{"id":3390,"date":"2012-05-14T18:51:38","date_gmt":"2012-05-14T16:51:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sprintefix.de\/?p=3390"},"modified":"2012-05-19T08:29:35","modified_gmt":"2012-05-19T06:29:35","slug":"40-rennsteiglauf-in-schmiedefeld-am-12-05-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=3390","title":{"rendered":"40. Rennsteiglauf in Schmiedefeld am 12.05.2012"},"content":{"rendered":"<p>ngg_shortcode_0_placeholder<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/?page_id=1891&amp;album=2&amp;gallery=135\" target=\"_blank\">Link zur Bildergalerie<\/a><\/p>\n<p>Bereits im letzten Jahr hatte ich mich kurz nach dem Berlin-Marathon f\u00fcr den Rennsteiglauf (Marathon) angemeldet und eine Ferienwohnung f\u00fcr Gudrun und mich gebucht! Gemeinsam\u00a0 mit einigen KSWM-Heroen (Jens, Andreas, Bahram, Mathias und Heiko) wollte ich den Rennsteig zu bezwingen!<\/p>\n<p>Und dann das! Die letzten zwei Wochen vor dem Start hatte ich mir nach dem Stoltera-K\u00fcstenwaldlauf in Warnem\u00fcnde eine sehr hartn\u00e4ckige Erk\u00e4ltung zugezogen. Somit fiel f\u00fcr mich der letzte Test\u00a0 vor dem Rennsteiglauf, den HM in Neubrandenburg, ins Wasser. Ehrlich gesagt, auch f\u00fcr den Rennsteiglauf sah ich mittlerweile schwarz\u2026<!--more--><\/p>\n<p>Zu allem \u00dcbel hatte ich nun auch noch Roland und Gudrun mit meiner Erk\u00e4ltung infiziert. Wir schnieften um die Wette. F\u00fcr Roland stand damit sein Start beim 20. Rostocker Citylauf, wo er gemeinsam mit Jana den Halbmarathon laufen wollte, leider auch in den Sternen.<\/p>\n<p>Alle l\u00e4uferischen Aktivit\u00e4ten wurden erst einmal eingestellt und ich hoffte auf meine Genesung bis dahin. Zu meinem Gl\u00fcck ging es mir dann doch von Tag zu Tag besser und ich wagte am 8. Mai ein erstes vorsichtiges L\u00e4ufchen. Das ging schon\u00a0 mal ganz gut \ud83d\ude42 . Da aber der Dar\u00df-Halbmarathon im April mein letzter l\u00e4ngerer Lauf war, ich also eine suboptimale Vorbereitung hatte, wuchs nat\u00fcrlich meine Unsicherheit: \u201eW\u00fcrde ich den Marathon am Rennsteig \u00fcberhaupt durchstehen???\u201c. Notfalls w\u00fcrde ich dann eben Gehpausen einlegen, die Zeit w\u00e4re mir vollkommen egal.<\/p>\n<p>Am Donnerstag machten Gudrun und ich uns gleich von der Arbeit aus auf den Weg nach Oberhof, wo wir kurz vor neun Uhr in der Ferienwohnung eintrafen. \u00a0Am n\u00e4chsten Tag machten wir uns an Vormittag nach Neuhaus\/am Rennweg auf, um die Startunterlagen abzuholen. Das Wetter meinte es mit schw\u00fclen und sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad mehr als gut mit uns. F\u00fcr den Wettkampftag k\u00fcndigte die Wettervorhersage eine merkliche Abk\u00fchlung durch n\u00e4chtliche Gewitter an. Das lie\u00df auf ein optimales Laufwetter hoffen\u2026<\/p>\n<p>Die Startnummernausgabe klappte bestens, in knapp f\u00fcnf Minuten war alles Organisatorische erledigt. Jetzt hatten wir Zeit, uns noch etwas umzuschauen. Direkt an der Sportanlage wurde gerade noch am Starttor gebastelt und eine mobile B\u00fchne herangefahren. Beim &#8222;Posen&#8220; vor dem Marathon-Starttor sah ich ein erstes bekanntes Gesicht: ein Wismarer L\u00e4ufer, der mich vom Sehen her ebenso gleich erkannte. Er erinnerte sich: \u00a0&#8222;Du bist doch beim Krakower Mittsommernachtslauf letztes Jahr im orangen Shirt gelaufen.&#8220; Die Welt ist ein Dorf! Auf der Laufmesse in der GutsMuths-Halle schlugen wir dann am Souvenirstand zu: schicke schwarze Funktionsshirts zum \u201e40. Rennsteiglauf\u201c, Brosch\u00fcre &#8222;Vom Abenteuer zum Kultlauf&#8220;, K\u00f6stritzer Biergl\u00e4ser passend zu Lauf (gab\u2019s f\u00fcr 1 \u20ac), Pins, Aufn\u00e4her. Wir waren nun also bestens versorgt und hatten bis zum Abend noch gen\u00fcgend Zeit. \u00a0Gudrun machte den Vorschlag, dass wir uns die Saalfelder Feengrotten anschauen k\u00f6nnten. Sie kannte diese noch aus ihrer Dresdner Studienzeit. Unser Timing war perfekt! Kaum eingetroffen und Eintrittskarten gekauft, da begann auch gleich eine gut einst\u00fcndige F\u00fchrung durch die Grotten, beginnend mit einem z\u00fcnftigen \u201eGl\u00fcck auf!\u201c Die Feengrotten sind wirklich sehr sch\u00f6n und eine Empfehlung wert. Und, wie uns der \u201eBergmann\u201c sagte, habe die Luft in der Grotte bei Atemwegeerkrankungen eine \u00e4u\u00dferst heilsame Wirkung. Da waren wir also mit unserer abklingenden Erk\u00e4ltung also bestens aufgehoben \ud83d\ude09 .<\/p>\n<p>Mittlerweile waren dann auch Otti, Juliane und Heiko, Andreas\u00a0 und seine Frau Ulla in Oberhof eingetroffen. Mein Studienkollege Edge-Bert sollte etwas sp\u00e4ter zu uns sto\u00dfen.<\/p>\n<p>Unsere Truppe deckte fast das ganze Spektrum an Laufdistanzen ab:\u00a0 Juliane, Otti und Gudrun wollten gemeinsam die 17-km-Familienwanderung machen (Startort Oberhof), Edge-Bert den Halbmarathon (ebenfalls Startort Oberhof), ich den Marathon (Startort Neuhaus) und, last but not least, Heiko den Supermarathon (Startort Eisenach).<\/p>\n<p>Nach dem gemeinsamen Abendessen, es gab u.a. Bauernfr\u00fchst\u00fcck in seltsamerweise unterschiedlichen (!) Varianten (mit und ohne Kartoffelsalat), machten wir uns rechtzeitig zur Ferienwohnung auf, denn die Nacht sollte ja recht kurz werden, insbesondere f\u00fcr Heiko, dessen Bus zum Start nach Eisenach bereits kurz nach vier Uhr von Oberhof abfuhr\u2026<\/p>\n<p>Schon als wir in der Gastst\u00e4tte sa\u00dfen zog das angek\u00fcndigte Unwetter heran und brachte die angek\u00fcndigte und erhoffte Abk\u00fchlung mit. Wir schafften es zwischen zwei gr\u00f6\u00dferen Regenschauern halbwegs trocken zur Unterkunft zu kommen. Ich stellte mir den Wecker auf 4.45 Uhr. Um f\u00fcnf Uhr holte ich erst einmal Br\u00f6tchen f\u00fcr die ganze Truppe. Der Shuttle-Bus, mit dem Andreas und ich nach Neuhaus wollten, sollte \u00a0um 6.00 Uhr losfahren. Irgendwie f\u00fcr mich fast unglaublich, dass f\u00fcr diese Strecke zwei Stunden Fahrzeit eingeplant waren!<\/p>\n<p>Nach einem gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck machten Andreas und ich uns um Busbahnhof in Oberhof auf, \u00a0Gudrun begleitete uns. Und wen sahen wir da in einem auff\u00e4lligen gelben Shirt? Maik von der LG Socken-Wellen aus Magdeburg! Was f\u00fcr eine \u00dcberraschung und Freude am fr\u00fchen Morgen! W\u00e4hrend Andreas gerade noch so einen Sitzplatz ergatterte, war ich anscheinend der erste, der die Fahrt stehend verbringen sollte :-(! So stellte ich mich dann zu Maik und wir unterhielten uns eine Weile, w\u00e4hrend sich der Bus so langsam in Bewegung setzte. Von Station zu Station f\u00fcllte sich der Bus immer mehr. \u00a0Irgendwie fand ich dann eine Sitzm\u00f6glichkeit auf dem Radkasten des Hinterrades. Immerhin besser schlecht gesessen als die ganze Zeit gut gestanden! Direkt neben und hinter mir unterhielten sich einige Leipziger Sportfreunde \u00fcber Energie-Gels, Marathonvorbereitungen und Ausr\u00fcstungszubeh\u00f6r f\u00fcr den Marathon. Au\u00dferdem wurde dar\u00fcber sinniert, ob es wohl sinnvoll w\u00e4re in kurzen oder langen Klamotten zu laufen. Drau\u00dfen waren es grade 4 \u00b0C! F\u00fcr mich war die Entscheidung definitiv gefallen, da ich nur kurze Laufsachen eingepackt hatte. Irgendwann kam ich dann auch mit meinem Sitznachbarn ins Gespr\u00e4ch und es stellte sich heraus, dass wir beide viel mit Computern zu tun haben. Er fand, dass ich technisch wohl sehr gut ausger\u00fcstet w\u00e4re. Besonderen Eindruck machten wohl die Kompressionssocken und die mit Magneten befestigte Startnummer&#8230; Mit Blick auf meine Statur meinte er, dass er sich bei manchem L\u00e4ufer schon get\u00e4uscht h\u00e4tte, wenn von der Figur auf dessen Zielzeiten geschlossen habe. So verging die Zeit von gut zwei Stunden bis nach Neuhaus doch recht kurzweilig.<\/p>\n<p>Es war noch gen\u00fcgend Zeit bis zum Start und so begleitete ich Andreas noch bis zur Startnummernausgabe in der Schule gegen\u00fcber der Sporthalle. Danach wollte sich Andreas noch Gels besorgen, da er seine vergessen hatte. Eins konnte ich noch entbehren, denn zwei reichen mir eigentlich bei einem Marathon.<\/p>\n<p>Ich stellte mich sicherheitshalber noch an der Kloschlange an, die aber irgendwie nicht so richtig weiterr\u00fcckte. Da man f\u00fcr\u00b4s kleine Gesch\u00e4ft vorgehen durfte nutzte ich die Gelegenheit, denn schon 20 Minuten vor dem Start wurde laufend aufgerufen, in den Innenbereich des Sportplatzes zu kommen. Nun tauchte auch Andreas wieder auf und wir machten uns startklar. Gl\u00fccklicherweise hatte ich noch eine Folie von einem der letzten Marathons dabei, um die letzten Minuten vor dem Start nicht auszuk\u00fchlen. Auf der neu angelegten Tartanbahn liefen wir uns etwas ein. Nach und nach f\u00fcllte sich der Sportplatz mit den mehr als 3500 Marathonstartern. Da ich Gudruns kleine Kamera dabei hatte, konnte ich dann noch einige Bilder und Videoschnipsel aufnehmen. Der Countdown lief und von der B\u00fchne wurden einige Worte an die L\u00e4ufer gerichtet. \u00dcber uns schwirrte ein Hubschreiber des MDR. Da ich nun ziemlich links am Absperrnetz des Sportplatzes stand, staunte ich nicht schlecht, als ich pl\u00f6tzlich Antje und Micha mit ihrem Spr\u00f6\u00dfling Paul au\u00dferhalb der Absperrung sah. Ich ging gleich hin und begr\u00fc\u00dfte die beiden, die heute den Marathon wandernd erleben wollten. Im letzten Jahr hatten sie, noch ohne Paul, die 35-km-Wanderung gemacht und waren im Ziel in Oberhof entt\u00e4uscht gewesen, dass im Ziel kein Publikum da war. Heute war f\u00fcr sie das Ziel auch f\u00fcr sie Schmiedefeld!<\/p>\n<p>Jetzt wurde es langsam ernst, denn der obligatorische Schneewalzer erklang und alle L\u00e4ufer hakten sich zum Schunkeln ein! Nat\u00fcrlich folgte noch das Rennsteiglied, welches, nomen est omen, hier keinesfalls fehlen durfte! Punkt neun Uhr erfolgte der Startschuss und das riesige L\u00e4uferfeld setzte sich in Bewegung! Das Abenteuer Rennsteiglauf begann! Als Einstimmung auf die kommende Strecke musste auf dem ersten Kilometer entlang der Ernst-Th\u00e4lmann-Stra\u00dfe gleich ein langer Anstieg zu bew\u00e4ltigt werden.Die ersten f\u00fcnf Kilometer ging es so gr\u00f6\u00dftenteils direkt auf Asphalt der B 281 entlang. Am Sandwieschen bei km 5,8 gab es bereits die erste Erfrischung in Form von Getr\u00e4nken. Schnell griff ich mir einen Becher und weiter ging es nun auf den Waldweg des Rennsteiges. Hier konnten maximal zwei L\u00e4ufer nebeneinander laufen und bei \u00dcberholman\u00f6vern war daher gr\u00f6\u00dfte Vorsicht geboten.<\/p>\n<p>Vorbei an Limbach und Friedrichsh\u00f6he (km 12) ging es nun \u00fcber teils schottrige oder sandige Waldwege. Es war ein st\u00e4ndiger Wechsel zwischen An- und Abstiegen. H\u00f6hen\u00e4nderungen von 30 bis 40 Metern waren die Regel. Kurz vor km 18 zog Maik an mir vorbei und klopfte mir auf die Schulter. Wir w\u00fcnschten uns noch kurz viel Gl\u00fcck und ich schaltete mal wieder die kleine Kamera im Videomodus ein. Auch Esmail kam nun heran. Ich begr\u00fc\u00dfte ihn kurz und hoffte, dass wir uns im Ziel dann wiedersehen w\u00fcrden. Bei km 18,8 lagen dann die Zeitnahmematten am Eselsberg zur &#8222;Bergwertung&#8220; aus. Zirka 70 H\u00f6henmeter Anstieg lagen auf den letzten zwei Kilometern auf dem Weg zur Turmbaude Masserberg hinter uns. Hier wartete die n\u00e4chste Verpflegungsstelle auf uns mit Wasser, Vita Cola, Ultra Sports, Tee, Obst und dem legend\u00e4ren Haferschleim, fast schon ein Markenzeichen von diesem Lauf. Frisch gest\u00e4rkt konnte es nun, vorerst bergab, weitergehen. Etwas weiter\u00a0 im Wald lagen dann pl\u00f6tzlich die Zeitnahmematten f\u00fcr die HM-Zeitnahme. Ich schaute gar nicht erst zur Uhr, war mir aber sicher, bislang nicht allzu sehr getr\u00f6delt zu haben. Wie sich im Nachhinein herausstellte lag ich hier bei nicht schlechten 2:02 h!<\/p>\n<p>Aber nicht nur die Anstiege sondern die Abstiege konnten heftig sein. Der n\u00e4chste Kilometer 22 bestand aus einem Abstieg von 70 H\u00f6henmeter \u00a0entlang eines schmalen Hohlweges zwischen Wurzeln und Schotter. Ans Laufen, und schon gar nicht ans \u00dcberholen anderer L\u00e4ufer, war hier wirklich nicht zu denken. Dieser Abschnitt zwischen Masserberg und Schwalbenhauptwiese ist schon legend\u00e4r. In der Vergangenheit wurde auch mehrfach \u00fcberlegt diesen Abschnitt zu entsch\u00e4rfen. F\u00fcr die Mehrheit der L\u00e4ufer war das aber nie in Frage gekommen. Der Rennsteiglauf ist eben auch ein Crosslauf! Soweit ich blicken konnte: vor mir L\u00e4ufer im Eilmarschtempo zwischen den Wurzeln stolpernd, irgendwo am Rande sa\u00df da schon mal ein Sani um im Ernstfall sofort helfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach den gut 110 m Abstieg auf den letzten zwei Kilometern ging es bei km 24 mal wieder gut 65 Meter hinauf. Die Masse an L\u00e4ufern fing nun an zu gehen. Irgendjemand sagte mir vor dem Lauf: &#8222;Die Masse kann sich nicht irren.&#8220; \u00a0So ging ich ebenfalls im Eilmarsch den Anstieg hinauf. Sobald es wieder etwas ebener wurde, setzte sich der Pulk wieder trabend in Bewegung.<\/p>\n<p>Das Wechselspiel von An- und Abstiegen von 30 bis 40 Metern entlang der Landstra\u00dfe L2052 hielt auch weiter bis km 27 bei Kalert an. Hier ging es mal wieder an einer Wiese entlang bis hinein nach Neustadt am Rennsteig mit dem Verpflegungspunkt bei km 28,8 . Hier konnte ich mich mal wieder an den angebotenen Getr\u00e4nken und Obst laben. Auch eine Scheibe Zitrone griff ich mir. Wie mir Heiko sp\u00e4ter erz\u00e4hlte, war die Zitrone daf\u00fcr gedacht, diese mit dem\u00a0 daneben stehendem Salz zu bestreuen, um so den Salzhaushalt zu regulieren. Nun auch egal, mir hat die Zitrone auch so eine Erfrischung bereitet ;-)! \u00a0An den Schleim hatte ich mich nun auch schon gew\u00f6hnt und nahm hier auch einen Becher voll zu mir.<\/p>\n<p>Die folgenden Kilometer bis zum Kleinen Dreiherrenstein (km 34) waren \u00fcberwiegend Anstiege. Hier kam dann auch wieder eine Verpflegungsstelle mit Wasser, Cola, Tee und Obst. Dort, wo es m\u00f6glich war oder ich mal wieder bei zu heftigen Anstiegen eine kleine Gehpause einlegen musste, schaltete ich mal hin und wieder wieder die kleine Kamera zur &#8222;Liveberichterstattung&#8220; ein. Gef\u00fchlt wurde ich jetzt mehr \u00fcberholt als das ich selbst jemanden \u00fcberholen konnte. Allerdings hielt ich mich \u00fcber eine l\u00e4ngere Strecke ain einen Pulk aus f\u00fcnf bis sechs L\u00e4ufern. \u00c4hnlich dem Pferd, das den Stall schon riechen konnte, wurde ich nun langsam wieder etwas mobiler \ud83d\ude09 !<\/p>\n<p>Bei Frauenwald war dann bei km 38 nochmal ein Verpflegungsstand. Es waren nun nur noch schlappe f\u00fcnf Kilometer bis ins Ziel. Irgendjemand rief am Rande &#8222;Sieht gut aus!&#8220; und &#8222;Ihr schafft noch die 4:30!&#8220;.\u00a0 \u201eAha,\u201c dachte ich so f\u00fcr mich, \u201e dann sieht es ja noch gar nicht mal sooo schlecht mit meiner Zeit aus.\u201c. Allerdings besa\u00df ich nun nicht unbedingt den Ehrgeiz, jetzt noch auf eine bestimmte Zeit hinzusteuern. Ich lief einfach wie ich konnte so \u201eleicht und flockig&#8220; es eben noch ging. Im Hinterkopf musste ich auch an den so oft erw\u00e4hnten heftigen Anstieg kurz vor dem Ziel denken.<\/p>\n<p>Die letzen Kilometer bis nach Schmiedefeld f\u00fchrten \u00fcber einen breiten schottrigen Weg, \u00fcberwiegend bergab, bis nach Schmiedefeld hinein. In Schmiedefeld selbst liefen wir dann immer weiter ins Tal \u00fcber die Ilmenauer Stra\u00dfe und \u00fcber den Gleisen der Rennsteigbahn. An der n\u00e4chsten scharfen Linkskurve erwartete mich \u00fcberraschend Edge-Bert, mit dem ich noch schnell abklatschte und der mir noch einen Gru\u00df hinterher rief!<\/p>\n<p>Bei km 42,195, also der offiziellen Marathondistanz, lag eine weitere Zeitnahmematte aus. Nun waren es nur noch ungef\u00e4hr 1,4 km bis ins Ziel! Die Ruppachstra\u00dfe kurz vor dem Sportplatz Schmiedefeld hat nochmal knapp 30 Meter Anstieg zu bieten. Dank der vielen begeisterten Zuschauer konnte ich dann aber doch noch die letzen Reserven mobilisieren, um auch diesen Anstieg noch laufend zu bew\u00e4ltigen. Auf dem Sportplatz selbst empfing mich eine Riesenstimmung! Viele riefen mir zu &#8222;Los Fred!&#8220; und wunderten sich wohl, dass ich die kleine Kamera in der Hand hielt und selber die letzten Meter noch filmte.<\/p>\n<p>Nach dem Einbiegen auf die Zielgerade bef\u00fcrchtete ich zun\u00e4chst, dass ich noch eine Ehrenrunde laufen m\u00fcsste, da eine zweite Bahn abgesperrt war. Dort liefen jedoch die Supermarathonis ein. Kurz vor dem Ziel dann von rechts von mir ein frenetischer Jubel und ich schaute unwillk\u00fcrlich hin. Tats\u00e4chlich: dort standen Gudrun, Otti und Juliane und feuerten mich wie erhofft auf den letzen Metern an \ud83d\ude42 .<\/p>\n<p>Nach 4:31:24 h offizieller Zeitnahme lief ich \u00fcbergl\u00fccklich \u00fcber die Ziellinie und bekam meine Medaille umgeh\u00e4ngt! Was f\u00fcr eine einmalige Strecke lag nun hinter mir!<\/p>\n<p>Noch beim Umkleiden, zehn Minuten nach dem Zieleinlauf, klingelte mein Handy und Micha war dran! Mein Freund aus S\u00fcddeutschland hatte den Lauf anscheinend \u00fcber das Internet nahezu live verfolgt und gratulierte mir zu meiner Zeit am Rennsteig! Ich war perplex!<\/p>\n<p>Ab und an blickte jetzt auch schon die Sonne durch, trotzdem war es noch recht frisch. Auf dem Platz herrschte eine Art Volksfeststimmung und viele lie\u00dfen es sich nicht nehmen, die ankommenden L\u00e4ufer tatkr\u00e4ftig anzufeuern. Ich selbst hatte nun gen\u00fcgend Zeit mich etwas umzuschauen und entdeckte auch sofort Gerd aus Warnem\u00fcnde in der Menschenmenge. Er wartete noch auf Gerlind, die wie er den Supermarathon lief und die nach etwas \u00fcber neun Stunden im Ziel eintreffen sollte. F\u00fcr unsere Supporterinnen im Zielbereich (Otti, Juliane und Gudrun), die durch das Warten auf uns \u201eRennsteighelden\u201c schon ziemlich durchgefroren waren, holte ich noch Kuchen und w\u00e4rmenden Kaffee. Nach 10:41 Stunden kam dann auch Heiko in einem gemeinsamen Trupp mit Steffen und Didi ins Ziel. Heiko stellte etwas sp\u00e4ter fest, dass er mit dem falschen Chip, n\u00e4mlich mit dem Julianes, gelaufen ist und er demzufolge keine offizielle Zeit hat \ud83d\ude41 . Mal sehen, ob eine Korrektur erfolgt. Zeugen (Steffen und Didi\u00a0 sowie unser ganzer Trupp) sowie Foto- und Videobeweise gibt es zur Gen\u00fcge \ud83d\ude09 .<\/p>\n<p>Abends ging es ins Oberhofer Festzelt zur Marathonparty. Hier herrschte wirklich eine ausgelassene Riesenstimmung und wir trafen hier noch einige Sportfreunde aus M-V (Wittenburg, Schwerin)! Wie mir Frank aus Schwerin erz\u00e4hlte, konnte er beim Halbmarathon sogar seine Bestzeit verbessern, und das bei dieser keineswegs einfachen Strecke!<\/p>\n<p>Der Rennsteiglauf war nun Geschichte und wir hatten, da wir erst am Montag zur\u00fcckreisen wollten, noch den ganzen Sonntag zu unserer Verf\u00fcgung. So machten wir einen Ausflug nach Eisenach und besichtigten die Wartburg. Am Abend gingen wir dann gemeinsam mit Juliane und Heiko zu Salvatore und hatten dort in lockerer Atmosph\u00e4re einen am\u00fcsanten Abend. Dieses kleine italienische Restaurant in Oberhof ist ein echter Geheimtipp, kein Vergleich zur Gastst\u00e4tte vom Freitagabend!<\/p>\n<p>Bevor wir am Montag abreisten machten wir zu viert, d.h. Heiko, Juliane, Gudrun und ich, noch eine kleine Runde am Rennsteig beim Grenzadler. Hier war auch noch die Stelle zu sehen, wo am Samstag die Zeitnahmematten (km 55) des Supermarathons lagen.<\/p>\n<p>Erste Pl\u00e4ne wurden bereits f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr geschmiedet und ich lie\u00df mich vor Begeisterung schon dazu hinrei\u00dfen, eventuell den Supermarathon ins Auge zu fassen. Bis dahin ist ja aber noch etwas Zeit&#8230;<\/p>\n<p>Wir alle waren von der ganzen Organisation und dem Herzblut der zahlreichen Helfer und Betreuer sehr angetan &#8211; es war bestimmt nicht das letzte Mal am Rennsteig!<\/p>\n<p>P.S. \u00dcbrigens kam ich noch vor meinem Leipziger Sportsfreund ins Ziel \ud83d\ude09 !<\/p>\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.sprintefix.de%2F%3Fp%3D3390&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px;margin-top:5px;\"><\/iframe>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Link zur Bildergalerie Bereits im letzten Jahr hatte ich mich kurz nach dem Berlin-Marathon f\u00fcr den Rennsteiglauf (Marathon) angemeldet und eine Ferienwohnung f\u00fcr Gudrun und mich gebucht! 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