38. Oase Inselseelauf Güstrow am 07.06.2014

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

IMG_6043

Link zur Bildergalerie

Pfingstwochenende: Läuft man da etwa auch? Ein ganz klares JA!

In diesem Jahr fiel der Güstrower Inselseelauf genau auf das Pfingstwochenende. Naja, der Lauf findet immer Anfang Juni statt, aber Pfingsten fiel auf einen derart späten Termin wie schon lange nicht mehr. Da der Inselseelauf gleichzeitig ein Wertungslauf für den VR-Laufcup MV ist, würde es bestimmt eine rege Beteiligung geben.

Zum einen hieß es für mich Punktesammeln für den Laufcup, zum anderen könnten sich Gudruns Eltern in altbewährter Weise als persönliche Schlachtenbummler betätigen. Die beiden mussten vor dem Lauf also nur noch eingesammelt werden. Roland und ich holten Opa mit dem Auto ab, Gudrun kam mit Oma, die im Rollstuhl sitzt, per pedes hinterher.

Das Auto hatten wir gerade abgestellt, da trafen wir, wie üblich, auch schon auf die ersten Bekannten. Meine Vereinskameraden von unserer Laufgruppe Schwerin gratulierten mir zum Enkelkind und erkundigten sich natürlich auch nach Jana und Matze. Auch von anderen Läufern wurde ich gleich als frischgebackener Opa begrüßt.

Während Opa, d.h. der Uropa, bereits schnell Gesprächspartner gefunden hatte und sich prächtig unterhielt, holte ich derweil meine Startnummer bei Petra ab. Rolands Startnummer gab es dann direkt neben dem Eingang der Oase. Das hatten wir schnell erledigt. Viel Zeit blieb jetzt nicht mehr bis zum Start um zehn Uhr. Die meisten Sportfreunde hatten sich bereits hinter dem Starttor an der „Oase“ postiert. Gemeinsam mit Roland und Peter stellte ich mich ziemlich weit hinten rein. Lossprinten wollte ich eh nicht gleich, denn 20 Kilometer lagen vor mir und die Temperaturen hatten bereits hochsommerliche Werte erreicht.

Roland und ich hatten noch mit den Auswirkungen des donnerstäglichen Uni-Lauftrainings zu tun. Das ausgiebige Dehnprogramm sowie die Ausfallschritte und Hock-Streck-Sprünge hatten uns einen gehörigen Muskelkater verpasst. Mal sehen, wie es heute laufen würde.

Der Startschuss fiel und alle trabten los. Kurz nach der Kreuzung in Richtung Inselsee sahen wir Gudrun, die mal wieder unter Beweis stellte, dass Frauen mehrere Dinge gleichzeitig tun können: gleichzeitiges Filmen und Fotografieren.

Die Laufstrecke in Richtung Mühl Rosin führt relativ geradlinig am Inselsee entlang. Auf halben Weg dorthin gab es für Roland und mich noch eine besondere Überraschung. Jana und Matze hatten sich kurzfristig überlegt, ebenfalls nach Güstrow zu reisen. So konnten sie Roland und mich anfeuern, Ole den anderen Lauffreunden vorstellen und bei dieser Gelegenheit Oma und Opa, also Oles Uroma und Uropa, einen Besuch abstatten. Natürlich nahmen wir uns etwas Zeit für eine kurze Begrüßung.

Für Roland und mich führte die Strecke nun weiter nach Kirch Rosin entlang einer leicht hügeligen asphaltierten Landstraße durch ein Wäldchen. Bei den sommerlichen Temperaturen waren wir über jeden schattigen Abschnitt riesenfroh.

Kurz hinter Kirch Rosin ging es dann wieder in den Wald und kurze Zeit später gab es den ersten, mittlerweile heiß ersehnten, Versorgungspunkt und die Abzweigung für die verschiedenen Distanzen. Hier nahmen wir erst einmal einen Becher Wasser zu uns. Da Roland 10 km lief und ich 20, trennten sich jetzt unsere Wege. Roland begab sich auf die Rücktour und ich bog links ab in Richtung Bellin. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre wusste ich, dass dieser Streckenabschnitt nicht ganz einfach ist. Etliche Anstiege „warteten“ auf mich.

Allerdings war ich nun plötzlich so ziemlich alleine auf weiter Flur. In einiger Entfernung vor mir waren nur noch Falk und zwei weitere Läufer vom SC Laage auszumachen. Bis auf gelegentliche Wanderer oder Radler war nun Natur pur und absolute Ruhe angesagt. Da kann man fast vergessen, dass man sich in einem Wettkampf befindet.

Bei km 9 gab es wieder einen Versorgungspunkt und ich griff mir einen Schwamm, um meine Stirn und den Nacken etwas abzukühlen. Das war eine richtige Wohltat! Ein wenig weiter kamen mir bereits die ersten Läufer entgegen und ich klatschte mit ihnen ab. Nach und nach kamen mir nun immer mehr Läufer entgegen, die sich bereits auf dem Rückweg zur „Oase“ befanden.

Endlich kam wieder etwas Action auf. Auch ich hatte die Wende in Bellin nunmehr fast erreicht. Im Vorbeilaufen hörte ich so nebenbei die Streckenposten reden: “Nun kommen nicht mehr so viele…”. Und wirklich, auf meinem Rückweg kamen mir auch nur noch „gefühlte“ zehn Läufer entgegen. Bei der heutigen Hitze hatten sich anscheinend doch mehr Läufer für die kurze Distanz entschieden und lediglich die männlichen Cupläufer waren auf der 20-km-Strecke unterwegs.

So wurde es auf den nächsten Kilometern entlang der Strecke, außer bei den beiden Versorgungspunkten bei km 12 und bei km 15, recht einsam wie bei einem Trainingslauf. In Höhe Schabernack, ungefähr km 18 war erreicht, hatte ich dann auch noch die falsche Richtung eingeschlagen und lief in Richtung Bölkower Chaussee. Allerdings erkannte ich glücklicherweise schon nach wenigen Metern auf der Landstraße meinen Fehler und lief dann gleich wieder links ab in Richtung Grenzburg. Der Streckenposten reckte mir dann als “Entschädigung” für den Umweg gleich zwei Wasserbecher entgegen. Offensichtlich war ich heute nicht der einzige „Irrläufer“ gewesen.

Bei der Badestelle am Inselsee sah ich Gudrun wieder. Von hier aus war es nicht mehr weit bis zur Oase. Nach 1:53:07 h überquerte ich die Ziellinie vor der Oase und war schon beim Einbiegen auf die Zielgerade über das Mikrofon angekündigt worden. Im Ziel konnte gab es Wasser für den Durst und auch Obst war reichlich vorhanden. Die Duschmöglichkeiten in der „Oase“ waren ebenfalls ganz prima.

Unsere Laufgruppe Schwerin hatte den Sieg in der Kategorie „Teilnahmestärkster Verein“ leider ganz knapp verpasst. Der SC Laage ist in dieser Wertung nach wie vor nicht zu schlagen! Siegprämie ist hierfür eine Torte, auf der oben ganz groß das Logo der „Oase“ prangt. André Stache hatte, in Vorahnung des Sieges, vorsorglich Pappen und Gabeln für alle Laager Teilnehmer mitgebracht 😉 .

Der LSV Güstrow hat den 38. Inselseelauf zu einem Erfolg werden lassen, trotz einiger feiertagsbedingter Ausfälle bei den Helfern, da solch ein langes Pfingstwochenende gerne für einen Kurzurlaub genutzt wird. Zum Glück gibt es dann auch immer Leute, die dann kurzfristig einspringen. Und es etwas ganz Besonderes gibt beim Inselseelauf für alle Teilnehmer noch: Urkunden mit einem Foto vom Zieleinlauf! Dafür wird auch extra ein Fotograf engagiert…

Uns hat es mal wieder sehr viel Spaß in Güstrow gemacht, der Lauf war gut organisiert, die Duschmöglichkeiten topp und das Wetter schon fast zu schön! Ein großes Dankeschön an die Organisatoren und vielen Helfer! Beim 39. Inselseelauf sind wird 2015 bestimmt wieder dabei. Beim Schabernack weiß ich dann hoffentlich im nächsten Jahr noch, wo der richtige Weg langführt 😉 .

 

und hier ein Video vom 38. Oase Inselseelauf 2014:

Ergebnisse: 20km, 10 km, 5 km, Walker

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.