33. Silvester-Neujahr-Warnow-Lauf am 31.12.2011

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Bereits zum 33. Mal fand zum Jahreswechsel der durch den ESV Lok Rostock veranstaltete Silvester-Neujahr-Warnow-Lauf in der Rostocker Südstadt statt. Siegfried Ebert, der langjährige Hauptorganisator, war im letzten Jahr bereits offiziell mit allen Ehren verabschiedet worden. Da sich aber noch kein Nachfolger für den nunmehr 78-jährigen gefunden hatte, musste er notgedrungen wieder ran. Die Suche nach einem Organisations-Chef für den Nikolaus- und den Silvester-Neujahrs-Warnow-Lauf geht also weiter… Wer Interesse hat, die organisatorische Verantwortung für diese beiden Läufe zu übernehmen, sollte sich beim ESV Lokomotive Rostock melden!

Dass dieser Lauf Kult ist, zeigt auch, dass fast ohne Werbung über 300 Sportsfreunde den Weg zur Sporthalle in der Erich-Schlesinger-Straße gefunden haben. Angeboten werden wie immer vier Strecken: 3,6 km, 7,2 km, 11,6 km und die 22 km.

Von uns zu Hause ist es nicht allzu weit. So reichte es aus, dass wir uns kurz nach 9.00 Uhr auf den Weg machten. Jana und Matze waren diesmal nicht mit von der Partie. Sie starteten zur gleichen Zeit in Schwerin. Matze hatte mal wieder Lust, in seiner alten Heimatstadt den Silvesterlauf zu absolvieren, trotzdem er mit Christoph Hintz und Philipp Baar vom SC Schwerin um starke Konkurrenz wusste und ein Sieg eher unwahrscheinlich war.

Als wir bei Sonnenschein in der Südstadt eintrafen, war ich mir noch nicht im Klaren, was ich nun laufen sollte. 11,6 km werden meist schnell gelaufen und richtig auf  Tempo machen wollte ich heute auch nicht. Längere Strecken wie 22 km geht man tempomäßig eher gemütlich an, ab so richtig Lust auf eine lange Strecke hatte ich nach den vergangenen Marathons auch nicht und außerdem stand ja am Abend eine Silvesterparty an.

Der Parkplatz gegenüber der Sporthalle war schon recht gut gefüllt und ständig trafen weitere Sportsfreunde ein. Sicherheitshalber hatten wir auch Gudruns Klapprad im Gepäck, denn nur Fotos von einer Stelle wären ja langweilig…

Siegfried Ebert klärte am Start gerade noch die letzten Details mit den Polizisten ab. Fast zeitgleich mit uns traf auch mein Kollege Rüdiger mit seinem Rad ein. Auf dem Weg in die Rostocker Südstadt war er auf glatter Fahrbahn in einer Kurve mit dem Rad gestürzt. Temperaturen um die Null Grad wie heute können manchmal ganz schön hinterhältig sein.

An der Anmeldung in der Sporthalle entschied ich mich letztendlich doch für die kleine 11,6-km-Runde, Rüdiger ebenso. Mein letzter Marathon lag ja auch gerade erst 14 Tage zurück. Da sollte zum Jahreswechsel doch lieber ein kleines, gemütliches Läufchen reichen 😉 !

In der Halle traf ich natürlich auf viele mir bekannte Sportfreunde aus dem Uni-Laufkurs, aus etlichen Vereinen der Umgebung sowie aus den vielen zurückliegenden Laufveranstaltungen 2011 anzutreffen J. Allesamt wünschten wir uns gegenseitig einen guten Rutsch ins neue Jahr und tauschten uns noch über die im neuen Jahr anstehenden Termine aus.

Auch Maik von der LG Socken-Wellen war wieder zu Besuch in Rostock und ließ sich diesen Lauf nicht entgehen. Allerdings konnte er längere Zeit wegen einer starken Erkältung nicht so richtig trainieren. Heute war es nun sein erster Lauf seit drei Wochen. Er nahm sich im Überschwang  gleich den langen Kanten  über die 22 km vor! Mutig, mutig!

Kurz nach 10.00 Uhr ging es aus der warmen Sporthalle hinaus in die Kälte zum Start. Beim Hinausgehen verglich ich meine Startnummer (sie hatte rosa Striche) mit der von Stephan (seine hatte grüne Striche). Stephan sagte mir, dass die grünen Striche wohl für 11,6 km stehen würden und die rosa für 7,2 km 🙁 ! Bei der Startnummernausgabe bekam ich eine unkomplizierte Antwort: „Ist doch egal, dann läufst dann einfach die 11,6 km“. Also gesagt, getan!

Draußen herrschte bereits reges Treiben. Ich stellte mich mitten in die bunt gemischte Läuferschar. Nicht nur Hobbyläufer jeden Alters waren vertreten, sondern auch erfolgreiche Profi-Sportler. Der TC FIKO war anscheinend mit all seinen Triathleten angetreten. Besondere Überraschung war, dass in diesem Jahr Andreas und Michael Raelert wieder am Start waren. Auch Sebastian Rank, der noch um einen verbleibenden Olympiastartplatz kämpft, war mit dabei. Und ab ging es!

Nach einer kleinen Runde in Richtung Erich-Schlesinger-Straße ging es nach einem Kilometer in einem Bogen auf die Schwaaner Landstraße. Die nächsten 3 km führten nun erst einmal immer geradeaus. Irgendwann überholte mich Jörg mit einem Gruß im Vorbeilaufen. Er hatte die 22 km im Visier!

Ich hatte ein gutes Gefühl und lief so ziemlich gleichmäßig einen 5-er Schnitt. Kurz bevor es in Richtung Papendorf links ab geht kam der Wendepunkt für die 7,2 km. Für mich ging es aber noch weiter geradeaus.  Im letzten Jahr war die Strecke verschneit und glatt. Heute war zwar von Schnee weit und breit nichts zu sehen, trotzdem war es an einigen Stellen wegen der Temperaturen um die Null Grad sehr rutschig!

Das Streckenprofil weist laut meiner Garmin einen maximalen Höhenunterschied von 40 Metern aus. Für uns an der Küste ist das schon sehr beachtlich. So ging es bis kurz vor Papendorf immer etwas bergan, bei km 5 dann in den Ort hinein aber auch innerhalb von knapp 800m ca. 20 Meter abwärts, was mir mehr lag 😉 .

In Papendorf bog ich dann links am Verpflegungspunkt ab, während die Langstreckler  noch weiter geradeaus mussten. An den nun folgenden ansteigenden Abschnitt quer über die Felder in Richtung Sildemow konnte ich mich noch gut an den letzten Lauf vor einem Jahr erinnern. Hier war damals der  hohe Schnee anfangs angetaut und wieder gefroren gewesen. Es lief sich auf diesem Abschnitt dadurch sehr schlecht. Dieses Mal hatten wir mehr Glück!

In Sildemow bei km 7 ging es in Richtung Ziel entlang der Landstraße. Ich fühlte mich immer noch erstaunlich gut und konnte noch ein paar Läufer überholen. Jetzt war ich wieder auf Höhe Schwaaner Landstraße angekommen und die Strecke führte rechts ab in Richtung Südstadt. Anscheinend rüsteten sich jetzt alle für die letzten drei Kilometer. Einige Läufer zogen das Tempo an und an mir vorbei und ich hielt dann einfach mit. Erstaunlicherweise fiel es mir auch jetzt nicht sonderlich schwer.

Bei km 9 liefen wir nun schon links auf die Tychsenstraße und es wurden nun zahlreiche 7,6-km-Läufer überholt und das Feld mischte sich. Für Außenstehende sah es wegen meiner falschen, den rosa Streifen auf der Startnummer so aus, als wenn ich nur die 7,6 km gelaufen wäre. Aber was soll`s, mein Garmin und ich wissen schließlich, dass ich die 11,6 km gelaufen bin.

Nach ca. 500m auf der Tychsenstraße ging es dann rechts auf die letzten Meter in Richtung Sporthalle entlang des Kringelgrabens. Hier lauerten auch schon die beiden Paparazzis Wolfgang Groß von rostock-sport und Gudrun auf die Läufer.  Nun waren es nicht mehr viele Meter bis ins Ziel, der im Eingangsbereich der Sporthalle lag. Ich sagte beim Einlaufen schnell noch bescheid, dass ich 11,6 km gelaufen bin und habe auch gleich die entsprechende Urkunde erhalten! Das klappte also prima! Einige Schritte weiter gab es für die Erwachsenen eine Piccoloflasche „Rotkäppchensekt“ und für die Kinder eine Schokolade!

Mit Platz 49 bei einer Zeit von 52:04 min kann ich durchaus zufrieden sein. In der Halle sah ich dann auch noch Andreas Raelert beim Autogrammgeben! Diese Gelegenheit ließ ich mir dann auch nicht entgehen und ich ließ meine Teilnehmerurkunde von Andreas Raelert signieren!

In der Halle gab es für alle Teilnehmer heißen Tee. So nach und nach trafen nun auch die Starter der Langdistanz in der Halle ein. Rüdiger war bereits weit vor mir im Ziel und hatte dasselbe Problem mit der Startnummer wie ich, nur mit dem Unterschied, dass ihm zunächst nicht geglaubt wurde und dadurch noch einige ihre Urkunde (mit vorgetragener Platzierung)  vor ihm erhielten. Aber er trug es mit Fassung, hier sollte ja auch der Spaß im Vordergrund stehen!

Ich hielt mich nun noch ein Weilchen in der Halle auf und begrüßte die Neuankömmlinge. Jörg aus unserem Laufkurs lief eine starke Zeit von 1:35 Stunden auf die 22 Km! Kurz nach ihm traf Maik im Ziel ein. Auf ihm wartete eine besondere Überraschung, denn in der Zwischenzeit hatte seine Frau Autogramme von beiden Raelertbrüdern für ihn besorgt!

Maik erinnerte mich an den Magdeburg-Marathon im Oktober. Es soll entlang der Elbe eine sehr schnelle, bestzeitentaugliche Strecke sein. Halbmarathon ist ebenfalls dort möglich. Hört sich jedenfalls interessant an…

So verging die Zeit wie im Fluge und so gegen 12:30 Uhr hatte auch Gudrun alle Fotos im Kasten und wir  verabschiedeten uns. Langsam wurde es auch Zeit, denn wir wurden zur Silvesterparty in der Nähe Schwerins erwartet. Und vorher wollten wir noch zumindest die Bilder online stellen…

 

Weitere Berichte und Bilder:

http://www.rostock-heute.de/33-silvesterlauf-2011/36741

http://www.laufend-etwas-neues.de/?p=2309

http://www.rostock-sport.de/berichte2011/laufen/beri-081.html

3 Kommentare zu “33. Silvester-Neujahr-Warnow-Lauf am 31.12.2011

  1. Wenn auch spät wünschen wir euch ein gesundes neues Jahr!
    Der Silvesterlauf war wieder sehr schön. Ich hoffe er bleibt erhalten! Gruß Christin

  2. Euch noch ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012!
    Magdeburg kann ich auch nur empfehlen – meine Marathonbestzeit bin ich dort gelaufen! Und sehr schöne Strecke und gute Orga!

  3. Danke für die schönen Bilder von den Laufveranstaltungen!
    Ich wünsche Euch und allen Läufer/innen ein gesundes, neues Jahr. LG Burkhard

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