{"id":3512,"date":"2012-07-08T17:23:14","date_gmt":"2012-07-08T15:23:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sprintefix.de\/?p=3512"},"modified":"2012-07-10T23:41:53","modified_gmt":"2012-07-10T21:41:53","slug":"28-funf-seen-lauf-in-schwerin-am-7-07-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=3512","title":{"rendered":"28. F\u00fcnf-Seen-Lauf in Schwerin am 7.07.2012"},"content":{"rendered":"<p>ngg_shortcode_0_placeholder<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/?page_id=1891&amp;album=2&amp;gallery=144\" target=\"_blank\">Link zur Bildergalerie<\/a><\/p>\n<p>Anfang Juli steht allj\u00e4hrlich der gr\u00f6\u00dfte Volkslauf von M-V auf dem Programm: der Schweriner <a href=\"http:\/\/www.fuenf-seen-lauf.de\/\" target=\"_blank\">F\u00fcnf-Seen-Lauf<\/a>. In diesem Jahr war es bereits die 28. Auflage. F\u00fcr mich sollte es der vierte Start bei diesem sch\u00f6nen Lauf werden. In den ersten beiden Jahren meiner L\u00e4uferkarriere, wenn man es als Freizeitsportler mal so nennen darf \ud83d\ude09 , war der Lauf mit sengender Hitze und erfrischenden Wasserduschen von freundlichen Anwohnern und Gartenbesitzern untrennbar verbunden. Im letzten Jahr hatten wir dann daf\u00fcr das komplette Kontrastprogramm: 12 \u00b0Celsius, Nieselregen und daraus resultierende Schlammschlacht. Ich lief erstmals die 30 km und das k\u00fchle, nasse Wetter war f\u00fcr gute Zeiten wie gemacht. Kurz hinter Jana und Heiko kam ich damals nach 2:38:05 h \u00fcber die Ziellinie. Was w\u00fcrde also dieses Jahr so bringen?<!--more--><\/p>\n<p>Laut Wettervorhersage war nicht mit einer Hitzeschlacht zu rechnen, eher mit moderaten Temperaturen und gelegentlichen Regenschauern. Der morgendliche Blick nach drau\u00dfen, die Sonne schien, lie\u00df auf gutes Laufwetter hoffen. Nach einem gem\u00fctlichen Fr\u00fchst\u00fcck machten Roland, Gudrun und ich uns kurz vor acht Uhr nach Schwerin auf. In Schwerin angekommen, setzte Gudrun uns in der N\u00e4he des Starts ab und fuhr dann weiter, um das Auto in der N\u00e4he des Ziels zu parken. Roland und ich holten derweil unsere Startunterlagen ab. Nebenbei trafen wir, wie sollte es auch anders sein, zahlreiche Sportfreunde, die wir von verschiedenen Laufveranstaltungen her kennen. So gab es auch immer ein gro\u00dfes Hallo und viel zu erz\u00e4hlen. Die Zeit verging so wie im Fluge.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens ist die Organisation beim F\u00fcnf-Seen-Lauf wirklich nahezu perfekt: kurze Wege zwischen Startnummernausgabe, Start, Toiletten und Gep\u00e4ckausgabe, freundliche Helfer.<br \/>\nRoland hatte sich die 15 km vorgenommen; Matze, Jana und ich den &#8222;langen Kanten&#8220; \u00fcber 30 km. Laut Homepage des Veranstalters hatten sich bis zuletzt insgesamt 3810 Teilnehmer f\u00fcr die verschiedenen Strecken angemeldet.<\/p>\n<p>Rechtzeitig vor dem Start traf Gudrun wieder bei uns ein \ud83d\ude42 . Sie war von Lankow, dem Zielort, mit dem Klapprad hierher geradelt. Es war noch Zeit f\u00fcr einige \u201eungestellte\u201c Gruppenbilder vor dem Start.<br \/>\nPunkt zehn Uhr wurden die knapp 1.600 Starter \u00fcber die 10 km auf die Strecke geschickt. Zehn Minuten sp\u00e4ter sollte f\u00fcr uns 30-km-L\u00e4ufer der Startschuss erfolgen. Roland, der die 15 km lief, hatte nach uns bis zu seinem Start noch eine Viertelstunde Zeit.<\/p>\n<p>Beim Start stand ich in der N\u00e4he von Jana und Gerlind. Da Jana durch den ganzen Diplomarbeitsstress nicht so richtig im Training stand, hatte sie sich auch nichts Besonderes vorgenommen: \u201eHauptsache ankommen\u201c war ihr Motto. Schon kurz nach dem Start zog sich das Feld recht weit auseinander. In H\u00f6he des Schweriner Schlosses traf ich laufend weitere Lauffreunde aus G\u00fcstrow, Laage und Wittenburg. Zun\u00e4chst heftete ich mich an die Fersen von Gerlind, die recht flott unterwegs war. Jana lie\u00df es, wie bereits angedeutet, locker angehen und war nach den ersten zwei Kilometern schon hinter mir.<\/p>\n<p>Am Franzosenweg bei km 3 stand die erste Verpflegungsstelle mit Wasser bereit. Da ich mir vorgenommen hatte alle Verpflegungsstellen zu nutzen, nahm ich sicherheitshalber den ersten Becher Wasser zu mir. Zu diesem Zeitpunkt war es um die 20 Grad zwar noch recht angenehm, aber die Sonne tat ihr \u201eBestes\u201c, um die Temperaturen weiter ansteigen zu lassen. Die Wettervorhersage hatte sich mit Regen am Vormittag anscheinend etwas vertan\u2026<\/p>\n<p>Jetzt liefen wir am Ufer des Schweriner Sees erst einmal nur geradeaus. Bei km 5 hatten wir die Stelle erreicht, ab der die L\u00e4ufer \u00fcber die 15 und die 30 km getrennte Wege gehen. W\u00e4hrend es f\u00fcr uns weiter in Richtung Zippendorf weiter geradeaus ging, bogen die 15-km-L\u00e4ufer nach rechts ab, am Kletterwald vorbei in Richtung Fauler See.<\/p>\n<p>Auf der bisher ausgesprochen ebenen und asphaltierten Strecke lief ich einen 5er Schnitt. Dass ich diesen Schnitt nicht die ganze Strecke durchhalten w\u00fcrde, war mir von vornherein klar. Auf den n\u00e4chsten Kilometern durch Zippendorf und Mue\u00df wechselten Stra\u00dfe, Asphalt, Kopfsteinpflaster, Waldboden und Trampelpfade einander ab. Immer wieder tauchte Gerlind vor, neben oder hinter mir auf. Als wir einmal wieder nebeneinander liefen, sagte sie mir, dass sie sich heute beeilen m\u00fcsse. Ren\u00e9, mit dem sie heute eine Rostocker Fahrgemeinschaft bildete, hatte heute Hochzeitstag und wollte nach dem Lauf verst\u00e4ndlicherweise wieder schnell wieder nach Rostock.<\/p>\n<p>Am Verpflegungspunkt kurz vor km 10 griff ich mir eines der mitgebrachten Gels und sp\u00fclte mit einen Schluck Wasser nach. Die n\u00e4chsten Kilometer f\u00fchrten parallel zum St\u00f6rkanal an einem schmalen Rad- und Wanderweg entlang. Hier war selten ein \u00dcberholen m\u00f6glich, logischerweise also auch ein \u00dcberholtwerden ebenso \ud83d\ude42 .<br \/>\nIn Richtung Mue\u00dfer Holz kam nun ein ca. 600 m langer Feldweg. Daran schloss sich die Consrader Stra\u00dfe mit einem stetigen Anstieg an. Das ging so bis zur n\u00e4chsten Verpflegungsstelle bei km 12,6. Kurz vor dem Erfrischungspunkt zog (mal wieder) Karl aus B\u00fctzow mit der Bemerkung &#8222;Stimmt! Immer am Berg \u00fcberhol ich dich!\u201c an mir vorbei. Beim Krakower Mittsommernachtslauf hatten wir uns auf den ersten Kilometern ebenfalls mehrfach in der F\u00fchrung abgewechselt. Karl steuert schon straff auf die 70 zu und ist immer noch fit wie ein Turnschuh!<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten vier Kilometer bis nach Neu Zippendorf liefen wir nun durch das Mue\u00dfer Holz, einem sch\u00f6nen Waldgebiet am Rande Schwerins. Hier lief es sich im Schatten der B\u00e4ume recht angenehm, denn mittlerweile hatte sich durch die Sonneneinstrahlung die Luft merklich erw\u00e4rmt und es wurde etwas dr\u00fcckend. In Neu Zippendorf, einem Neubaugebiet aus DDR-Zeiten, gab es dann den n\u00e4chsten Verpflegungspunkt. Neben Wasser wurde auch Tee sowie Zitronenst\u00fccke, Bananen und Apfelst\u00fccke angeboten. Meinen Schwamm tauchte ich in eine bereitstehende Wassersch\u00fcssel, einfach eine herrliche Erfrischung!<\/p>\n<p>Bei dem Hin und Her durch das Neubauviertel sah ich wieder Gerlind , die sich nach Gudrun erkundigte. Ich meinte, Gudrun werde sp\u00e4testens im Ziel mit ihrer Kamera stehen.<\/p>\n<p>Jetzt f\u00fchrte unsere Strecke bei km 18 wieder in Richtung Zippendorfer Strand und es ging ausnahmsweise mal bergab. So konnte ich wieder etwas Fahrt aufnehmen. Dann ging es weiter am Ufer des Faulen Sees entlang. Hier hatten wir einen sch\u00f6nen Blick auf den See und die Parkanlagen. Allerdings n\u00e4herte ich mich mittlerweile einem 6er Schnitt&#8230; Obwohl noch kein Verpflegungspunkt in Sichtweite war, nahm ich nun das zweite mitgebrachte Gel. Ich hatte die Hoffnung, dadurch nochmal einen kleinen Energieschub zu bekommen.<\/p>\n<p>Direkt auf der Br\u00fccke \u00fcber die Ludwigsluster Chaussee in Ostorf war die HM-Marke erreicht. Hier regulierten Polizisten den Verkehr, um den Lauf abzusichern und die L\u00e4ufer staufrei \u00fcber die Stra\u00dfe zu lotsen.<\/p>\n<p>Kurz vor dem Ostorfer See kam endlich der ersehnte n\u00e4chste Verpflegungspunkt. Ich nahm zwei Becher Wasser und tauchte den Schwamm und die Arme in ein Wasserbecken um mich etwas abzuk\u00fchlen. Das war mal wieder eine richtige Wohltat!<\/p>\n<p>Am schattigen Ostorfer Ufer konnte ich mein Tempo wieder etwas stabilisieren und lief hier einen Schnitt von 5:43 min. Der folgende Abschnitt hatte es daf\u00fcr wieder in sich, bergauf (!) \u00fcber Kopfsteinpflaster! Da war klar, dass ich diesen Schnitt nicht mehr lange halten konnte. Tr\u00f6stlich f\u00fcr mich: Auch andere Mitstreiter waren hier in ein Schritttempo verfallen. Oben auf dem \u201eBerg\u201c hatte ein Anwohner, der die L\u00e4ufer auch lautstark anfeuerte, mit einer selbstgebauten Dusche und einer Wassersch\u00fcssel f\u00fcr eine willkommene zus\u00e4tzliche Erfrischung gesorgt! An dieser Stelle vielen Dank an den unbekannten Sportfreund!<br \/>\nNun ging es auf dem Gehweg entlang der Rogahner Stra\u00dfe weiter. Hier kam, kurz bevor es bei km 24 scharf rechts in die Breite Stra\u00dfe ging, der n\u00e4chste &#8222;offizielle&#8220; Erfrischungspunkt. Neben Wasser und erneutem Schwammeintauchen nahm ich mir hier ein St\u00fcckchen Zitrone und stippte das St\u00fcck in ein Sch\u00e4lchen mit Salz. Schmeckt zwar nicht ganz so lecker, sorgt aber f\u00fcr den Salzausgleich.<\/p>\n<p>Auf der Breiten Stra\u00dfe lief dann pl\u00f6tzlich Jana von hinten an mich heran. Damit hatte ich nun wirklich nicht mehr gerechnet, freute mich aber! Anscheinend hatte sich Jana ihre Kr\u00e4fte recht gut eingeteilt. Nachdem wir einige Meter zusammen liefen, sagte ich ihr, dass sie nicht auf mich warten m\u00fcsse und einfach ihr Tempo bis ins Ziel weiterlaufen solle. Ich selbst f\u00fchlte mich zwar auch noch nicht sooo schlecht, wollte mir allerdings die Kr\u00e4fte f\u00fcr die letzten Kilometer durch die Lankower Berge aufsparen.<\/p>\n<p>Die letzten Kilometer bis nach Lankow ging es entlang der Kleingartenanlagen von Neum\u00fchle weiter am oberen Abschnitt des Ostorfer Sees entlang, auch hier recht h\u00fcgeliges Terrain \u00fcber sandige und teils asphaltierte Wege. Einige Kleing\u00e4rtner hatten sich hier mit der Wasserspritze am Wegesrand gestellt und sorgten f\u00fcr eine bedarfsgerechte Bew\u00e4sserung der ankommenden L\u00e4ufer. Diese Gelegenheiten einer Erfrischung lie\u00df ich mir nicht entgehen, obwohl meine Schuhe mittlerweile pitschnass waren. Aber es war jetzt auch nicht allzu weit bis ins Ziel. Obwohl ich nun auch nicht mehr der Schnellste war, konnte ich noch den einen oder anderen L\u00e4ufer kurz vor dem Pickel \u00fcberholen. Jana konnte ich auf l\u00e4ngeren Geraden noch in Sichtweite ausmachen.<\/p>\n<p>Bei km 27 wurde der Blick auf den Lankower See frei und die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung der ganzen Strecke wurde sichtbar &#8211; die Lankower Berge! Der Pickel, die gr\u00f6\u00dfte und steilste Erhebung, wartete gleich zu Beginn auf uns L\u00e4ufer. Ehrlich gesagt, hier habe ich es wie bei den gr\u00f6\u00dferen Anstiegen beim Rennsteiglauf gehalten und bin lieber flott gegangen. Oben wartete schon die &#8222;Presse&#8220; und zum letzten Mal stand eine kleine Erfrischung (Wasser) bereit.<br \/>\nDie letzten zwei Kilometer waren ein st\u00e4ndiges Auf- und Ablaufen. Aus der Ferne war der Trubel am Ziel deutlich zu h\u00f6ren. Nahezu jeder L\u00e4ufer wurde namentlich angek\u00fcndigt. Als ich auf die Zielgerade einbog, sah Gudrun mit Fotoapparat und Roland Videokamera, die mich beide anfeuerten.<\/p>\n<p>Jetzt waren es nur noch wenige Meter bis ins Ziel! Per Handscanner wurde nach 2:43:15 h der Strichcode auf der Startnummer per Hand eingescannt. Jana hatte kurz vor mir mit einer Zeit von 2:41:59 h das Ziel passiert und hatte schon ein Becher mit Zitronenwasser parat. Auch Matzes Eltern kamen gleich zum Gratulieren. Hier erfuhr ich, dass Matze in diesem Jahr wieder Gesamtsieger geworden war. Sogar f\u00fcr Jana reichte es in ihrer AK noch auf Treppchen! Roland lief auf den 15 km eine sehr gute Zeit von 1:12:03 h. In der Familienwertung sollte es damit wieder f\u00fcr eine gute Platzierung reichen!<\/p>\n<p>Kaum war die letzte Siegerehrung vorbei, da kam dann der angek\u00fcndigte Regen. Das nennt man perfektes Timing! Petrus hatte anscheinend mit uns L\u00e4ufern doch ein Einsehen!<\/p>\n<p>Der F\u00fcnf-Seen-Lauf war mal wieder perfekt organisiert. Er hat uns allen wieder einen riesigen Spa\u00df bereitet und wir freuen uns schon auf die 29. Ausgabe im kommenden Jahr!<\/p>\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.sprintefix.de%2F%3Fp%3D3512&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px;margin-top:5px;\"><\/iframe>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Link zur Bildergalerie Anfang Juli steht allj\u00e4hrlich der gr\u00f6\u00dfte Volkslauf von M-V auf dem Programm: der Schweriner F\u00fcnf-Seen-Lauf. In diesem Jahr war es bereits die 28. Auflage. F\u00fcr mich sollte es der vierte Start bei diesem sch\u00f6nen Lauf werden. 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