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oder: Der übers Wasser läuft 😉
Erst einmal vorweg genommen: Ein tolles Wochenende mit vielen Freunden in Neuruppin liegt hinter uns.
Seit fast einem Jahr stand fest, dass ich in diesem Jahr gemeinsam mit Heiko beim Hubertuslauf in Neuruppin, Heikos Heimatort, starte. Es gibt Zeiten, in denen es wochenlang keine Läufe gibt, wie z.B. im Juli diesen Jahres, und andererseits Monate, in denen man an jedem Wochenende die Auswahl an zwei oder noch mehr Laufveranstaltungen hat. Irgendwie sind die Wettkämpfe sehr ungleichmäßig verteilt…
Am letzten Oktoberwochenende ist der Stralsunder Fachhochschullauf für uns eigentlich ein fester Termin. Es ist ein Cuplauf und es wird die ungewöhnliche Strecke von „ten miles“ gelaufen. Naja, meine Anzahl an Cupläufen habe ich voll und es geht bei mir auch nicht um irgendwelche Rechnereien, ob ich irgendwie noch einen Podestplatz in der Cupwertung erreichen könnte (dazu ist die Konkurrenz in meiner AK viel zu stark). So ließ ich diesen Termin ausfallen und freute ich mich stattdessen auf den Hubertuslauf mit Juliane, Heiko und noch etlichen anderen Bekannten. Verletzungsbedingt konnte leider Jens (der Macher des KSWM) nicht, wie ursprünglich vorgesehen, nach Neuruppin kommen. An dieser Stelle an Jens: Gute Besserung! Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so hoffe ich, dass ein gemeinsamer Lauf in Neuruppin nachgeholt wird :-).
Gudrun und ich fuhren schon am Vorabend nach Neuruppin. Juliane und Heiko waren wie immer ganz liebe Gastgeber. Nach einer leckeren Pastaparty beim „Team-Feuerraeder“ schauten wir uns abends noch mal in der Stadt um. Ich war echt platt! Der 356. (!) Martinimarkt, der gerade stattfindet, braucht sich wirklich nicht hinter dem Rostocker Weihnachtsmarkt verstecken! Auf dem Markt war viel Trubel und es herrschte eine absolut tolle Stimmung! Nach den Menschenmengen zu urteilen, mussten sehr viele Leute aus der näheren und ferneren Umgebung extra wegen dem Martinimarkt nach Neuruppin gefahren sein.
Für uns als Läufer stand der Test von Glühwein (es gab sowohl roten als auch weißen) nicht vordergründig auf dem Plan, denn wir wollten am nächsten Tag möglichst gut über die Runde kommen. Trotzdem musste der Test des weißen Glühweins sein, denn einerseits kannten wir den ja noch nicht und andererseits wurde er uns von Heiko wärmstens empfohlen. Eine Runde mit dem Riesenrad durfte ebenfalls nicht fehlen! Der Abend verging wie in Fluge!
Die Nacht war dank Zeitumstellung eine Stunde länger als gewöhnlich und wir konnten so eine Stunde länger schlafen. Für ein gemütliches gemeinsames Frühstück wir genügend Zeit und wird schauten uns im Fernsehen so nebenbei die ersten Vorberichte vom Frankfurt-Marathon an. Katrin, die dort ihren ersten Start haben sollte, drückten wir von Neuruppin aus die Daumen!
Heiko machte sich mit den beiden Beagles Cooper und Eddie vorzeitig auf, um die beiden bei Julianes Eltern abzuliefern. Wir anderen drei fuhren etwas später los und sammelten Heiko auf dem Weg zum Wettkampf ein. Auf dem Gelände mit ehemaligen Wehrmachts-Kasernen (später waren darin „unsere Waffenbrüder“ untergebracht) haben heute verschiedene Institutionen (Technologiezentrum, Weiterbildungseinrichtungen …) ihren Stammsitz gefunden.
Kurz nach uns trafen auch die ersten Berliner Freunde ein. André und Karsten, die auch wieder beim Berliner Staffelmarathon in Tempelhof dabei sein werden, parkten direkt neben unseren Autos. Später stießen dann auch Schnittchen, Heikos Schwester Gudrun sowie die beiden KSWM-Matadoren Ron und Matthias zu uns. Aus der „Rostocker Fraktion“ kamen Kristina, André und Thomas (aus Gnoien) hinzu. Drei Strecken standen zur Wahl: 8, 15 und 27 km. Diese führten, ausgehend von Alt Ruppin, um den Molchowsee (8 km) , um den Molchow- und Tetzensee (15 km) bzw. bei 27 km zusätzlich um den Zermützelsee herum . So war für jeden Geschmack die passende Distanz dabei.
Mit Heiko hatte ich mich schon bei der Voranmeldung für die mittlere Distanz von 15 km entschieden.
Wir schafften es vor dem Start sogar noch, dass Gudrun von unserer zusammengewürfelten Truppe noch ein Gruppenfoto machen konnte.
Vor dem Start stieg so langsam, wie immer, die Anspannung… Mit Heiko drehte ich dann noch gemeinsam kleine Erwärmungsrunden. Nebenbei trafen wir sogar einige weitere Lauffreunde aus M-V, mit denen wir dann auch kurze Schwätzchen machten. Heiko wiederum kannte natürlich jede Menge Leute aus der Gegend und alle waren schon recht positiv auf diesem Event eingestimmt .
Spontan schlug mir Heiko vor, dass wir beide zunächst gemeinsam laufen könnten. Wenn einer nicht mehr kann, so sollte der Andere keine Rücksicht darauf nehmen und seinen Lauf einfach weiter machen. Gesagt, getan. Nach gefühlten 400 m über die gepflasterte Kasernenstraße ging es links ab in die Botanik! Nach dem Start ging es für uns erst einmal darum, das richtige Tempo zu finden. Das ging aber erst, nachdem wir an einigen Startern, die sich nicht ganz entsprechend ihrem Tempo eingereiht hatten, vorbei waren. Da hatten wir schon fast drei Kilometer hinter uns. Kurz vor km 4 zogen wir auch an Gerlind vorbei, die sich gemeinsam mit ihrem Mann für die lange Strecke, d.h. 27 km, gemeldet hatte. Den ersten Kilometern durch die Sandbüchse folgten waldige Streckenabschnitte. Gemeinsam mit Heiko war ich weiterhin am Läufer-Einsammeln. Irgendwie lief es super! Kurz vor der Läuferabzweigerschild „8 – 15 – 27“ standen wie vereinbart Gudrun mit der Foto- und Monika mit der Videokamera bereit. Schnell machten Heiko und ich uns fürs Foto-Shooting klar: freundlich lächeln, entspannt gucken und winken! Leider war die Aufmerksamkeit unseres Supporterteams zunächst auf einen vor uns laufenden Hund gerichtet :-(. Aber sie haben uns dann doch noch bemerkt!
Das Feld wurde so nach und nach immer überschaubarer. Erst bogen die 8-km-Läufer ab, dann verabschiedeten sich die 27-km-Läufer von unserer Strecke. Zwischenzeitlich wurde die Strecke hier und da immer hügliger. Gemeinsam mit Heiko hatte ich so relativ schnell unser gemeinsames Wohlfühltempo gefunden. Während ich auf der Geraden und der Abwärtsstrecke gut mithielt, so hatte ich dann bei den Anstiegen so einige „kleinere“ Probleme. Der Lauf durch die spätherbstliche Natur bei klarer Luft und Sonnenschein machte so richtig Spaß. Der größte Teil der Strecke führte durch Wald. Auf halber Distanz ging es zur Abwechslung über einen Damm zwischen dem Zermützelsee und dem Tetzensee. Von hier hat man wirklich einen schönen Blick auf die langgestreckten Seen, vorausgesetzt man hat Zeit…
Direkt hinter dem Damm kam endlich auch der erste Erfrischungspunkt. Nach einem Schlückchen Wasser ging es weiter durch hügliges Gelände. Meine Garmin hatte hier im Wald echte Probleme mit dem Satellitenempfang und so „piepste“ sie die Kilometer mal zu spät und dann mal wieder zu früh ein. Auf der Karte sah es dann bei der Auswertung so aus, als wenn ich über das Wasser des Tetzensees gelaufen bin 😉 .
Bei km 12 liefen wir auf einem schmalen Pfad direkt am Ufer des Molchowsees entlang. Ein schöner und malerischer Streckenabschnitt , auf dem man allerdings ein wenig aufpassen musste, um nicht über Wurzeln zu stolpern. Heiko ließ mich hier vorlaufen, da er die Strecke und die Unebenheiten als Einheimischer natürlich aus dem FF kannte.
Jetzt ging es nochmals über einen Damm und auch hier erwarteten uns unsere persönlichen Reporter Gudrun und Monika! Wenige Meter weiter wies uns ein großes Transparent „noch 2 km!“ darauf hin, dass wir es bald geschafft haben. Hier war auch der letzte große Anstieg der Strecke zu bewältigen. Und natürlich hatte ich wieder „leichte Hangprobleme“ . Ich sagte zu Heiko „Du kannst ja schon vorlaufen“ und er antwortete prompt und unmissverständlich „Das Ding ziehen wir jetzt gemeinsam durch!“. Ein Mann, ein Wort! Der Hang war relativ schnell bezwungen und das Ziel kam langsam, aber sicher, in Hör- und Sichtweite.
Die letzten 500 Meter bis ins Ziel mussten auf der alten Kasernenstraße absolviert werden. Gemeinsam liefen wir so nach 1:11:16 (mit Heimvorteil 😉 ) bzw. 1:11:21 gleichzeitig über den Zielstrich! Das ist ein wirklich super Ergebnis, mit dem weder Heiko noch ich vorher gerechnet hatten! Heiko steckte immerhin der Marathon vom Wolfgangsee von vor zwei Wochen noch in den Knochen!
Überraschenderweise hatten es Gudrun und Monika noch vor uns ins Ziel geschafft und konnten uns beim Zieleinlauf ablichten. Im Ziel bekam jeder Finisher eine Erinnerungstasse sowie eine Urkunde überreicht. Heiko durfte sogar später noch auf’s Treppchen, denn er wurde Zweiter seiner AK! Bei der wie immer hart umkämpften AK M50 kam ich immerhin noch auf Platz 4 von 17 Startern in meiner AK, auch eine gute Platzierung.
Der Erfrischungspunkt mit warmen Tee, Wasser und Bananenstückchen diente praktischerweise für unsere Truppe als Sammelpunkt. Hier trudelte nach und nach unsere ganze Truppe wieder ein. Alle waren von der schönen Strecke begeistert und glücklich im Ziel angekommen.
Nach den Siegerehrungen warteten wir noch auf das Eintreffen unserer 27-km-Läufer Ron und Matthias. Wir wollten gerade nach den beiden Ausschau im Zielbereich halten, da sah ich die Jungs auch schon lachend am Erfrischungspunkt und wie immer zu einem Späßchen aufgelegt. So allmählich knurrte fast allen der Magen und so zogen wir in einer etwas kleineren Runde zum Italiener. Gemeinsam mit Kristina, Andrè, Thomas, Juliane, Heiko und Monika saßen wir dort noch eine ganze Weile gemütlich beieinander und tauschten uns über die Wettkämpfe der letzten Zeit aus waren schon kräftig am Planen für die kommenden Events… Der nächste gemeinsame Lauf steht fest!!!
http://www.kreissportbund-opr.de/sport/
http://www.runningteam-feuerraeder.de/2011/10/der-hubertuslauf-neuruppin/
Matthias
November 1, 2011 um 5:58 p.m.
Der Matze bin ich definitiv nicht! Ich war mal schlank und jung! Vorbei!
Laufen macht trotzdem viel Freude und für nen 6er Schnitt reicht’s meist.
Danke für den Bericht!
Bis Weihnachten dann
Fred
November 2, 2011 um 12:29 a.m.
Danke Matthias für den Hinweis! Manchmal hat die Automatik auch so ihre Grenzen 😉 . So wird aus jedem „Matze“ bei mir automatisch der Marathon-Matze 🙂 . Freue mich schon auf unser Wiedersehen zur KSWM !
Der 36. Hubertuslauf in Neuruppin | Feuerraeder
November 1, 2011 um 6:11 a.m.
[…] komplette Bildergalerie gibt es bei den Sprintefixen und Fred´s detaillierter Bericht hier! RSS RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel | TrackBack URL | Hinterlasse einen […]
Heiko
Oktober 31, 2011 um 6:56 p.m.
Super akribisch beschrieben, wie immer! Da kann man nichts mehr hinzufügen, es war ein tolles Wochenende!
Fred
Oktober 31, 2011 um 7:44 p.m.
Danke Heiko – wir sehen uns zum Nikolauslauf 🙂 !