{"id":3486,"date":"2012-06-16T19:51:48","date_gmt":"2012-06-16T17:51:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sprintefix.de\/?p=3486"},"modified":"2012-06-19T00:27:04","modified_gmt":"2012-06-18T22:27:04","slug":"22-tollenseseelauf-in-neubrandenburg-am-16-06-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=3486","title":{"rendered":"22. Tollenseseelauf in Neubrandenburg am 16.06.2012"},"content":{"rendered":"<p>ngg_shortcode_0_placeholder<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/?page_id=1891&amp;album=2&amp;gallery=142\" target=\"_blank\">Link zur Bildergalerie<\/a><\/p>\n<p>Am Freitag hatte ich auf der R\u00fcckreise von Trier nach Rostock fast zw\u00f6lf Stunden im Bus verbracht. Mensch, war das anstrengend! Immer sitzen, keine Beinfreiheit, das geht geh\u00f6rig auf die Knie! Da freute ich mich schon riesig auf den Tollenseseelauf am Samstag!<!--more--><\/p>\n<p>2010 hatte ich bereits einmal hier den Halbmarathon absolviert und hatte ihn f\u00fcr das folgende Jahr auch wieder im Visier. Jedoch kollidierte dann der Termin mit dem Krakower Mittsommernachtslauf, jedenfalls so gut wie. F\u00fcr Ultral\u00e4ufer w\u00e4re die Konstellation schon eine \u00dcberlegung wert gewesen: morgens Marathon um den Tollensesee und abends 30 km um den Krakower See ;-). Ich hatte mich dann f\u00fcr Krakow entschieden&#8230;<\/p>\n<p>Dieses Jahr blieb mir zum Gl\u00fcck die Qual der Wahl zwischen diesen beiden wirklich sehr sch\u00f6nen Landschaftsl\u00e4ufen erspart. Der Lauf in Krakow startet eine Woche sp\u00e4ter \ud83d\ude09 .<\/p>\n<p>Die R\u00fcckrechnung, wann wir morgens von Rostock aus losfahren m\u00fcssten sah folgenderma\u00dfen aus: rechtzeitig Startunterlagen in Neubrandenburg abholen, bevor um 9.45 Uhr der Shuttle-Bus von Neubrandenburg (Start Marathon und Ziel) nach<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hohenzieritz\" target=\"_blank\"> Hohenzieritz<\/a> (Start Halbmarathon) abf\u00e4hrt. Auf der Hinfahrt nach Neubrandenburg musste ich aber in Hohenzieritz noch Gudrun samt Fahrrad absetzen. So hie\u00df es f\u00fcr Gudrun und mich schon fr\u00fch aufstehen, auch wenn der eigentliche Start erst um elf Uhr erfolgen sollte, denn Hohenzieritz liegt nicht gerade um die Ecke. Kurz nach sieben Uhr machten wir uns also auf den Weg. Als wir losfuhren, gab es in Rostock den angek\u00fcndigten Dauerregen. Sollte die Rostocker Marathonnacht vom letzten Jahr also noch getoppt werden? Das k\u00f6nnte ja noch \u201eheiter\u201c werden\u2026 Gl\u00fccklicherweise wurde es w\u00e4hrend der Fahrt \u00b4gen S\u00fcden immer freundlicher.<\/p>\n<p>Kurz vor neun Uhr erreichten wir den Zwischenstopp Hohenzieritz und Gudrun blieb wie vereinbart gleich dort. Ich traf dann vor halb zehn traf ich dann beim Jahnsportforum in Neubrandenburg ein. Hier herrschte bereits reges Treiben und nachdem ich einen Parkplatz gefunden hatte, ging es im Laufschritt zur Anmeldung, um noch schnell meine Startunterlagen abzuholen. Auf dem Weg dorthin lief mir Reinhold aus G\u00fctzkow \u00fcber den Weg, der ebenfalls beim 40. Rennsteiglauf dabei gewesen war und mir zurief: &#8222;Nun aber schnell!&#8220;. An der Startnummernausgabe in der Halle herrschte gl\u00fccklicherweise jetzt kein Gedr\u00e4nge mehr, so dass dies schnell erledigt war. Ich musste mich jetzt aber im Laufschritt zum Shuttle-Bus bewegen, es wurde allerh\u00f6chste Zeit! Bei meinem Eintreffen \u00f6ffnete der Bus gerade die T\u00fcren und die Halbmarathonis str\u00f6mten hinein. Reinhold reservierte schon mal einen Platz f\u00fcr mich und so ging es locker und entspannt auf die zwanzigmin\u00fctige Fahrt direkt bis vor das Schloss Hohenzieritz, dem Schlo\u00df der damaligen K\u00f6nigin Luise.<\/p>\n<p>Kaum waren wir ausgestiegen, da kam auch Gudrun von ihrer ersten Erkundungsfahrt zur\u00fcck. Nun hatten wir noch gen\u00fcgend Zeit bis zum Start. Ich \u00fcberlegte hin und her, ob ich mit dem Trinkgurt laufen sollte, entschied mich aber dann letztlich doch daf\u00fcr, den Gurt im Kleiderbeutel zu lassen. Bei der guten Versorgung, wie ich es vom Lauf von vor zwei Jahren noch in Erinnerung hatte, w\u00e4re dies auf der Strecke eigentlich nur unn\u00f6tiger Ballast!<\/p>\n<p>Reinhold und ich \u00fcbergaben unsere Autoschl\u00fcssel an Gudrun zur Verwahrung. Sp\u00e4testens im Ziel w\u00fcrden wir Gudrun ja wiedersehen. Auch Steffi aus Rostock gesellte sich zu uns und wir plauderten noch ein wenig. Steffi kannte die anspruchsvolle Strecke ebenfalls bereits aus eigenem Erleben.<\/p>\n<p>Zehn Minuten vor dem Start versammelten sich alle Starter auf der Freitreppe des Schlosses f\u00fcr das traditionelle Gruppenfoto. Heute winkten wir alle noch in die Kamera zugunsten rheumakranker Kinder. Die Welt-Rheuma-Liga hat eine Aktion zum <a href=\"http:\/\/www.rheumaliga.ch\/ch_News\/Article168\" target=\"_blank\">Welt-Rheuma-Tag<\/a> gestartet, um auf das Problem Betroffener aufmerksam zu machen.<\/p>\n<p>Erstmalig fand der Start nicht direkt vor dem Schloss statt, sondern auf der Dorfstra\u00dfe gleich nebenan. Nach dem z\u00fcnftigen Startschuss eines Sch\u00fctzen in Kost\u00fcmierung aus der Zeit der K\u00f6nigin Luise setzte sich das Feld der 270 Halbmarathonis in Bewegung. Konkrete Zeitvorstellungen von meiner m\u00f6glichen Zielzeit hatte ich nicht. Ich wollte den Lauf heute eigentlich auch genie\u00dfen. Nat\u00fcrlich hatte ich mir mein Ergebnis von vor zwei Jahren noch einmal angesehen: 1:52:38 h. F\u00fcr diese anspruchsvolle Strecke gar nicht so schlecht.<\/p>\n<p>Nach einer kleinen Runde durch den Schlosspark machten wir uns rechts auf die Dorfstra\u00dfe in Richtung Prillwitz auf. Der folgende Kilometer 2 lag mir, ging er doch kontinuierlich bergab \ud83d\ude09 . Hier konnte ich so richtig Fahrt aufnehmen und den einen oder anderen Mitstreiter \u00fcberholen. Der Tollenseseelauf tr\u00e4gt \u00fcbrigens tr\u00e4gt der Lauf den bezeichnenden Beinamen &#8222;Der H\u00e4rteste im Norden&#8220;. Man sollte nicht denken, dass an der Mecklenburger Seenplatte alles platt ist! Wer das glaubt, der hat sich hier m\u00e4chtig get\u00e4uscht\u2026 Insgesamt sind laut meiner Garmin auf der Halbmarathonstrecke 370 H\u00f6hemeter zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Kurz vor Kilometer drei zog an mir eine Frau mit Baby-Jogger vorbei. Ich staunte nicht schlecht, was f\u00fcr ein Tempo sie mit dem Gef\u00e4hrt, welches sie auch berghoch schieben musste, vorlegte! Respekt! Wie ich sp\u00e4ter mitbekam, war es Angelika Schlender-Kamp, eine erfolgreiche Marathonl\u00e4uferin vom HSV Neubrandenburg mit ihrem Nachwuchs! Der erste Getr\u00e4nkepunkt kam bereits bei km 3. Sicherlich war dies wohl mehr f\u00fcr die entgegenkommenden Marathonis gedacht, aber ich nahm, wie auch fast alle anderen Starter, sicherheitshalber einen kleinen Becher. Bei der schw\u00fclen Witterung konnte dies ja keinesfalls schaden!<\/p>\n<p>Bis km 4 ging es leicht absch\u00fcssig durch das kleine \u00d6rtchen Prillwitz. Aber wo es bergab geht, geht es irgendwann auch wieder berghoch. So hatten die folgenden Kilometer 5 und 6 durch Zippelow wieder gut 30 H\u00f6henmeter. Diesen Streckenabschnitt kannte ich schon recht gut durch den Burgenlauf (Penzlin &#8211; Burg Stargard), der dieses Jahr am 19. August stattfindet .<\/p>\n<p>Kurz nach km 6 in Richtung Liepssee\/Tollensesee gab es auch schon den n\u00e4chste Versorgungspunkt mit Wasser. Den Trinkgurt vermisste ich wirklich nicht .<br \/>\nAuf den n\u00e4chsten Kilometern folgte ein st\u00e4ndiger Wechsel zwischen An- und Abstiegen. Gelegentlich fuhr Gudrun mit dem Klapprad an mir vorbei, um Aufnahmen von uns L\u00e4ufern zu machen. W\u00e4hrend ich bergab immer wieder Boden gut machen konnte, \u201ehing\u201c ich dann bergauf wieder etwas. Roland erkl\u00e4rte mir das sp\u00e4ter anhand des <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tr%C3%A4gheitsgesetz\" target=\"_blank\">Tr\u00e4gheitsgesetzes<\/a> \ud83d\ude09 .<\/p>\n<p>Zitat: <em>\u201eEin K\u00f6rper verharrt im Zustand der Ruhe oder der gleichf\u00f6rmigen <a title=\"Translation (Physik)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Translation_%28Physik%29\">Translation<\/a>, sofern er nicht durch einwirkende <a title=\"Kraft\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kraft\">Kr\u00e4fte<\/a> zur \u00c4nderung seines Zustands gezwungen wird.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ab und an konnte ich einen Blick auf den wundersch\u00f6nen Tollensesee erhaschen, denn trotz des f\u00fcr mich flotten Tempos f\u00fchlte ich mich gut und genoss die Natur. Kurz vor der Halbzeitmarke in Alt Rehse gab es wieder einen l\u00e4ngeren Anstieg zu bew\u00e4ltigen und Gudrun fuhr langsam an mich heran. Ich rief ihr zu: &#8222;Mal wieder mein Problem am Hang&#8220;. Hinter mir ert\u00f6nte pl\u00f6tzlich eine Stimme: &#8222;Ach, Fred, du auch hier?&#8220;. Es war Kati aus unserem Uni-Lauftreff. Sie lief langsam an mich heran und \u00fcberholte mich. Auf meinen Zuruf &#8222;Du siehst aber noch gut aus&#8220; antwortete sie mir, dass sie die ersten Kilometer zu schnell angegangen sei und der Eindruck wohl t\u00e4uschen m\u00fcsse.<\/p>\n<p>In Alt Rehse liefen wir \u00fcber die Zeitnahmematten. F\u00fcr die Staffeln war dies zudem auch eine Wechselzone. Nat\u00fcrlich gab es hier auch wieder einen Versorgungspunkt und ich nahm das erste Gel zu mir.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Kilometer bis in den Wald hinein bei km 13 ging es leicht bergab und ich konnte wieder etwas an Fahrt aufnehmen. Als ich wieder an Kati heran lief, fragte sie mich, welche Zeit ich wohl anpeile und ich sagte etwas von \u201e1:52 h, so wie vor zwei Jahren, w\u00e4re sch\u00f6n&#8230;\u201c. Bei km 15, mitten im Wald am Zeltplatz &#8222;Gatsch Eck&#8220;, tauchte der n\u00e4chste Versorgungspunkt auf. Der Sprecher begr\u00fc\u00dfte hier alle L\u00e4ufer lautstark per Mikrofon!<\/p>\n<p>Jetzt wurde es Zeit f\u00fcr das zweite Gel. Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich habe das Gef\u00fchl und auch die leise Hoffnung, dass mir diese zus\u00e4tzliche Energiezufuhr wirklich einen kleinen Kick f\u00fcr die letzten Kilometer verpasst. Ich die n\u00e4chsten Kilometer ziemlich konstant mein Tempo durch. Die h\u00e4rtesten Anstiege lagen ja nun hinter mir!<\/p>\n<p>Diesen letzten Streckenabschnitt in Richtung Neubrandenburg bin ich schon mehrfach beim Fr\u00fchlingslauf gelaufen und wusste daher sehr gut, was mir noch bevorsteht. Der Kilometer 18 war noch einmal etwas haarig, denn der Weg direkt am Tollensesee-Ufer bietet einige \u201egute\u201c Anstiege. Jetzt war es aber nicht mehr weit. Am Strandbad gab es einen letzten Versorgungspunkt. Schnell nahm ich noch ein Schl\u00fcckchen Wasser und nahm den letzten Anstieg , die Br\u00fccke \u00fcber den Oberbach. Auf der anderen Br\u00fcckenseite wartete Gudrun bereits mit Kamera auf mich. Die letzten 1,5 km waren dann nochmal hart. Von weitem war der Jubel am Ziel zu h\u00f6ren. Kurz bevor es auf die 600 m lange Zielgerade ging, sprach mich der knapp vor mir laufende Mitstreiter an und sagte mir, dass er mich von meinem Lauf-Blog kennt und wir immer so tolle Fotos und Berichte von den L\u00e4ufen machen. Die letzten Meter lief ich mit ihm zusammen in Richtung Ziel. Wir genossen so noch gemeinsam die letzten Meter bis ins Ziel. Nach 1:53:12 h stoppte die Zeit.<\/p>\n<p>Erst sp\u00e4ter sah ich anhand Gudruns Zielfotos: Kati aus Rostock lief direkt hinter, fast neben, uns ein!<br \/>\nNach dem Duschen st\u00e4rken wir uns noch bei Eintopf mit Bockwurst bzw. Nudeln mit Tomatensauce und sahen uns die Siegerehrungen an. Auch Reinhold aus G\u00fctzkow, der Gudrun bereits ausrufen lie\u00df, stie\u00df jetzt zu uns und konnte seine Autoschl\u00fcssel wieder in Empfang nehmen. Direkt neben uns sa\u00df zuf\u00e4llig der Sieger des Marathons, Silvio Nohke aus Berlin. Ganz nebenbei kam man ins Gespr\u00e4ch \u00fcber Training, Wettk\u00e4mpfe und weitere Pl\u00e4ne.<\/p>\n<p>Jetzt zogen auch hier dicke, graue Wolken bedrohlich auf und verhie\u00dfen nichts Gutes. Bis zum Schluss der Veranstaltung blieb es jedoch trocken. Petrus hatte anscheinend ein Einsehen mit den L\u00e4ufern. Der Tollenseseelauf war mal wieder eine toll organisierte und gelungene Veranstaltung. Auch der Termin f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr wurde schon bekannt gegeben. Es ist der 08.06.2013. Wenn\u00b4s passt bin ich bestimmt wieder dabei \ud83d\ude09 !<\/p>\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.sprintefix.de%2F%3Fp%3D3486&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px;margin-top:5px;\"><\/iframe>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Link zur Bildergalerie Am Freitag hatte ich auf der R\u00fcckreise von Trier nach Rostock fast zw\u00f6lf Stunden im Bus verbracht. Mensch, war das anstrengend! Immer sitzen, keine Beinfreiheit, das geht geh\u00f6rig auf die Knie! 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