{"id":4188,"date":"2013-04-22T18:15:44","date_gmt":"2013-04-22T16:15:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sprintefix.de\/?p=4188"},"modified":"2017-02-02T20:26:14","modified_gmt":"2017-02-02T19:26:14","slug":"11-spreewald-marathon-hm-in-burg-am-21-04-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=4188","title":{"rendered":"11. Spreewald-Marathon (HM) in Burg am 21.04.2013"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Motto &#8222;Auf die Gurke, fertig, los!&#8220; fand am letzten Wochenende der <a href=\"http:\/\/www.spreewaldmarathon.de\/SM\/\" target=\"_blank\">11. Spreewald-Marathon<\/a> statt. Wer mochte, der konnte von Freitag an im Spreewald sportlich aktiv sein, nicht nur beim Laufen. &nbsp;Das Programm war wirklich sehr vielf\u00e4ltig! So hatte Gerlind <a title=\"Gastbericht von Gerlind: Unser Spreewald-Ausflug\" href=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/?p=4194\" target=\"_blank\">(siehe Bericht!)<\/a> mit Mann und Sohn eine pers\u00f6nliche &#8222;Englische Woche&#8220; geplant. Erst paddelte sie 42 km, dann fuhr sie 110 km mit dem Rad und, last but not least, lief sie am Sonntag noch den Marathon in Burg. Alle Achtung!!!<!--more--><\/p>\n<p>Wir lie\u00dfen es hingegen etwas gem\u00fctlicher angehen \ud83d\ude09 . Wir fuhren am Freitag in aller Ruhe los und kamen am sp\u00e4ten Nachmittag bei Gudruns Schwester, die in Burg wohnt, an. Nach f\u00fcnf Jahren hatten wir es endlich mal wieder zu einem Besuch in den Spreewald geschafft!<\/p>\n<p>Micha und Silvia aus dem Schwabenland waren ebenfalls am Freitagabend angereist und hatten unweit von uns Quartier, im Seehotel, bezogen. Unsere erste gemeinsame Aktion war das Abholen der Startunterlagen in der Schule. Da mussten wir schon mit dem Auto hinfahren, denn die Schule war ein paar Kilometer entfernt (Burg ist halt nicht klein, sondern das gr\u00f6\u00dfte Dorf Deutschlands) und wir h\u00e4tten es sonst nicht mehr bis 19 Uhr geschafft.<\/p>\n<p>Nachdem das erledigt war, lie\u00dfen wir (Gudrun und ich, Silvia und Micha sowie Gudruns Schwester und Schwager) den Abend bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Bei der Frage, was wir am n\u00e4chsten Tag unternehmen wollten, machte Gudruns Schwager den Vorschlag, gemeinsam zum Besucherbergwerk F60 in Lichterfelde zu fahren. Wir verlie\u00dfen uns auf den Ratschlag des Einheimischen und wir haben es wirklich nicht bereut!<\/p>\n<p>Bereits von weitem war die riesige <a href=\"http:\/\/www.f60.de\/\" target=\"_blank\">Abraumf\u00f6rderbr\u00fccke F60<\/a> zu sehen. Um mal eine Vorstellung von der Gr\u00f6\u00dfe zu bekommen: der Eiffelturm ist 324 m hoch und die F60 mit 502 Meter L\u00e4nge um Einiges gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p>Naja, nat\u00fcrlich liegt die F 60 und steht nicht senkrecht. Bei der F\u00fchrung, wir kraxelten dabei bis auf 75 m H\u00f6he auf die F60, wurden uns viele Details und viel &nbsp;Wissenswertes \u00fcber den Lausitzer Braunkohlebergbau vermittelt. Wenn ihr mal in der Gegend seid, schaut es euch auch einfach mal an oder besucht eine der Veranstaltungen. Die F60 wird auch vielfach als Kulisse f\u00fcr Veranstaltungen und Konzerte genutzt (beispielsweise Max Raabe, Celtic Music Festival, Pyro Games). Ein Besuch lohnt sich also. Und im Fr\u00fchjahr gibt es dort auch f\u00fcr L\u00e4ufer ein Event, den Lauf am Bergheider See !<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend machten wir noch einen kurzen&nbsp; Abstecher nach Gro\u00dfr\u00e4schen und schauten uns an, was auch ehemaligen Tagebauen so alles werden kann. Seit einigen Jahren wird hier ein ehemaliger Tagebau geflutet und soll einmal ein gr\u00f6\u00dferer See werden. Ein interessantes Projekt. Hier werden wir bestimmt mal sp\u00e4ter vorbeischauen, wenn der See fertig ist \ud83d\ude09 .<\/p>\n<p>Samstagnachmittag erkundeten wir dann Burg, zumindest den &nbsp;Ortsteil Burg-Dorf. Hier wurde gerade der Skater-Marathon gestartet. &nbsp;Die Stimme des Moderators kannte ich doch: es war <a href=\"http:\/\/www.mach-mit-mit-adi.de\/\" target=\"_blank\">ADI<\/a>, im Osten bekannt durch &#8222;Mach mit, mach`s nach, mach\u00b4s besser!&#8220;. Den Zieleinlauf der ersten Skater konnten wir auch noch erleben. Es gab heute mir einer Zeit von 01:09:50.700 h f\u00fcr die 42 km sogar einen neuen Streckenrekord!<\/p>\n<p>Bei unserer Fahrt zur Gastst\u00e4tte &#8222;Hotel am Spreebogen&#8220; fuhren wir schon mal einen Teil der morgigen Laufstrecke ab. So hatten wir dann schon mal einen ersten Eindruck von der Ringchaussee, einer sehr ebenen und gut asphaltierten Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Sonntagfr\u00fch stieg ich gleich in die Laufsachen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck ging es mit dem Auto zur Schule in Burg, dem Startort des heutigen Laufes. &nbsp;Allerdings war schon eine Stunde vor dem Start kaum noch ein Parkplatz in Burg zu finden. Zum Schluss entdeckten wir vor dem Reha-Zentrum noch ein Pl\u00e4tzchen f\u00fcr unseren Berli.<\/p>\n<p>F\u00fcr Gudrun hatten wir wieder das Klapprad dabei. Silvia hatte sich ein Rad ausgeliehen und war vom Hotel ins Dorf geradelt. Beide wollten uns nat\u00fcrlich an der Strecke anfeuern.<\/p>\n<p>Michas Vereinskamerad vom TSV Kuppingen Uwe trafen wir kurz vor dem Start in Burg. Gudrun und ich hatten ihn beim letzten Beaujolais-Marathon in Villefrance schon kurz kennengelernt.<\/p>\n<p>Vor &nbsp;dem gemeinsamen Start \u00fcber 10 km (731 Teilnehmer), 21km (736 Teilnehmer), &nbsp;42 km (274 Teilnehmer) sowie 10 km Walking (201 Teilnehmer) herrschte hinter der Startlinie bereits ein dichtes Gedr\u00e4nge. Adi\u00b4s unverwechselbare Stimme heizte, unterst\u00fctzt von Diskokl\u00e4ngen, den ca. 2.000 Startern&nbsp; m\u00e4chtig ein.<\/p>\n<p>Nach der offiziellen Begr\u00fc\u00dfung der Teilnehmer des 11. Spreewald-Marathons wurde den Opfern des Anschlages auf den diesj\u00e4hrigen Boston-Marathons mit einer Schweigeminute gedacht. Trotz Erleichterung dar\u00fcber, dass die T\u00e4ter schnell gefasst wurden, sitzt der Schock dar\u00fcber, dass eine friedliche Sportveranstaltung Ziel eines Anschlages wurde, noch sehr tief.<\/p>\n<p>Nachdem von den Organisatoren die Streckenfreigabe kam, erfolgte mit einer minimalen Versp\u00e4tung um &nbsp;10:33 Uhr der Startschuss. Nach und nach setzte sich nun die Menge in Bewegung. Micha sah ich wenige Meter links neben mir. Er versuchte sich nach und nach weiter nach vorne zu arbeiten. Nach ca. 500 Metern ging es von der Bahnhofstra\u00dfe links ab auf die L51 entlang der Hauptstra\u00dfe und dann weiter auf der Byhleguhrer&nbsp; Stra\u00dfe. Die Strecke war sehr eben und so langsam zog sich auch das Starterfeld etwas auseinander. Der zeitweise &nbsp;Blick auf meine Laufuhr zeigte mir einen guten sub-f\u00fcnfer Schnitt an \ud83d\ude42 .<\/p>\n<p>Auch die n\u00e4chsten Kilometer entlang der Ringstra\u00dfe lief es sich glatt und eben immer sch\u00f6n gleichm\u00e4\u00dfig in einem etwas unter 5-er Schnitt. So k\u00f6nnte es weitergehen! Nach knapp vier Kilometern bogen die 10-km-L\u00e4ufer links ab. Unser Feld aus Marathonis und Halbmarathonis wurde jetzt \u00fcbersichtlicher. Kurz darauf kam der erste Verpflegungspunkt, der beidseitig aufgebaut war. Ich griff mir einen &nbsp;der gereichten Wasserbecher und weiter ging\u00b4s.<\/p>\n<p>Bei km 5 sah ich dann auch Schwager und Schw\u00e4gerin mit Kamera und Anfeuerungsrufen am Stra\u00dfenrand stehen \ud83d\ude42 . Auch das Wetter meinte es gut mit uns L\u00e4ufern, die Sonne schien und sorgte f\u00fcr angenehme Lauftemperaturen nach der morgendlichen Schafsk\u00e4lte.<\/p>\n<p>Links und rechts der Strecke tauchte ab und an eines der spreewaldtypischen Geh\u00f6fte auf. Auch gibt es hier sehr viele Pensionen und Gastst\u00e4tten.<\/p>\n<p>Nach km 7 bogen wir rechts ab von der Ringchaussee in den Eichenweg. An einigen Stellen sorgte hier der Wind mit einer frischen Brise f\u00fcr etwas Abk\u00fchlung. Bei km 8 im Polenzweg kam dann die n\u00e4chste Versorgungsstelle mit Iso und Wasser. Ich blieb heute beim Wasser und griff mir wiederum einen Becher.<\/p>\n<p>Vom Polenzweg aus ging es nun links ab ins Gel\u00e4nde \u00fcber eine Wiese und weiter einen geschotterten Weg entlang. Die einzigen &#8222;Anstiege&#8220;, wenn man sie \u00fcberhaupt so betiteln kann, waren auf den Flie\u00dfbr\u00fccken zu bew\u00e4ltigen. Davon gibt es jedoch allerdings eine ganze Menge!<\/p>\n<p>Die 10 km waren auf der Waldschl\u00f6\u00dfchenstra\u00dfe erreicht und ich hatte ungef\u00e4hr gute 50 Minuten auf dem \u201eTacho\u201c. Allerdings war ich mir sicher, dass ich das Tempo nicht bis zum Ziel durchhalten w\u00fcrde, denn die ersten Erm\u00fcdungserscheinungen machten sich nun bemerkbar \ud83d\ude41 .<\/p>\n<p>Als mich nun ab und an einige Mitstreiter \u00fcberholten, wusste ich: Nicht die anderen wurden schneller, sondern ich wurde langsamer&#8230; Mein Pace lag nun jenseits der 5-er Schwelle, bei 5:10 &#8211; 5:15 min\/km .<\/p>\n<p>Kurz nach der n\u00e4chsten Verpflegungsstelle bei km 12 am Erlk\u00f6nigweg, wo ich mir neben dem Wasser einige Gurkenscheiben g\u00f6nnte, sah ich dann Silvia mit der Videokamera und etwas weiter dann auch Gudrun beim Fotografieren \ud83d\ude42 .<\/p>\n<p>Gudrun rief mir noch zu, dass Gerlind kurz hinter mir l\u00e4uft! Ich staunte nicht schlecht, denn Gerlind lief den ganzen Marathon, hatte zudem schon zwei sportliche Tage hinter sich (Kanu-Marathon und 110 km Radfahren) und sooo langsam war ich doch bislang auch nicht! Kurz danach, bei km 14, zog sie dann locker und l\u00e4chelnd an mir vorbei. Ich rief ihr noch hinterher: &#8222;Sieht gut aus!\u201c. Ehrlich gesagt, ich war froh, dass ich heute &#8222;nur&#8220; eine Runde laufen brauchte!<\/p>\n<p>In H\u00f6he Burg-Kolonie hatte ich nach 1:17 h die 15-km-Marke erreicht. Irgendwo zwischen km 16 und 17 gr\u00fc\u00dfte mich jemand beim Vorbeilaufen:&nbsp; es war Dietmar aus Rostock, der heute f\u00fcr den RSC Dummerstorf lief. Meine Akkus waren mittlerweile ziemlich runter, so dass ich langsam auf &#8222;Schlurfschritt&#8220; umgeschaltete.<\/p>\n<p>Bei dem jetzigen Pace von 5:40 min\/km konnte ich zwar wundersch\u00f6n die Spreew\u00e4lder Natur genie\u00dfen, wurde jedoch nun mehr oder weniger &#8222;durchgereicht&#8220;. Es war auch egal. Jegliche Bestzeitambitionen hatte ich nun sowieso schon begraben, daf\u00fcr fehlte mir heute wirklich die &#8222;Tempoh\u00e4rte&#8220;.<\/p>\n<p>Die letzten Kilometer zogen sich dann noch einmal hin und ich schaute mir die Gegend links und rechts der Strecke an. Bei km 20 g\u00f6nnte ich mir noch einmal einen Schluck Wasser. Kurz danach bogen die Marathonis auf ihre zweite Runde ab, w\u00e4hrend schon den Trubel im Zielgebiet zu h\u00f6ren war. Das Ziel war also nah und ich hatte es gleich geschafft !<\/p>\n<p>Kurz vor dem Ziel wurde es noch etwas staubig auf der Strecke. Alles setzte jetzt zum Endspurt an, nur einer nicht (so kam ich mir jedenfalls vor). Es blieb somit nicht aus, dass ich von einigen Sportfreunden auf den letzten Metern noch \u00fcberholt wurde. Jetzt kamen endlich die Zieltore in Sicht und die letzten Kr\u00e4fte wurden mobilisiert. Vor mir sah ich Gudrun, die uns hier mit der Kamera \u201eabfing\u201c.<\/p>\n<p>Angesteckt vom Trubel zog ich nun auch noch einmal etwas an und kam nach 1:53:20 h (Brutto)\/1:52:56 h (Netto) ins Ziel. Ich war mit meiner Zeit eigentlich ganz zufrieden.<\/p>\n<p>Im Ziel holte ich mir nach kurzer Verschnaufpause meine wohlverdiente Teilnahmemedaille ab: eine schwere, halb gr\u00fcne, halb goldene Gurke. Das ist wirklich eine originelle Medaille!<\/p>\n<p>Auch Silvia und Micha fand ich nach einiger Zeit im Zielgebiet. Micha hatte bereits seine Urkunde und eine Packung Riesaer Nudeln in den H\u00e4nden. Mit seiner Zeit konnte Micha auch zufrieden sein, denn er hatte den zweiten Platz seiner AK mit 1:37:41 (Brutto) erlaufen! Uwe vom TSV Kuppingen kam nach 2:05:20h (Brutto) ins Ziel.<\/p>\n<p>Nachdem wir alle unsere Leihchips abgegeben hatten, st\u00e4rkten wir uns etwas und gemeinsam mit Micha und Silvia f\u00fchren wir nach L\u00fcbbenau, um eine z\u00fcnftige Kahnpartie durch den Spreewald zu machen.<\/p>\n<p>Fazit: Der Spreewald-Marathon eine schnelle (bei entsprechender Vorbereitung) und flache Strecke durch wundersch\u00f6ne Natur. Die Organisation ist toll und auch die Stimmung an der Strecke stimmte. Was hier jedes Jahr auf die Beine gestellt wird, ist der Wahnsinn! Gerlind hat gleich das volle Programm &#8222;gebucht&#8220; &#8211; <a title=\"Gastbericht von Gerlind: Unser Spreewald-Ausflug\" href=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/?p=4194\" target=\"_blank\">siehe Bericht<\/a>!<\/p>\n<p>Wir kommen bestimmt wieder zum Laufen in den Spreewald!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.sprintefix.de%2F%3Fp%3D4188&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px;margin-top:5px;\"><\/iframe>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Motto &#8222;Auf die Gurke, fertig, los!&#8220; fand am letzten Wochenende der 11. Spreewald-Marathon statt. Wer mochte, der konnte von Freitag an im Spreewald sportlich aktiv sein, nicht nur beim Laufen. &nbsp;Das Programm war wirklich sehr vielf\u00e4ltig! 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