{"id":4442,"date":"2013-06-17T22:31:31","date_gmt":"2013-06-17T20:31:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sprintefix.de\/?p=4442"},"modified":"2013-06-17T23:15:18","modified_gmt":"2013-06-17T21:15:18","slug":"gastbericht-von-gerlind-papendorfer-triathlon-den-muss-man-mal-gemacht-haben-am-08-06-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=4442","title":{"rendered":"Gastbericht von Gerlind: Papendorfer Triathlon \u2013 den muss man mal gemacht haben! am 08.06.2013"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_4445\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.fiko-triathlon.de\/events-tri\/papendorfer-triathlon\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4445\" class=\" wp-image-4445 \" alt=\"10-PaTria-2013\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/10-PaTria-2013.jpg\" width=\"300\" height=\"392\" srcset=\"https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/10-PaTria-2013.jpg 500w, https:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/10-PaTria-2013-229x300.jpg 229w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4445\" class=\"wp-caption-text\">Plakat: TC Fiko Rostock<\/p><\/div>\n<p>Da\u00a0 meine S\u00f6hne Triathlon betreiben, dachte ich, es ist an der Zeit, dass ich diese dreifache Herausforderung auch einmal ausprobiere. Ich hatte schon dreimal bei dem von Gerd Eichler organisierten kleinen Triathlon unseres Vereins in Warnem\u00fcnde mitgemacht. Da reichte ein Cityrad und Schwimmen musste man auch nicht so sehr weit (aber immerhin in der Ostsee!). Unser SV-Warnem\u00fcnde-Triathlon hat f\u00fcr mich den Vorteil, dass die M\u00e4nner l\u00e4ngere Strecken absolvieren m\u00fcssen als die Frauen und ich dadurch nicht Letzte werde.<!--more-->Beim <a href=\"http:\/\/www.fiko-triathlon.de\/events-tri\/papendorfer-triathlon\" target=\"_blank\">Papendorfer Triathlon<\/a> (PaTria) hatte ich einige Jahre als Helfer mitgewirkt und war auch schon zweimal L\u00e4uferin in unserer Vereinsstaffel. Nun wollte ich zum 10. Jubil\u00e4um endlich mal &#8222;auf&#8217;s Ganze gehen&#8220;. Eine zus\u00e4tzliche Motivation war mein neues Fahrrad: kein Rennrad, nennt sich aber immerhin &#8222;Speedbike&#8220;.<\/p>\n<p>Erst als ich mich nach dem Rennsteiglauf gut f\u00fchlte, meldete ich mich f\u00fcr den PaTria an. Rolf aus unserem Verein stand auch schon in der Teilnehmerliste. Mir bleiben noch 12 Tage, um die beiden Sportarten, die ich nicht so gut kann, zu trainieren. Da ich zu Pfingsten bei einer Radtour nach Waren schon 220 Rad-km &#8222;gesammelt&#8220; hatte, konzentrierte ich mich zun\u00e4chst auf das Schwimmen, das ich seit fast einem Jahr nicht mehr versucht hatte. Zweimal begab ich mich die Neptun-Schwimmhalle und schwamm dort jeweils ca. 1,8 km. F\u00fcr die in Papendorf geforderten 650 m w\u00fcrde ich 20 Minuten brauchen. Ich wusste, dass die Radstrecke in Papendorf sehr anspruchsvoll ist, und fuhr dort zweimal, allerdings jeweils nur eine Runde, f\u00fcr die ich 15-16 Minuten brauchte. In der Ergebnisliste vom vergangenen Jahr sah ich, dass ich eine Zeit unter 1:50 Stunde erreichen m\u00fcsste, um nicht Letzte zu werden. Das war unrealistisch f\u00fcr mich, aber ich tr\u00f6stete mich damit, dass der Start in zwei Wellen erfolgen und ich in der 1. Welle starten w\u00fcrde, so dass ich am Ende des Feldes nicht so auffallen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Am 8. Juni 2013 machte ich mich ganz langsam mit meinem Rad auf den Weg nach Papendorf. Auf dem Weg dorthin pfl\u00fcckte ich in Sildemow zuerst noch ein paar Erdbeeren, dann traf ich Schulle, ein altes FIKO-Urgestein, der mich ermunterte. Als ich in Papendorf ankam, sah ich erstes die wirklich attraktiven Helfer-Shirts in meiner Lieblingsfarbe Orange mit einem Frosch auf der Brust. Sofort bereute ich, mich nicht als Helfer gemeldet zu haben. Welch ein Schreck, als ich vor Ort erfuhr, dass wegen der geringen Zahl angemeldeter Teilnehmer (124 und 20 Staffeln) alle in einer Welle starten w\u00fcrden! Und dann bekam ich auch noch mit, dass Peter, der zuk\u00fcnftige Schwiegervater meines Sohnes\u00a0 Felix, als Kradfahrer hinter dem letzten Radfahrer fahren w\u00fcrde. Ich sagte ihm gleich, dass er h\u00f6chstwahrscheinlich 20 km lang hinter mir herfahren wird. Nachdem sich mein Schreck etwas gelegt und ich mich mit der Situation abgefunden hatte, begann ich mit meinen Startvorbereitungen. Felix versuchte, mich zu motivieren, indem er mir ein oranges Helfer-Shirt versprach, wenn ich finishe.<\/p>\n<p>Die Stimmung der Zuschauer, Helfer und Wettk\u00e4mpfer war wie immer hervorragend, die Sonne lachte und alles war bestens organisiert. Das riesige Kuchen- und Obstb\u00fcfett stand bereit. Das Wasser der Erdkuhle hatte fast 20\u00b0C (das gab&#8217;s lange nicht mehr). Den vielen Neoprenschwimmern w\u00fcrde wahrscheinlich ganz sch\u00f6n warm werden &#8230; Als der Startschuss fiel, durften zuerst die Staffelschwimmer ins Wasser. Als der letzte von ihnen vom Dreieckskurs in den Viereckskurs wechselte, liefen alle anderen in die Erdkuhle. Ich hatte den Rat von Felix befolgt und war in meiner Laufhose gestartet. Leider hatte ich die am Bauch nicht eng genug zugebunden, sodass Wasser hineinlief und ich mich nach unten gezogen f\u00fchlte &#8230;<\/p>\n<p>Nach den ersten hektischen 100 m lie\u00df ich das Feld ziehen, machte lange Brustschwimmz\u00fcge und erinnerte mich daran, dass ich unter Wasser ausatmen wollte. Einen Schwimmer konnte ich sogar noch \u00fcberholen und kam als Drittletzte aus dem Wasser. Dann ging es \u00fcber den gr\u00fcnen Teppich in die Wechselzone, wo mich Felix anfeuerte, aber nat\u00fcrlich nicht helfen durfte. Nun musste alles schnell gehen: Badekappe &#8218;runter, Shirt \u00fcberziehen, trinken, F\u00fc\u00dfe abtrocknen, Socken und Schuhe anziehen, Fahrrad schnappen. Daf\u00fcr brauchte ich wohl etwas zu lange (na ja, nie geprobt &#8230;), denn schon als ich auf mein Rad aufstieg, h\u00f6rte ich hinter mir das Geknatter von Peters Moped, das mich nun vier Runden (21 km) lang begleitete. Am Ende meiner 1. Runde \u00fcberholten mich viele Teilnehmer, u.a. Hauke, der mir ein &#8222;Heppa, heppa&#8220; zurief. F\u00fcr ihn war das seine letzte Radrunde.<\/p>\n<p>Der PaTria ist gerade wegen seiner bergigen Radstrecke gef\u00fcrchtet. Die ersten Berge nahm ich noch locker, allerdings waren die Beine schon vom Schwimmen ziemlich schwer. Aber am letzten steilen Berg, der zur Autobahnbr\u00fccke f\u00fchrt, verschaltete ich mich und musste absteigen. Das war mir zwar peinlich, aber wenigstens konnte es nur Peter sehen. Auf der zweiten H\u00e4lfte der Strecke zur\u00fcck nach Papendorf geht es zwar gr\u00f6\u00dftenteils bergab, allerdings kann man wegen einiger scharfer Kurven das Rad nicht einfach rollen lassen. Bremsen war also f\u00fcr mich unerl\u00e4sslich, da ich die Erz\u00e4hlungen \u00fcber die St\u00fcrze anderer Sportler noch gut in Erinnerung hatte. Auch in meiner 2. Runde musste ich mich noch vor den heranrasenden Fahrern in Acht nehmen. Aber als ich meine 3. und 4. Runde fuhr, wurde es deutlich ruhiger. Nun ein Huhn lief kurz vor mir \u00fcber die Stra\u00dfe. So kam ich wenigstens nicht in Verdacht, das Windschattenfahrverbot zu \u00fcbertreten \ud83d\ude09 Auf der 4. Runde verabschiedete ich mich von einigen Helfern an der Strecke und entschuldigte mich, dass sich durch mich ihr Feierabend verz\u00f6gerte. &#8222;N\u00f6, ist doch toll hier. Wir wollen gar keinen Feierabend&#8220;, riefen sie mir zu.<\/p>\n<p>Nachdem ich heil im Wechselgarten angekommen war und von Felix und Hauke angefeuert wurde, kam meine leichteste \u00dcbung: das Laufen. Diesmal fuhr ein Radfahrer vor, hinter bzw. neben mir her. Nat\u00fcrlich erreichte ich nicht ann\u00e4hernd die Laufzeit, die ich in den Vorjahren als Staffell\u00e4uferin geschafft hatte, denn auch die Laufstrecke hatte man \u00fcber einen kleinen Berg gef\u00fchrt. Aber das war f\u00fcr mich nebens\u00e4chlich, denn ich k\u00e4mpfte ja schon seit 1,5 Stunden nur noch gegen mich selbst und Aufgeben war von Anfang an keine Option gewesen. Ich finishte gl\u00fccklich und sogar noch unter 2 Stunden, bekam ein rotes Finisher-Handtuch umgeh\u00e4ngt und f\u00fchlte mich nicht halb so platt wie nach einem Marathon. Nachdem Rolf und ich uns mit Kaffee und Kuchen gest\u00e4rkt hatten, gab es f\u00fcr uns die Altersklassensiegerehrung, bei der wir sogar 2 Podestpl\u00e4tze f\u00fcr den SV Warnem\u00fcnde erobern konnten.<\/p>\n<p>Gerlind Michaelis<\/p>\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.sprintefix.de%2F%3Fp%3D4442&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px;margin-top:5px;\"><\/iframe>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da\u00a0 meine S\u00f6hne Triathlon betreiben, dachte ich, es ist an der Zeit, dass ich diese dreifache Herausforderung auch einmal ausprobiere. 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