19. Neubrandenburger Halbmarathon am 02.05.2010

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Impressionen vom Neubrandenburger Halbmarathon bei guten Startbedingungen

An diesem Wochenende, 02. Mai 2010, standen die Landesmeisterschaften M-V  im Halbmarathon an. Eigentlich hatte ich ursprünglich keinen Halbmarathon eingeplant, aber Jana hatte mich vor etlichen Wochen überredet, hierbei mitzumachen. Und wer kann schon seiner Tochter etwas abschlagen? Also meldeten wir uns beide dazu an. Jana hatte sich ausgerechnet, hierbei viele Punkte für den Laufcup zu sammeln. Und eine Woche nach dem Hamburg Marathon wäre doch ein Halbmarathon nicht verkehrt…

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt: Nach dem Marathon-Blackout in Hamburg hatte sich Jana vernünftigerweise dazu entschieden, doch nicht gleich eine Woche später einen Halbmarathon nachzulegen und doch besser Regeneration zu betreiben. Stattdessen unterstützte sie Gudrun in meinem persönlichen Supporter-Team (Gudrun übernahm wie üblich das Foto-Shooting, Jana nun die Filmaufnahmen).

Matze, der die Strecke bereits von den Vorjahren kannte, hatte mich schon in Vorfeld informiert, dass es ein Rundkurs mit flachem Streckenprofil ist, der zehnmal zu durchlaufen ist. Dieses Profil roch ja schon nach der möglichen und meiner Meinung nach überfälligen Bestzeit… ;-))

Also holten wir Jana und Matze um 8.00 Uhr mit unserem „Berli“ ab, um auf der A20 in Richtung Neubrandenburg zu düsen. Eine gute halbe Stunde vor dem Start waren wir dann auch am Wettkampfort angekommen. Horst Garnitz von unserem Verein, den SV Post Telekom Schwerin,  erwartete uns bereits und übergab uns die Startnummern. Hierum brauchten wir uns also nicht selber zu kümmern. Dann hieß es: Schnell umziehen und warmlaufen – und schon ging die Post ab.

Das Gute an diesem Lauf ist außer der wirklich flachen Strecke, dass man ca. alle 2 km am Zielbereich vorbeikommt, dort, wenn gewünscht,  Wasser gereicht bekommt und am großes Display die bereits gelaufene Zeit sehen kann. Rudi Senkpiel, Jahrgang 1930, ging ebenfalls wieder an den Start. Damit war klar, dass die Zeitnahme wieder Überstunden leisten musste….

Obwohl ich letzte Nacht einen sehr unruhigen Schlaf hatte und auch ein Kratzen im Hals (etwa eine angehende Erkältung??) verspürte, lief es für mich doch besser als erwartet. Das Wetter war nahezu optimal. Sonnenschein und etwas frischen Wind bei Temperaturen unweit der 20 Grad sorgten  für gute Laufbedingungen.

Wie mein Garmin-Protokoll http://connect.garmin.com/activity/31953880 bezeugt, konnte ich nahezu konstant mein Tempo durchziehen.

Nach Runde fünf stand überraschenderweise Matze neben Gudrun und Jana. Ich vermutete richtigerweise, dass der Marathon in Hamburg auch bei Matze seinen Tribut einforderte.

Mit Jana hatte ich vereinbart, dass sie mir mein Energy-Gel nach km 12 reicht. In der Runde 6 (vor dem Km 12) dachte ich: „Na, ob Jana noch an das Gel denkt?“ Doch plötzlich lief Matze neben mir und reichte mir das gewünschte Elixier neben einen Schluck Wasser zum nachspülen. (Im Nachhinein erfuhr ich, dass Matze den Lauf extra für mich abbrach, um mich auch einmal supporten zu dürfen ;-))

Erstaunlicherweise hatte ich nahezu keine Probleme (Krämpfe etc.) während des gesamten Laufs. So konnte ich mein Tempo von ca. 5 min/km ziemlich konstant durchlaufen. Jana und Gudrun sprinteten während des Rundkurses zwischen zwei Punkten hin und her, um mich anzufeuern, abzuklatschen und mich für die Nachwelt in Bild und Ton zu verewigen. Niemand soll später meine großen Erfolge (immerhin belegte ich Platz 16 von 20 in meiner AK!) anzweifeln!

Bei ansteigenden Temperaturen und ebenfalls ansteigender Kilometerzahl wurde das Laufen jedoch immer anstrengender. Die Erfrischung eines Wasserbechers alle 2 km tat echt gut!

Endlich ginge es in Runde 9, die vorletzte Runde! Jana wollte mich beim Abklatschen noch besonders motivieren und rief mir lautstark zu: „Los Papa, Du schaffst es! – Eine 1:45 ist drin!!!“ Hatte ich mich da eben verhört? Eine 1:45 h: das wär eine nahezu unglaubliche Verbesserung  von 3 Minuten gegenüber dem HM in Stralsund im letzten Jahr!!!

Allerdings hieß die Devise für mich jetzt „durchhalten“  und möglichst das Tempo zu halten! Viel zuzusetzen hatte ich auf der letzten Runde dann auch nicht mehr. Ich war unendlich froh, den Lauf endlich beendet zu haben und mit sagenhaften (jedenfalls für mich) 1:45:24 h eine neue persönliche Bestzeit zu erreichen!!! So kann es meinetwegen weiter gehen!

Im Ziel gratulierten mich natürlich alle bekannten Sportsfreunde zur neuen PB.

Die ausgiebige Siegerehrung  (alle Altersklassen m+w) zog sich dann auch solange hin, bis der älteste Läufer Rudi Senkpiel nach 3:15:14 auch im Ziel war und die Ehrungen als Landesmeister in der AK M80 entgegennehmen konnte.

Den Sieg in der der Gesamtwertung der Frauen und damit auch in der AK35 holte sich Angelika Schlender-Kamp,  die Siegerin des Oberelbe-Marathons vom vergangenen Wochenende, in 1:29:07 h. Dazu kann man nur neidlos gratulieren!

Und ein weiteres Novum: Erstmalig schafften wir es,  von allen heute gestarteten und anwesenden SV-Post-Telekom-Schwerin-Startern  ein Gruppenfoto zu machen!

Listen:

Alle interessierten Sportler können sich hier (  http://www1.your-sports.com/details/index.php?page=4&eventid=4384&lang=de )  von unseren Ergebnissen überzeugen.

Kategorie: Allgemein

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