{"id":4569,"date":"2013-08-09T00:40:10","date_gmt":"2013-08-08T22:40:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sprintefix.de\/?p=4569"},"modified":"2013-08-09T00:43:16","modified_gmt":"2013-08-08T22:43:16","slug":"gastbericht-von-klaus-11-rostocker-marathonnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sprintefix.de\/?p=4569","title":{"rendered":"Gastbericht von Klaus: 11. Rostocker Marathonnacht"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" alt=\"img_7964\" src=\"http:\/\/www.sprintefix.de\/wp-content\/gallery\/2013-08-03-rostocker-marathonnacht\/img_7964.jpg\" \/><\/p>\n<p>Die 11. Rostocker Marathonnacht war wieder ein sportliches Gro\u00dfereignis in der Hansestadt.<\/p>\n<p>Ich entschied mich, als Staffell\u00e4ufer der \u201eTenne-Runners\u201c (Verein \u201eAuf der Tenne\u201c e.V. \u2013 mein fr\u00fcherer Arbeitgeber) mit dabei zu sein. Ich tat es Simone, der Cheforganisatorin der Staffel, zuliebe. Startl\u00e4ufer wollte ich wieder sein, so da\u00df ich nach den anf\u00e4nglichen f\u00fcnf Kilometern meine \u201eRuhe\u201c hatte und die Atmosph\u00e4re an Start und Ziel genie\u00dfen konnte.<!--more-->Es kam alles ganz anders:<br \/>\nDurch den Ausfall eines Staffell\u00e4ufers wurden \u201edie Karten neu gemischt\u201c und die Streckenaufteilung ver\u00e4ndert. Ich hatte den dritten Abschnitt von ca. 7 km vom F\u00e4hranleger Gehlsdorf bis zum F\u00e4hranleger Oldendorp auf einem recht verzackten Kurs zu laufen. Das setzte zun\u00e4chst den Transfer mit der F\u00e4hre zu meinem Startort voraus. Von meinem Staffelziel aus wollte ich entlang des Gehlsdorfer Ufers gem\u00fctlich zu Start und Ziel auf dem Rostocker Neuen Markt zur\u00fccktraben. Der offizielle R\u00fccktransfer war mir zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p>Unser L\u00e4ufer, den ich abl\u00f6sen sollte kam fr\u00fcher als erwartet und meine Einlaufprozedur war noch nicht beendet. Also fast mit Kaltstart los. Wie l\u00e4uft man sieben Kilometer?<br \/>\n70 km zu laufen, das h\u00e4tte ich im Gef\u00fchl aber eine sieben Kilometer Sprintstrecke, das wusste ich nicht. Ich lief zu schnell an. Winfried, unser Staffelbetreuer fuhr mit dem Rad nebenher und lobte mein Tempo. Ich wusste, es war zu schnell, wollte mich aber nicht h\u00e4ngen lassen und hielt die Geschwindigkeit. Vor Anstrengung machte ich mir fast in die Hose und war froh als Winfried sagte: \u201eIch fahre schon vor und sag Bescheid, da\u00df du gleich da bist!\u201c \u201eWie weit ist es denn noch\u201c, fragte ich ihn. \u201eEtwa 1,5 km! Mach nochmal Dampf. 150 m hinter dir sind zwei, die wollen dich \u00fcberholen!\u201c<\/p>\n<p>Naja, dachte ich, anderthalb Kilometer noch sind keine Entfernung also weiter in dem Tempo. Erst nach zweimal anderthalb Kilometern sah ich die Wechselstelle und mein Ziel. Dem \u201eExitus\u201c nahe, taumelte ich ins Ziel und schickte meine Abl\u00f6sung auf die Rennstrecke. Ich verkroch mich in einem Geb\u00fcsch, lie\u00df mich auf die Knie fallen und versuchte, so zu regenerieren. Simone, unsere Staffelchefin war auch an diesem Wechselpunkt. Ich sah sie besorgt hin und her laufen, mich suchend. Etwas regeneriert trat ich an die \u00d6ffentlichkeit. Simone meinte, da\u00df sich eine heftige Regenfront n\u00e4hern und in diesem Zusammenhang es bald damit losgehen werde. Der Blick zu Himmel best\u00e4tigte das.<\/p>\n<p>Ich wusste, eine Lauffreundin stand zu diesem Zeitpunkt am Bahnhof in L\u00fctten Klein und erwartete zwei Staffell\u00e4uferinnen, die sie zu Start und Ziel auf den Neuen Markt bringen wollte. Ich rief sie an. Sie wollte auf mich warten. Also Startnummer ab, um Irritationen der Kampfrichter zu vermeiden, und weiter lief ich mit dem Strom der Marathonis durch den Warnowtunnel Richtung L\u00fctten Kleiner Bahnhof. Der Platzregen hatte bereits eingesetzt und es gab an mir keinen trockenen Faden.<br \/>\nDer Warnowtunnel tr\u00e4gt Autobahncharakter und somit gab es links und rechts keinen Rad- oder Fu\u00dfweg, den ich benutzen konnte. Die Marathonl\u00e4ufer waren bereits auf ihrer Strecke in den IGA-Park abgebogen. Ich entschied mich dann f\u00fcr einen Radweg Richtung Gro\u00df Klein, umlief den IGA-Park weitr\u00e4umig und erreichte meine \u201eZielperson\u201c, die bei meinem Anblick nur still den Kopf sch\u00fcttelte. Aus dem 7 km-Teilst\u00fcck der Staffel wurde somit ein Halbmarathon f\u00fcr mich.<br \/>\nVon 54 Staffeln belegten wir den neunten Platz mit fast gleicher Zeit wie die Jahre zuvor. Ein Siegerfoto unserer Staffel mit dem Handy konnte ich nicht machen, es hatte seinen Geist im Platzregen aufgegeben. \u2013 Mein Preis f\u00fcr dieses sch\u00f6ne Abenteuer.<\/p>\n<p>Mein Lauffreund Andy Sch\u00fcmann lief den kompletten Marathon, l\u00e4chelnd und entspannt wie immer, in einer neuen pers\u00f6nlichen Bestzeit. Transferstress, wie ich, hatte er nicht.<\/p>\n<iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.sprintefix.de%2F%3Fp%3D4569&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowTransparency=\"true\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:450px;margin-top:5px;\"><\/iframe>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 11. Rostocker Marathonnacht war wieder ein sportliches Gro\u00dfereignis in der Hansestadt. 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