10. Marathon du Beaujolais in Villefrance-sur-Saône (Frankreich) am 22.11.2014

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Über 500 Fotos vom Jubiläumslauf beim 10. Marathon du Beaujolais (Villefrance-sur-Saône)!

Im September war ich bereits bei einem Herbstmarathon, dem Baden-Marathon in Karlsruhe, gestartet. Diesen hatte ich sozusagen „aus dem Stand“, d.h. ohne gezieltes Marathontraining, absolviert. Die langen Läufe im Vorfeld hatte ich so „nebenbei“ bei Wettkämpfen gemacht. Ansonsten hatte ich wegen muskulärer Probleme immer mal ein paar Trainingspausen einlegen müssen.

Und nun stand für mich ein weiteres besonderes Highlight auf dem Terminkalender: der „10. Marathon international du Beaujolais“ am 22. November. Er wird auch oft als der „kleine Bruder des Medoc-Marathon“ bezeichnet. Damit dürfte jedem klar sein, dass es sich hierbei um einen Weinmarathon handelt, also der Spaß im Vordergrund stehen würde 😉 . Trotz allem Spaß bleibt die Strecke eben doch 42,195 km lang und die muss erst einmal, wie bei jedem anderen Marathon auch, gelaufen werden.

Die Trainingsvorbereitung auf meinen dritten Beaujolais-Marathon verlief, ebenso wie die Vorbereitung auf den Karlsruher Marathon, alles andere als optimal. Tja, und immer diese Läuferzipperleins! Zunächst plagte mich der Rücken, weswegen ich auf einen Start beim Rückenbrückenlauf in Stralsund und beim Hubertus-Lauf in Neuruppin verzichtete und auch trainingsmäßig etwas kürzer trat. Die zwei Laufcup-Läufe in Lubmin und Bad Doberan waren dann auch eher kürzere Strecken, so dass letztendlich mein letzter langer Lauf der Baden-Marathon vor zwei Monaten war…

Allerdings ging es Micha auch nicht viel anders, denn auch er hatte mit einer Verletzung zu kämpfen und konnte sich daher ebenfalls nicht optimal vorbereiten.

Trotz alledem freuten Gudrun und ich uns schon sehr auf das Wochenende und die Tage in Frankreich und Stuttgart. Die erste Etappe auf dem Weg ins Beaujolais machten wir am Donnerstag von Rostock nach Stuttgart mit der Bahn, hatten 1. Klasse für insgesamt 9 € Aufpreis zur 2. Klasse gebucht. Wir reisten also sehr komfortabel . Ausnahmsweise war die Bahn sogar auf die Minute pünktlich und auch von Streiks blieben wir glücklicherweise verschont. Mittlerweile muss man, so haben die letzten Wochen gezeigt, bei langfristig geplanten Reisen schon immer das Schlimmste befürchten, fährt die Bahn oder fährt sie nicht…

Am nächsten Tag fuhren wir gemeinsam mit Micha und Silvia mit dem Auto nach Frankreich, ungefähr 600 km lagen vor uns. Allerdings hatten wir in diesem Jahr echtes Glück mit dem Wetter. Die Sonne und mit 16 Grad herrschten geradezu frühlingshafte Temperaturen.

Am Nachmittag trafen wir dann bei Laurence und Silvias Bruder Wilfried ein. Bereits 2011 waren wir gemeinsam mit Micha und Silvia bei ihnen zu Gast gewesen und wir freuten uns auf ein Wiedersehen.

Bis auf Wilfried wollte dieses Jahr fast seine ganze Familie beim Beaujolais-Marathon an den Start gehen, nicht alle auf der vollen Distanz. Während Laurence, ihr Sohn Frederic und seine Frau Carla sich für die 12 km entschieden hatten, wollte Philippe seinen allerersten Marathon wagen. Philippe hatte sich für seinen ersten Marathon akkurat an ein Trainingsprogramm gehalten und sich optimal vorbereitet, im Gegensatz zu Micha und mir.

Gegen 18.00 Uhr fuhren Laurence, Silvia, Micha, Gudrun und ich zur Expo nach Villefranche-sur-Saône, um dort unsere Startunterlagen abzuholen, die kleine Marathon-Messe zu besuchen und den Abend anschließend mit der offiziellen Pasta-Party zu beschließen.

Die Startunterlagen hatten wir schnell. An einem weiteren Stand holten wir uns noch unser Laufshirt vom Beaujolais-Marathon ab. Micha probierte sei Shirt (Größe „L“) an. Es war viel zu klein! War es etwa eine asiatische Größe „L“? Er tauschte sein Shirt gleich gegen eine „XL“ zurück. Mein Shirt habe ich, als wir wieder in Rostock waren, Roland vermacht. Ihm passte es perfekt!

Am Messestand von Brooks posierten wir in Kostümierung für ein Erinnerungsfoto. Mittlerweile waren auch Philippe, Frederic und Carla auf der Messe eingetroffen und es gab erst einmal ein großes Hallo! Frederic und Carla kannten wir bislang noch nicht persönlich.

Jetzt war auch die Zeit für die Pasta-Party gekommen. Wilfried war mittlerweile auch zu uns gestoßen, wir waren jetzt also komplett. Ein Plätzchen an einer der langen Tischreihen hatten wir schnell gefunden. Zur Begrüßung gab es natürlich einen Beaujolais Nouveau.

Zum Essen folgte ein kleines Drei-Gänge-Menü: 1. Nudelsalat, 2. Spagetti-Bolognese 3. Kuchen. Auf der Bühne spielte eine Band Musik und machte Stimmung. Unterstützt wurde sie hierbei von ein paar Tänzerinnen. Und natürlich haben auch wir ein Tänzchen aufs Parkett gelegt und dabei gleich die Beine etwas aufgelockert. Nach der langen Anreise tat das ganz gut.

Im Laufe des Abends machten Micha und ich, nicht ganz ernst gemeint, Vorhersagen über unsere Marathonzeit. Anfangs waren wir noch beim Genußmarathon, bei dem die Zeit keine Rolle spielt, dann bei den ominösen sub vier Stunden, die ich noch nie unterboten hatte, und waren dann zum Ende bei einem Plan von 3:15 h angelangt, die vollkommen unrealistisch waren 😉 . Während die Party nun im Saal noch weiterging, wurde es nun allerdings Zeit für uns aufzubrechen, denn morgen sollte es um zehn Uhr in Fleurie auf die Marathonstrecke gehen.

Samstagsfrüh fuhr uns Laurence gemeinsam mit Silvia und Gudrun zum Start nach Fleurie. Gegen halb zehn trafen wir am dortigen Campingplatz ein und kurz danach trafen wir auch Philippe, der seine ganz persönliche Fantruppe, bestehend aus seiner Frau, seiner Tochter und seinen Schwiegereltern, dabei hatte. Sie wollten ihn natürlich bei seinem ersten Marathonstart anfeuern und ihn später im Ziel erwarten.

Vor der Sporthalle nahmen wir Aufstellung für ein gemeinsames Gruppenfoto. Vor dem Start sieht man immer gut aus 😉 . In der Hallo konnten wir uns dann umziehen. Ich zog mit meinen Trainingsanzug aus und meine Ärmlinge über die ansonsten kurze Laufbekleidung. Das Wetter war ja eher frühlingshaft als kalt und neblig-trüb, wie man es im November erwarten könnte. Meine Schottenmütze hatte ich mir aufgesetzt, um wenigstens etwas kostümiert zu sein. Irgendwie gehört eine Kostümierung zum Beaujolais-Marathon dazu. Teilweise waren hier wirklich sehr originelle Verkleidungen zu sehen und wie jedes Jahr war auch Jesus mit seinem großen „Holz“-Kreuz wieder mit dabei.

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mit einem Klick zu den Streckenbildern!

Am Start versammelten sich mittlerweile die knapp 2000 Marathonis. Insgesamt hatten sich über alle Strecken ungefähr 10.500 Läufer aus 61 Nationen angemeldet. Das bedeutete zum 10. Jubiläum auch gleichzeitig Teilnehmerrekord!

Mit Philippe und Micha versuchte ich etwas weiter nach vorne in den Startblock zu kommen. Als wir in Höhe der links aufgebauten Tribüne mit den Organisatoren und Sponsoren der Laufveranstaltung waren, ertönte der Startschuss. Bis zur Überquerung der Startlinie lagen noch knapp 200 Meter und viele, viele andere Läufer vor uns. Allerdings setzte sich das Feld recht schnell in Bewegung. Mit dem Startschuss startete auch das auf einer riesigen Jubiläumstorte angebrachte Feuerwerk. Ein wahrlich furioser Auftakt und eine originelle Idee, um auf den Jubiläumslauf hinzuweisen!

Bald sah ich auch Gudrun. Eigentlich hatte ich Silvia und Gudrun erst einige Meter weiter hinter der nächsten Kurve an der alten Steinmauer in Richtung Ortsausgang erwartet, wie in den beiden Jahren zuvor. Ich winkte ihr noch zu, in der Hoffnung, dass sie mich auch inmitten der Menschenmassen entdecken würde. An der Steinmauer sahen wir dann Philippes Familie und Laurence, die uns von oben zuwinkten.

Dass die ersten Kilometer mehr oder weniger bergab führten, kam mir sehr entgegen. Die Gefahr des Überpacen bestand hier eigentlich nicht, da die Wege nicht allzu breit und die Läuferdichte noch sehr hoch war.

Eine Besonderheit beim Beaujolais-Marathon ist die Passage von insgesamt sechs Châteaus (Schlössern) bei km 4, 10, 15, 17, 20 und 23. Dort ging es jeweils direkt durch den Weinkeller bzw. durch das Gebäude und durch die oft ausladenden Parkanlagen. Versorgungspunkte gab es bei den Châteaus oder spätestens alle fünf Kilometer. Diese Stände waren gut gefüllt: Wasser, Tee, Wein, Käse, Salami, Trockenfrüchte, Schokolade, Apfelsinenstücke usw. …

Bereits nach vier Kilometern hatten wir das erste Schloss, das Château de Corcelles, erreicht. Die Strecke ist insgesamt mit 342 m Anstieg und 448 m Abstieg ausgewiesen.

Zusammen mit Micha als meinem persönlichen „Pacemaker“ und Philippe war ich die ersten Kilometer unterwegs und schaute dabei kein einziges Mal auf meine Laufuhr. Micha sagte mir anfangs, dass ich zu schnell wäre. Das war allerdings nur zu Anfang, später konnte beim besten Willen davon keine Rede mehr sein 😉 . Wir drei genossen einfach das schöne Laufwetter und die tolle Stimmung entlang der Strecke.

Die Strecke selbst ist wunderschön und sehr abwechslungsreich. Allerdings sind die vielen kurzen und längeren Anstiege auch sehr kräftezehrend. Berg- und Tallauf war noch nie meine große Stärke.

Im Château de Pizay gab es nach zehn Kilometern das volle Versorgungssortiment auf dem Schlosshof. Da ich mir sicherheitshalber drei Gels eingepackt hatte und diese auch nicht wieder mitnehmen wollte, nahm ich mir ein Gel, trank zwei Becher Wasser und probierte eine Salamischeibe. Philippe hatte seine eigene Versorgung mit und lief schon etwas vor. Nach kurzer Zeit liefen Micha, Philippe und ich wieder gemeinsam in einer kleinen Gruppe.

Einige markante Läufer, wie z.B. Jesus, und Läuferinnen im Nikolauskostüm kennt man natürlich schon von den letzten Marathons im Beaujolais. Sie kommen mir manchmal vor wie alte Bekannte. Auch in diesem Jahr gab auf der ersten Streckenhälfte wieder ein gegenseitiges Überholen mit einigen Läufern, die man von den vergangenen zwei Läufen zumindest vom Sehen her kennt, und auch manchmal auch kurze Wortwechsel. Meine Französischkenntnisse beschränken sich leider nur auf „Merci“, „Bonjour“ und „Beaujolais“ … Alles andere ist dann mehr Gebärdensprache, Kommunikation mit Händen und Füßen 😉 .

Während es bei km 15 am Château vorbei ging, gab es bei km 17 ein Wiedersehen mit unserem Supporterteam Gudrun, Laurence und Silvia. Micha und ich ließen uns noch die Zeit für ein Foto von Gudrun. Philippe war an dieser Stelle bereits kurz vor uns durch.

Bei km 20 im Château de la Brasse ging es einige Stufen hinunter und dann direkt durch den Weinkeller, der Gang umsäumt von zahlreichen Fässern links und rechts der Passage. Ich zückte wieder ein Gel, nahm zwei Becher Wasser und versuchte mit meiner kleinen Handkamera ein paar Fotos zu machen. Micha probierte sich derweil an dem guten Verpflegungssortiment im Château durch.

Ein wenig später passierten wird dann mit 2:08 h die Halbmarathonmarke. Vor drei Jahren hatte ich hier noch knapp 1h:57min als Zeit stehen. Meine Marathonvorbereitung hatte ich damals aber auch gewissenhafter durchgezogen gehabt und ich hatte damals versucht, unter vier Stunden zu kommen. Den Ehrgeiz hatte ich heute keineswegs.

Die Strecke selbst war nach wie vor sehr schön und auch abwechslungsreich. Das Wetter war top und ich schon fast zu warm angezogen. Längst hatte ich mir die Ärmlinge heruntergestreift.

Während Philippe längst unseren Augen entschwunden war, lief Micha weiter gemeinsam mit mir. Immer wieder schaute er sich um und ich merkte jetzt die fehlenden Trainingskilometer, denn meine Beine wurden immer schwerer. So lief bzw. schlich ich die km zwischen 22 und 32 relativ gleichmäßig dahin.

Bei Arnas trafen wir dann noch einmal auf unser Supporterteam Silvia, Laurence und Gudrun, die uns anfeuerten, filmten und fotografierten. An der Versorgungsstation nahm ich mein letzes Gel ein und leerte einen Wasserbecher.

Laurence blieb dann anschließend in Arnas, da ihr Start 15.00 Uhr hier erfolgen sollte. Gudrun und Silvia machten sich weiter in Richtung Ziel, nach Villefranche, auf.

An den nächst folgenden Hügeln fiel mir das Laufen nun immer schwerer und ich musste schon mal die eine und die andere Gehpause einlegen. Man merkt schon die mangelnde Marathonvorbereitung. Gute Vorsätze für das nächste Jahr habe ich zumindest 😉 .

So ging es dann Kilometer für Kilometer bis nach Villefranche weiter, die glücklicherweise überwiegend bergab verliefen, obwohl es für mich mittlerweile nicht mehr viel ausmachte, ob ich nun bergab oder bergan laufe.

Allerdings hatte ich mich auf den letzten vier Kilometern wieder etwas berappelt und lief jetzt langsam, aber kontinuierlich, mit Micha in Richtung Ziel.

In Villefranche liefen wir auf den letzten zwei Kilometern entlang der Avenue du Beaujolais und dann weiter über einen Kreisel in die Avenue Joseph Balloffet. Von hier aus ging es diesmal immer weiter geradeaus. Die Markthalle wird nun nicht mehr durchlaufen, da in den letzten Jahren dort einige Läufer auf den letzten Metern beim Treppablauf vor dem Ziel offensichtlich gestürzt waren. Es war eigentlich schon ein Erlebnis gewesen, durch die Markthalle mit den abgedeckten Obst und Gemüseständen zu laufen und dann die Treppe herunter, bevor es dann wirklich auf die letzten Meter ins Ziel ging. Aber Sicherheit geht halt vor.

Der letzte Kilometer führten nun über die Rue Nationale. Hier war der Jubel an der Strecke riesig und irgendwo wähnte ich am Ende schon das Ziel zu sehen. Von weitem grüßte schon die Kirche “Notre Dame des Marais” und ich fühlte mich nun, als wenn ich auf der Stelle treten würde. Irgendwann fragte ich Micha: “Wie weit ist es denn noch?”

Plötzlich sah ich Gudrun und Silvia an der Seiter hinter der Absperrung zur Laufstrecke stehen. Jetzt konnte es wirklich nicht mehr weit sein. Einigen Zurufen, wie z.B. “Courage”, entnehmend muss ich offensichtlich wirklich ziemlich fertig ausgesehen haben.

Jetzt kamen die letzten 300 Meter, entlang der Rue Pierre Morin, rechts weiter auf die Rue de la Paix bis kurz vor das Rathaus, dann war wirklich das Ziel erreicht! Die letzen Meter liefen Micha und ich gemeinsam über den roten Teppich, denn wir wollten möglichst die gleiche Zeit laufen. Das haben wir auch wirklich geschafft. Offiziell kamen wir nun nach 4:42:35 h beide zeitgleich über die Zeitnahme.

Gleich hinter der Ziellinie wurde Micha interviewt. Micha sagte, dass wir aus Deutschland kommen und dass er schon achtmal beim Beaujolais-Marathon dabei war. Einige Meter weiter bekamen wir Wärmeschutzfolien und gleich danach unserer Marathonmedaille umgehängt.

Diese Medaille ist was besonderes, denn es handelt sich um einen Weinprobierschälchen. Den passenden Wein gab es dann natürlich auch gleich, denn jedem Teilnehmer winkt als Zielprämie eine Flasche vom frischen 2014-er Beaujolais.

Nun machten wir uns gleich weiter auf in den Keller der Markthalle. Hier konnten wir unsere Kleiderbeutel abholen und uns auch wieder umkleiden. Unsere Kleiderbeutel bekamen wir sehr schnell. Anhand der Startnummern fanden die Helfer diese sehr schnell. Allerdings war es hier sehr voll und stickig und es sah so aus, als wenn alle Plätze auf den Bänken besetzt wären. So setzte ich mich zunächst auf die Folie. Nach kurzer Zeit wurden dann aber zwei Plätze frei und wir konnten uns setzen.

Nach einem Moment des Verschnaufens zogen wir uns um und tranken noch einen Becher Brühe. Das tat jetzt gut. Allerdings blieb uns nicht viel Zeit in der Tiefgarage, denn wir wollten nach Möglichkeit Laurence, Frederic und Carla auf den letzten Metern anfeuern. Gudrun und Silvia entdeckten wir, wie telefonisch verabredet, recht schnell an der Markthalle.

Gemeinsam zogen wir dann in Richtung Rue Nationale in Nähe der Notre Dame des Marais. Während ich mehr oder weniger am Absperrgitter abhing waren Gudrun und Silvia schon wieder fleißig auf Motivsuche, fotografierend und filmend. Unsere drei 12-km-Läufer wollten wir keineswegs verpassen. Angesichts der Menge an ankommenden Läufern war dies nicht unbedingt ein leichtes Unterfangen. Als erstes tauchte Frederic forschen Schrittes auf. Micha rief zu uns herüber und ich riss schnell meine kleine Kamera, die während des gesamten Marathons für ein paar Schnappschüsse genutzt hatte, herum. Leider erwischte ich ihn in der Hektik nur noch etwas unscharf von der Seite. Oder war einfach zu schnell? Kurz darauf lief auch Laurence an uns vorbei. Hier klappte es auch bei Gudrun mit einem Foto. Carla hatten wir leider nicht entdecken können. Allerdings ist die Sichtung des Videomaterials noch nicht abgeschlossen…

Etwas später trafen wir uns dann alle bei Frederic und Carla, die gleich an der Laufstrecke wohnen, zu einem kleinen Aperitif und zum Plaudern in einem Sprachenmix aus französisch, englisch und deutsch. Teilweise war das ein ganz schönes Kauderwelsch 😉 .

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nach dem Marathon du Beaujolais

Am Sonntag fuhren wir gemeinsam zum Hameau Duboeuf unweit von Fleurie.

Im dortigen Hameau du vin besuchten wir zunächst ein sehr interessantes Museum zur Geschichte des Beaujolais-Weinanbaugebietes und konnten zahlreiche historische Originalwerkzeuge zur Weinproduktion bewundern. Vieles war auch in Filmen und Animationen erklärt. Ein absolutes Prunkstück ist eine riesige Weinpresse aus dem 18. Jahrhundert. Dieses Museum sehr zu empfehlen! Leider hatten wir es nicht geschafft, das ganze Museum zu besichtigen, denn es war mittlerweile Mittag geworden und die offizielle Abschlussveranstaltung des “Marathon du Beaujolais” fand in einem gediegenen Ambiente mit Weinverkostung und gemeinsamen Mittagessen statt. Bei Maronensuppe, Coq au vin und einem Dessert ließen wir uns es mit einem Gläschen vom neuen Beaujolais gut gehen.

Derart gestärkt unternahmen wir anschließend in Fleurie eine kleine Wanderung den Weinberg hinauf zur kleinen Kapelle, die Gudrun und ich bislang nur aus der Ferne kannten. Vom Berg hatten wir einen tollen Blick auf Fleurie und auf die Hügellandschaft des Beaujolais.

Am Montag machten wir uns wieder mit Micha und Silvia auf die Heimreise in Richtung Stuttgart. Hier legten wir am Dienstag einen „Reiseruhetag“ ein, bevor es für uns am Mittwoch weiter per Bahn wieder nach Rostock retour ging. Den Dienstag nutzten wir für einen Besuch des Mercedes-Benz-Museums in Untertürkheim. Das war wirklich sehr interessant. Hier kann man wirklich einen ganzen Tag verbringen.

Danke für die schönen Stunden in Frankreich und Stuttgart! Wir hatten viel Spaß und kommen gerne wieder 🙂 !

Kategorie: Laufberichte | Tags: ,

1 Kommentar zu “10. Marathon du Beaujolais in Villefrance-sur-Saône (Frankreich) am 22.11.2014

  1. Rang 1. für Gudrun für die besten Bilder beim Marathon du Beaujolais

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