00fcr seinen ersten Marathon akkurat an ein Trainingsprogramm gehalten und sich optimal vorbereitet, im Gegensatz zu Micha und mir.<\/p>\n<p>Gegen 18.00 Uhr fuhren Laurence, Silvia, Micha, Gudrun und ich zur Expo nach Villefranche-sur-Sa\u00f4ne, um dort unsere Startunterlagen abzuholen, die kleine Marathon-Messe zu besuchen und den Abend anschlie\u00dfend mit der offiziellen Pasta-Party zu beschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Startunterlagen hatten wir schnell. An einem weiteren Stand holten wir uns noch unser Laufshirt vom Beaujolais-Marathon ab. Micha probierte sei Shirt (Gr\u00f6\u00dfe \u201eL\u201c) an. Es war viel zu klein! War es etwa eine asiatische Gr\u00f6\u00dfe \u201eL\u201c? Er tauschte sein Shirt gleich gegen eine \u201eXL\u201c zur\u00fcck. Mein Shirt habe ich, als wir wieder in Rostock waren, Roland vermacht. Ihm passte es perfekt!<\/p>\n<p>Am Messestand von Brooks posierten wir in Kost\u00fcmierung f\u00fcr ein Erinnerungsfoto. Mittlerweile waren auch Philippe, Frederic und Carla auf der Messe eingetroffen und es gab erst einmal ein gro\u00dfes Hallo! Frederic und Carla kannten wir bislang noch nicht pers\u00f6nlich.<\/p>\n<p>Jetzt war auch die Zeit f\u00fcr die Pasta-Party gekommen. Wilfried war mittlerweile auch zu uns gesto\u00dfen, wir waren jetzt also komplett. Ein Pl\u00e4tzchen an einer der langen Tischreihen hatten wir schnell gefunden. Zur Begr\u00fc\u00dfung gab es nat\u00fcrlich einen Beaujolais Nouveau.<\/p>\n<p>Zum Essen folgte ein kleines Drei-G\u00e4nge-Men\u00fc: 1. Nudelsalat, 2. Spagetti-Bolognese 3. Kuchen. Auf der B\u00fchne spielte eine Band Musik und machte Stimmung. Unterst\u00fctzt wurde sie hierbei von ein paar T\u00e4nzerinnen. Und nat\u00fcrlich haben auch wir ein T\u00e4nzchen aufs Parkett gelegt und dabei gleich die Beine etwas aufgelockert. Nach der langen Anreise tat das ganz gut.<\/p>\n<p>Im Laufe des Abends machten Micha und ich, nicht ganz ernst gemeint, Vorhersagen \u00fcber unsere Marathonzeit. Anfangs waren wir noch beim Genu\u00dfmarathon, bei dem die Zeit keine Rolle spielt, dann bei den omin\u00f6sen sub vier Stunden, die ich noch nie unterboten hatte, und waren dann zum Ende bei einem Plan von 3:15 h angelangt, die vollkommen unrealistisch waren \ud83d\ude09 . W\u00e4hrend die Party nun im Saal noch weiterging, wurde es nun allerdings Zeit f\u00fcr uns aufzubrechen, denn morgen sollte es um zehn Uhr in Fleurie auf die Marathonstrecke gehen.<\/p>\n<p>Samstagsfr\u00fch fuhr uns Laurence gemeinsam mit Silvia und Gudrun zum Start nach Fleurie. Gegen halb zehn trafen wir am dortigen Campingplatz ein und kurz danach trafen wir auch Philippe, der seine ganz pers\u00f6nliche Fantruppe, bestehend aus seiner Frau, seiner Tochter und seinen Schwiegereltern, dabei hatte. Sie wollten ihn nat\u00fcrlich bei seinem ersten Marathonstart anfeuern und ihn sp\u00e4ter im Ziel erwarten.<\/p>\n<p>Vor der Sporthalle nahmen wir Aufstellung f\u00fcr ein gemeinsames Gruppenfoto. Vor dem Start sieht man immer gut aus \ud83d\ude09 . In der Hallo konnten wir uns dann umziehen. Ich zog mit meinen Trainingsanzug aus und meine \u00c4rmlinge \u00fcber die ansonsten kurze Laufbekleidung. Das Wetter war ja eher fr\u00fchlingshaft als kalt und neblig-tr\u00fcb, wie man es im November erwarten k\u00f6nnte. Meine Schottenm\u00fctze hatte ich mir aufgesetzt, um wenigstens etwas kost\u00fcmiert zu sein. Irgendwie geh\u00f6rt eine Kost\u00fcmierung zum Beaujolais-Marathon dazu. Teilweise waren hier wirklich sehr originelle Verkleidungen zu sehen und wie jedes Jahr war auch Jesus mit seinem gro\u00dfen \u201eHolz\u201c-Kreuz wieder mit dabei.<\/p>\n<div style=\"width: 486px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/index.php\/nggallery\/galleries\/2014-11-22-10-beaujolais-marathon-sony1?page_id=5825\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/gallery\/2014-11-22-10-beaujolais-marathon-sony1\/DSC07595.JPG\" alt=\"DSC07595\" width=\"476\" height=\"357\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">mit einem Klick zu den Streckenbildern!<\/p><\/div>\n<p>Am Start versammelten sich mittlerweile die knapp 2000 Marathonis. Insgesamt hatten sich \u00fcber alle Strecken ungef\u00e4hr 10.500 L\u00e4ufer aus 61 Nationen angemeldet. Das bedeutete zum 10. Jubil\u00e4um auch gleichzeitig Teilnehmerrekord!<\/p>\n<p>Mit Philippe und Micha versuchte ich etwas weiter nach vorne in den Startblock zu kommen. Als wir in H\u00f6he der links aufgebauten Trib\u00fcne mit den Organisatoren und Sponsoren der Laufveranstaltung waren, ert\u00f6nte der Startschuss. Bis zur \u00dcberquerung der Startlinie lagen noch knapp 200 Meter und viele, viele andere L\u00e4ufer vor uns. Allerdings setzte sich das Feld recht schnell in Bewegung. Mit dem Startschuss startete auch das auf einer riesigen Jubil\u00e4umstorte angebrachte Feuerwerk. Ein wahrlich furioser Auftakt und eine originelle Idee, um auf den Jubil\u00e4umslauf hinzuweisen!<\/p>\n<p>Bald sah ich auch Gudrun. Eigentlich hatte ich Silvia und Gudrun erst einige Meter weiter hinter der n\u00e4chsten Kurve an der alten Steinmauer in Richtung Ortsausgang erwartet, wie in den beiden Jahren zuvor. Ich winkte ihr noch zu, in der Hoffnung, dass sie mich auch inmitten der Menschenmassen entdecken w\u00fcrde. An der Steinmauer sahen wir dann Philippes Familie und Laurence, die uns von oben zuwinkten.<\/p>\n<p>Dass die ersten Kilometer mehr oder weniger bergab f\u00fchrten, kam mir sehr entgegen. Die Gefahr des \u00dcberpacen bestand hier eigentlich nicht, da die Wege nicht allzu breit und die L\u00e4uferdichte noch sehr hoch war.<\/p>\n<p>Eine Besonderheit beim Beaujolais-Marathon ist die Passage von insgesamt sechs Ch\u00e2teaus (Schl\u00f6ssern) bei km 4, 10, 15, 17, 20 und 23. Dort ging es jeweils direkt durch den Weinkeller bzw. durch das Geb\u00e4ude und durch die oft ausladenden Parkanlagen. Versorgungspunkte gab es bei den Ch\u00e2teaus oder sp\u00e4testens alle f\u00fcnf Kilometer. Diese St\u00e4nde waren gut gef\u00fcllt: Wasser, Tee, Wein, K\u00e4se, Salami, Trockenfr\u00fcchte, Schokolade, Apfelsinenst\u00fccke usw. \u2026<\/p>\n<p>Bereits nach vier Kilometern hatten wir das erste Schloss, das Ch\u00e2teau de Corcelles, erreicht. Die Strecke ist insgesamt mit 342 m Anstieg und 448 m Abstieg ausgewiesen.<\/p>\n<p>Zusammen mit Micha als meinem pers\u00f6nlichen \u201ePacemaker\u201c und Philippe war ich die ersten Kilometer unterwegs und schaute dabei kein einziges Mal auf meine Laufuhr. Micha sagte mir anfangs, dass ich zu schnell w\u00e4re. Das war allerdings nur zu Anfang, sp\u00e4ter konnte beim besten Willen davon keine Rede mehr sein \ud83d\ude09 . Wir drei genossen einfach das sch\u00f6ne Laufwetter und die tolle Stimmung entlang der Strecke.<\/p>\n<p>Die Strecke selbst ist wundersch\u00f6n und sehr abwechslungsreich. Allerdings sind die vielen kurzen und l\u00e4ngeren Anstiege auch sehr kr\u00e4ftezehrend. Berg- und Tallauf war noch nie meine gro\u00dfe St\u00e4rke.<\/p>\n<p>Im Ch\u00e2teau de Pizay gab es nach zehn Kilometern das volle Versorgungssortiment auf dem Schlosshof. Da ich mir sicherheitshalber drei Gels eingepackt hatte und diese auch nicht wieder mitnehmen wollte, nahm ich mir ein Gel, trank zwei Becher Wasser und probierte eine Salamischeibe. Philippe hatte seine eigene Versorgung mit und lief schon etwas vor. Nach kurzer Zeit liefen Micha, Philippe und ich wieder gemeinsam in einer kleinen Gruppe.<\/p>\n<p>Einige markante L\u00e4ufer, wie z.B. Jesus, und L\u00e4uferinnen im Nikolauskost\u00fcm kennt man nat\u00fcrlich schon von den letzten Marathons im Beaujolais. Sie kommen mir manchmal vor wie alte Bekannte. Auch in diesem Jahr gab auf der ersten Streckenh\u00e4lfte wieder ein gegenseitiges \u00dcberholen mit einigen L\u00e4ufern, die man von den vergangenen zwei L\u00e4ufen zumindest vom Sehen her kennt, und auch manchmal auch kurze Wortwechsel. Meine Franz\u00f6sischkenntnisse beschr\u00e4nken sich leider nur auf \u201eMerci\u201c, \u201eBonjour\u201c und \u201eBeaujolais\u201c \u2026 Alles andere ist dann mehr Geb\u00e4rdensprache, Kommunikation mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen \ud83d\ude09 .<\/p>\n<p>W\u00e4hrend es bei km 15 am Ch\u00e2teau vorbei ging, gab es bei km 17 ein Wiedersehen mit unserem Supporterteam Gudrun, Laurence und Silvia. Micha und ich lie\u00dfen uns noch die Zeit f\u00fcr ein Foto von Gudrun. Philippe war an dieser Stelle bereits kurz vor uns durch.<\/p>\n<p>Bei km 20 im Ch\u00e2teau de la Brasse ging es einige Stufen hinunter und dann direkt durch den Weinkeller, der Gang ums\u00e4umt von zahlreichen F\u00e4ssern links und rechts der Passage. Ich z\u00fcckte wieder ein Gel, nahm zwei Becher Wasser und versuchte mit meiner kleinen Handkamera ein paar Fotos zu machen. Micha probierte sich derweil an dem guten Verpflegungssortiment im Ch\u00e2teau durch.<\/p>\n<p>Ein wenig sp\u00e4ter passierten wird dann mit 2:08 h die Halbmarathonmarke. Vor drei Jahren hatte ich hier noch knapp 1h:57min als Zeit stehen. Meine Marathonvorbereitung hatte ich damals aber auch gewissenhafter durchgezogen gehabt und ich hatte damals versucht, unter vier Stunden zu kommen. Den Ehrgeiz hatte ich heute keineswegs.<\/p>\n<p>Die Strecke selbst war nach wie vor sehr sch\u00f6n und auch abwechslungsreich. Das Wetter war top und ich schon fast zu warm angezogen. L\u00e4ngst hatte ich mir die \u00c4rmlinge heruntergestreift.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Philippe l\u00e4ngst unseren Augen entschwunden war, lief Micha weiter gemeinsam mit mir. Immer wieder schaute er sich um und ich merkte jetzt die fehlenden Trainingskilometer, denn meine Beine wurden immer schwerer. So lief bzw. schlich ich die km zwischen 22 und 32 relativ gleichm\u00e4\u00dfig dahin.<\/p>\n<p>Bei Arnas trafen wir dann noch einmal auf unser Supporterteam Silvia, Laurence und Gudrun, die uns anfeuerten, filmten und fotografierten. An der Versorgungsstation nahm ich mein letzes Gel ein und leerte einen Wasserbecher.<\/p>\n<p>Laurence blieb dann anschlie\u00dfend in Arnas, da ihr Start 15.00 Uhr hier erfolgen sollte. Gudrun und Silvia machten sich weiter in Richtung Ziel, nach Villefranche, auf.<\/p>\n<p>An den n\u00e4chst folgenden H\u00fcgeln fiel mir das Laufen nun immer schwerer und ich musste schon mal die eine und die andere Gehpause einlegen. Man merkt schon die mangelnde Marathonvorbereitung. Gute Vors\u00e4tze f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr habe ich zumindest \ud83d\ude09 .<\/p>\n<p>So ging es dann Kilometer f\u00fcr Kilometer bis nach Villefranche weiter, die gl\u00fccklicherweise \u00fcberwiegend bergab verliefen, obwohl es f\u00fcr mich mittlerweile nicht mehr viel ausmachte, ob ich nun bergab oder bergan laufe.<\/p>\n<p>Allerdings hatte ich mich auf den letzten vier Kilometern wieder etwas berappelt und lief jetzt langsam, aber kontinuierlich, mit Micha in Richtung Ziel.<\/p>\n<p>In Villefranche liefen wir auf den letzten zwei Kilometern entlang der Avenue du Beaujolais und dann weiter \u00fcber einen Kreisel in die Avenue Joseph Balloffet. Von hier aus ging es diesmal immer weiter geradeaus. Die Markthalle wird nun nicht mehr durchlaufen, da in den letzten Jahren dort einige L\u00e4ufer auf den letzten Metern beim Treppablauf vor dem Ziel offensichtlich gest\u00fcrzt waren. Es war eigentlich schon ein Erlebnis gewesen, durch die Markthalle mit den abgedeckten Obst und Gem\u00fcsest\u00e4nden zu laufen und dann die Treppe herunter, bevor es dann wirklich auf die letzten Meter ins Ziel ging. Aber Sicherheit geht halt vor.<\/p>\n<p>Der letzte Kilometer f\u00fchrten nun \u00fcber die Rue Nationale. Hier war der Jubel an der Strecke riesig und irgendwo w\u00e4hnte ich am Ende schon das Ziel zu sehen. Von weitem gr\u00fc\u00dfte schon die Kirche &#8222;Notre Dame des Marais&#8220; und ich f\u00fchlte mich nun, als wenn ich auf der Stelle treten w\u00fcrde. Irgendwann fragte ich Micha: &#8222;Wie weit ist es denn noch?&#8220;<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich sah ich Gudrun und Silvia an der Seiter hinter der Absperrung zur Laufstrecke stehen. Jetzt konnte es wirklich nicht mehr weit sein. Einigen Zurufen, wie z.B. &#8222;Courage&#8220;, entnehmend muss ich offensichtlich wirklich ziemlich fertig ausgesehen haben.<\/p>\n<p>Jetzt kamen die letzten 300 Meter, entlang der Rue Pierre Morin, rechts weiter auf die Rue de la Paix bis kurz vor das Rathaus, dann war wirklich das Ziel erreicht! Die letzen Meter liefen Micha und ich gemeinsam \u00fcber den roten Teppich, denn wir wollten m\u00f6glichst die gleiche Zeit laufen. Das haben wir auch wirklich geschafft. Offiziell kamen wir nun nach 4:42:35 h beide zeitgleich \u00fcber die Zeitnahme.<\/p>\n<p>Gleich hinter der Ziellinie wurde Micha interviewt. Micha sagte, dass wir aus Deutschland kommen und dass er schon achtmal beim Beaujolais-Marathon dabei war. Einige Meter weiter bekamen wir W\u00e4rmeschutzfolien und gleich danach unserer Marathonmedaille umgeh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Diese Medaille ist was besonderes, denn es handelt sich um einen Weinprobiersch\u00e4lchen. Den passenden Wein gab es dann nat\u00fcrlich auch gleich, denn jedem Teilnehmer winkt als Zielpr\u00e4mie eine Flasche vom frischen 2014-er Beaujolais.<\/p>\n<p>Nun machten wir uns gleich weiter auf in den Keller der Markthalle. Hier konnten wir unsere Kleiderbeutel abholen und uns auch wieder umkleiden. Unsere Kleiderbeutel bekamen wir sehr schnell. Anhand der Startnummern fanden die Helfer diese sehr schnell. Allerdings war es hier sehr voll und stickig und es sah so aus, als wenn alle Pl\u00e4tze auf den B\u00e4nken besetzt w\u00e4ren. So setzte ich mich zun\u00e4chst auf die Folie. Nach kurzer Zeit wurden dann aber zwei Pl\u00e4tze frei und wir konnten uns setzen.<\/p>\n<p>Nach einem Moment des Verschnaufens zogen wir uns um und tranken noch einen Becher Br\u00fche. Das tat jetzt gut. Allerdings blieb uns nicht viel Zeit in der Tiefgarage, denn wir wollten nach M\u00f6glichkeit Laurence, Frederic und Carla auf den letzten Metern anfeuern. Gudrun und Silvia entdeckten wir, wie telefonisch verabredet, recht schnell an der Markthalle.<\/p>\n<p>Gemeinsam zogen wir dann in Richtung Rue Nationale in N\u00e4he der Notre Dame des Marais. W\u00e4hrend ich mehr oder weniger am Absperrgitter abhing waren Gudrun und Silvia schon wieder flei\u00dfig auf Motivsuche, fotografierend und filmend. Unsere drei 12-km-L\u00e4ufer wollten wir keineswegs verpassen. Angesichts der Menge an ankommenden L\u00e4ufern war dies nicht unbedingt ein leichtes Unterfangen. Als erstes tauchte Frederic forschen Schrittes auf. Micha rief zu uns her\u00fcber und ich riss schnell meine kleine Kamera, die w\u00e4hrend des gesamten Marathons f\u00fcr ein paar Schnappsch\u00fcsse genutzt hatte, herum. Leider erwischte ich ihn in der Hektik nur noch etwas unscharf von der Seite. Oder war einfach zu schnell? Kurz darauf lief auch Laurence an uns vorbei. Hier klappte es auch bei Gudrun mit einem Foto. Carla hatten wir leider nicht entdecken k\u00f6nnen. Allerdings ist die Sichtung des Videomaterials noch nicht abgeschlossen&#8230;<\/p>\n<p>Etwas sp\u00e4ter trafen wir uns dann alle bei Frederic und Carla, die gleich an der Laufstrecke wohnen, zu einem kleinen<i> <\/i><em>Aperitif u<\/em>nd zum Plaudern in einem Sprachenmix aus franz\u00f6sisch, englisch und deutsch. Teilweise war das ein ganz sch\u00f6nes Kauderwelsch \ud83d\ude09 .<\/p>\n<div style=\"width: 487px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/index.php\/nggallery\/galleries\/2014-11-23-after-beaujolais-marathon?page_id=5825\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/gallery\/2014-11-23-after-beaujolais-marathon\/DSC07776.JPG\" alt=\"DSC07776\" width=\"477\" height=\"357\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">nach dem Marathon du Beaujolais<\/p><\/div>\n<p>Am Sonntag fuhren wir gemeinsam zum Hameau Duboeuf unweit von Fleurie.<\/p>\n<p>Im dortigen <a href=\"http:\/\/www.hameauduvin.com\/de\/\" target=\"_blank\">Hameau du vin<\/a> besuchten wir zun\u00e4chst ein sehr interessantes Museum zur Geschichte des Beaujolais-Weinanbaugebietes und konnten zahlreiche historische Originalwerkzeuge zur Weinproduktion bewundern. Vieles war auch in Filmen und Animationen erkl\u00e4rt. Ein absolutes Prunkst\u00fcck ist eine riesige Weinpresse aus dem 18. Jahrhundert. Dieses Museum sehr zu empfehlen! Leider hatten wir es nicht geschafft, das ganze Museum zu besichtigen, denn es war mittlerweile Mittag geworden und die offizielle Abschlussveranstaltung des &#8222;Marathon du Beaujolais&#8220; fand in einem gediegenen Ambiente mit Weinverkostung und gemeinsamen Mittagessen statt. Bei Maronensuppe, Coq au vin und einem Dessert lie\u00dfen wir uns es mit einem Gl\u00e4schen vom neuen Beaujolais gut gehen.<\/p>\n<p>Derart gest\u00e4rkt unternahmen wir anschlie\u00dfend in Fleurie eine kleine Wanderung den Weinberg hinauf zur kleinen Kapelle, die Gudrun und ich bislang nur aus der Ferne kannten. Vom Berg hatten wir einen tollen Blick auf Fleurie und auf die H\u00fcgellandschaft des Beaujolais.<\/p>\n<p>Am Montag machten wir uns wieder mit Micha und Silvia auf die Heimreise in Richtung Stuttgart. Hier legten wir am Dienstag einen \u201eReiseruhetag\u201c ein, bevor es f\u00fcr uns am Mittwoch weiter per Bahn wieder nach Rostock retour ging. Den Dienstag nutzten wir f\u00fcr einen Besuch des Mercedes-Benz-Museums in Untert\u00fcrkheim. Das war wirklich sehr interessant. Hier kann man wirklich einen ganzen Tag verbringen.<\/p>\n<p>Danke f\u00fcr die sch\u00f6nen Stunden in Frankreich und Stuttgart! Wir hatten viel Spa\u00df und kommen gerne wieder \ud83d\ude42 !<\/p>\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.sprintefix.de%2F%3Fp%3D29697&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px;margin-top:5px;\"><\/iframe>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Link zur Bildergalerie \u00dcber 500 Fotos vom Jubil\u00e4umslauf beim 10. Marathon du Beaujolais (Villefrance-sur-Sa\u00f4ne)! 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